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Wismut sieht keine Gesundheitsgefahr an Buchholzer Halde

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30.04.2008 Verlagsmenu
Freie Presse - Lokalredaktion Annaberg

Test zeigt: Strahlung äußerst gering
Wismut sieht keine Gesundheitsgefahr an Buchholzer Halde

Annaberg-Buchholz. Jetzt konnten es die besorgten Anwohner mit eigenen Augen sehen: Von der Halde des ehemaligen Wismut-Schachtes 116 in Buchholz geht keine gesundheitsgefährdende radioaktive Strahlung aus. Jens Regner von der Wismut GmbH hatte am Dienstag extra ein Messgerät mitgebracht und erklärte vor Ort, nach welchen Kriterien an derartigen Standorten gemessen wird und wie hoch bestimmte Grenzwerte sind.

Außerdem hatte der Physiker Karten im Gepäck, auf denen frühere Messergebnisse zu sehen waren - einmal die Werte des so genannten Altlastenkatasters von 1991, danach die aktuellen Zahlen. Viel Grün war dort zu erkennen: das sind Flächen mit Dosen unter 0,2 Mikrosievert pro Stunde. Zum Vergleich: Erst wenn mehr als 0,2 Mikrosievert pro Stunde gemessen werden, sprechen Fachleute überhaupt von einem radioaktiven Stoff.

Gab es vor 17 Jahren im Gelände der Halde noch etliche Stellen, die höhere Dosen aufwiesen, so sind diese seit Beginn der Sanierungsarbeiten bereits deutlich weniger geworden. "Das wird sich noch einmal weiter nach unten bewegen, wenn die Sanierung abgeschlossen ist", erklärt der Wismutfachmann.

Was die gesetzlich vorgeschriebene Waldumwandlung angeht, so gab es seitens der Anwohner viele Fragen an den Annaberger Revierförster Frank Schlupeck. An der geplanten Bepflanzung der Halde mit Traubeneichen hatten sich schon bei der Zusammenkunft vor wenigen Wochen die Gemüter erhitzt. Einige Grundstücksbesitzer befürchten, hohe Bäume könnten ihnen Licht und Sonne nehmen.

Diese Ängste kann der Forstfachmann teilweise nachvollziehen. "Die Bäume wachsen aber sehr langsam, und auf dem hier vorhandenen Untergrund wird eine Traubeneiche keine 40 Meter hoch", meint er. "Sie schafft im Laufe der Jahre höchstens die Hälfte."

Von Petra Kaden

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