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Atomkraft kein Klimaretter

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Bund der Energieverbraucher
Atomkraft kein Klimaretter

(30. April 2008) Kernenergie leiste keinen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz, so das Darmstädter Öko-Institut in seiner neuen Studie. Sie weise zu viele andere Risiken auf wie die Gefahr schwerer Unfälle, sei zu teuer sowie langsam im Ausbau. Außerdem werde Uran längerfristig knapp.

Das Institut erstellte eine CO2-Bilanz für verschiedenen Energieträger über den gesamten Produktweg, von Gewinnung über Transport, Verarbeitung bis hin zur Nutzung sowie den Kraftwerksbau. Anschließend wurde der CO2- Ausstoß pro kWh Strom berechnet. Das Ergebnis: KKW verursachen mehr CO2- Emissionen als erneuerbare Energien und ähnlich viel wie Erdgas-BHKW.

Am besten schnitten die Biogasnutzung in regionalen BHKW vor der Windkraft und Solarstrom aus der Mittelmeerregion ab. Der CO2-Ausstoß dieser Energieträger liege unter dem der Kernkraft, die auf 32 g pro kWh komme, so das Institut. Darin seien aber die CO2-Mengen noch nicht enthalten, die bei der Wiederaufarbeitung oder Endlagerung der abgebrannten Brennelemente anfallen, weil noch kein realistisches Entsorgungskonzept vorliege. Selbst bei extremen Annahmen komme aber nicht mehr als eine CO2-Verdoppelung heraus.

Atomstrom liege dann immer noch deutlich vor Großkraftwerken, in denen Erdgas oder Kohle verbrannt werde, mit Werten zwischen 428 und 1153 g CO2 pro kWh. Braunkohleanlagen nur zur Stromgewinnung seien mit 1153 g pro kWh die mit Abstand klimaschädlichsten Kraftwerke. Auch wenn ein Teil der Abwärme zu Heizzwecken genutzt würde, liege der CO2-Wert mit 729 g noch höher als bei einem modernen GuD, das mit Erdgas betrieben wird.

Laut Öko-Institut müssen vorrangig sparsamere Energienutzung, KWK und "vor allem" die erneuerbaren Energien zum Klimaschutz beitragen. KKW länger laufen zu lassen helfe nichts, so das Institut. Zwar entstehe an den KKW wenig CO2, am Gesamtausstoß des Kraftwerks- und Industriesektors ändere sich aber nichts, da dieser durch den EU-Emissionshandel fixiert sei. Die Emissionen entstünden dann an anderer Stelle.

Siehe auch

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