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Die WAA Wackersdorf - Eine Chronik

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Deutschland, 2008-04-22

Die WAA Wackersdorf - Eine Chronik
Eine Chronik zur Geschichte der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf.

September 1981: Die bayerische Staatsregierung und die Deutsche Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen bestätigen Pläne für einen WAA-Standort im Landkreis Schwandorf.

Oktober 1981: Gründung der ersten Bürgerinitiative gegen die WAA.

Februar 1982: Erste Großdemonstration mit 15 000 Teilnehmern.

März 1984: WAA-Gegner Hans Schuierer (SPD) wird mit 70 Prozent als Landrat wiedergewählt. Die CSU verliert ihre absolute Kreistagsmehrheit.

Februar 1985: Endgültige Entscheidung für den Standort Wackersdorf. 40 000 Menschen demonstrieren in Schwandorf.

Dezember/Januar 1985: Rodungsbeginn im Taxöldener Forst. WAA-Gegner errichten ein Hüttendorf, das umgehend von der Polizei geräumt wird. Das wieder errichtete Hüttendorf wird nach Weihnachten geräumt.

Februar 1986: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof weist vier Klagen gegen die WAA ab.

April 1986, Ostermontag: 100 000 Menschen demonstrieren im Taxöldener Forst. Bundesweit erstmals wird das als Kriegswaffe geächtete CS-Gas gegen Demonstranten eingesetzt. Ein Mann stirbt bei einem Asthmaanfall.

26. April 1986: Atomunfall in Tschernobyl.

Juni 1986: 5. Anti-WAAhnsinns-Festival mit weit über 100 000 Besuchern in Burglengenfeld. Es spielen unter anderem BAP, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Die Toten Hosen, und Haindling.

Oktober 1986: Die CSU verliert bei der Landtagswahl ihr Direktmandat in Schwandorf, die Grünen ziehen erstmals in den Bayerischen Landtag ein.

April 1987: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hebt die erste Teilgenehmigung auf. Der Bau der WAA geht trotzdem weiter.

Oktober 1987: Trotz eines Verbots demonstrieren 25 000 Menschen am Bauzaun. Bei einem Einsatz von Berliner Polizeieinheiten werden zahlreiche Menschen verletzt. 400 Anzeigen gegen die Polizisten werden eingestellt.

Januar 1988: Der Verwaltungsgerichtshof hebt auch den Bebauungsplan auf. Der Bau der WAA geht trotzdem weiter.

22. April 1988: 881 000 Einwendungen gegen die WAA Wackersdorf werden dem bayerischen Umweltministerium übergeben. Der Erörterungstermin im Juli und August wird nach fünf Wochen abgebrochen.

3. Oktober 1988: Ministerpräsident Franz Josef Strauß stirbt.

Mai 1989: Der Bau der WAA wird eingestellt.

Juni 1989: Deutschland und Frankreich unterzeichnen die Verträge über eine gemeinsame Wiederaufbereitungsanlage in La Hague in der Normandie.


Thema: Atomstandorte - Rubrik: Wackersdorf
Quelle: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-19725009&Ressort=pol&Ausgabe=a&RessLang=&BNR=0

gefunden bei contrAtom.de

03.05.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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