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"Weder ein DAVOR noch ein DANACH " - Newsletter November 2014 der Amadeu Antonio Stiftung

Amadeu Antonio Stiftung - Initiativen für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur

"Weder ein DAVOR noch ein DANACH " - Newsletter November 2014 der Amadeu Antonio Stiftung

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

der November ist ein deutscher Monat. Zu den fixen Daten der jüngeren Geschichte - dem Fall der Mauer 1989 und der Reichspogromnacht 1938, die unbestritten einen inneren Zusammenhang haben - kommt nun ein weiteres Datum hinzu: die Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011. Drei Jahre ist es nun her, dass ein Teil der Terrorgruppe aufflog, die im gemütlichen Verlauf einer langen Zeit Bomben zünden, Menschen ermorden und Banken ausrauben konnte, ohne dass sie jemand davon abhielt. Beides, dass Nazis dies im vereinten Deutschland tun konnten und dass sie niemand davon abhielt, zeigt auch in diesem Fall den inneren Zusammenhang der anderen Novemberdaten.

Wo der Zusammenhang liegt? Die Antwort ist relativ einfach. Hätte es eine Zivilgesellschaft gegeben, die diesen Namen auch verdient, wäre es weder zum Pogrom noch zur Vernichtung der Juden in Deutschland gekommen. Die Teilung des Landes war Folge von Krieg und Verbrechen, von denen die Deutschen anfangs unerhört profitiert hatten. Denn Raub und Mord brachte Wohlstand, bis sich die Welt wehrte und die Deutschen besiegte. Ohne diese Ereignisse wäre eine Terrorgruppe wie der NSU kaum vorstellbar, die aus dem Osten kam, im Westen mordete und perfekt auf der Klaviatur von Verdrängung und Vorurteil spielen konnte. Nach drei Jahren ist noch immer nicht annähernd geklärt, wann, wie und wer genau da mitgespielt hat. Auch das gehört in die Novemberkategorie.

25 Jahre nach dem Mauerfall inszeniert sich Deutschland gerade so, als hätte es weder ein DAVOR noch ein DANACH gegeben, sondern nur die Erleichterung darüber, dass endlich alles vorbei ist. Doch es ist nicht vorbei. weiterlesen
http://mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/kommentar/weder-ein-davor-noch-ein-danach-2014-11

Im Fokus

Aktionswochen gegen Antisemitismus: Veranstaltungskalender online!

150 Initiativen bundesweit nehmen in diesem Jahr an den Aktionswochen gegen Antisemitismus teil. Damit finden über 300 Veranstaltungen zum Thema statt. Wo und wann genau, das verrät der Veranstaltungskalender nach Bundesländern sortiert. weiterlesen
http://bit.ly/aktionswochen_2014

Sie siedeln in ganz Deutschland: völkische Siedlungsbewegungen

In den vergangenen Jahren nehmen Ansiedlungen der völkischen Rechten im ländlichen Raum zu. Fernab der großen Städte bilden sie hier Gemeinschaften, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen. Eine neue Publikation der Amadeu Antonio Stiftung klärt auf und gibt Handlungsempfehlungen. weiterlesen
http://bit.ly/voelkische_siedler

Geförderte Projekte

Die beste Antwort auf Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sind Initiativen, die sich vor Ort ganz konkret für eine demokratische Kultur engagieren. Mehr als 850 solcher Projekte konnten wir bereits fördern und so an vielen Orten das Klima zum Guten wenden. Lassen Sie uns gemeinsam diesen Erfolg fortsetzen. Ihre Spende bewirkt viel!

Spenden
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/spenden-und-stiften/online-spenden/

Nach den Erfolgen nicht aufhören

Im schleswig-holsteinischen Neumünster gehören Rechtsextreme seit langer Zeit zum traurigen Alltag. Doch inzwischen bewegt sich etwas und nach den ersten Erfolgen werden mit Förderung der Amadeu Antonio Stiftung die nächsten großen Schritte geplant. weiterlesen
http://bit.ly/demokratie_staerken

Jugendliche setzen sich mit NSU auseinander

In diesem Jahr jährte sich die Ermordung von Mehmet Turgut durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zum zehnten Mal. Anhand einer Ausstellung setzen sich Jugendliche mit den Verbrechen des NSU auseinander und wurden ermutigt, sich selbst gegen Rechtsextremismus einzusetzen. weiterlesen
http://bit.ly/nsu_rostock

Publikation bestellen

Seit einigen Jahren treten selbsternannte "Reichsbürgerinnen und -bürger" in der Kommunalpolitik, aber auch mit Drohbriefen und gewaltsamen Übergriffen verstärkt in die Öffentlichkeit. Sie propagieren die Fortexistenz eines Deutschen Reichs und stützen ihre Gedankenwelt auf antisemitische und geschichtsrevisionistische Elemente. Eine neue Publikation der Amadeu Antonio Stiftung klärt über die Hintergründe auf und zeigt Gegenstrategien. > Details und Bestellung
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/wir-sind-wieder-da-die-gefaehrlichen-reichsbuerger/

Termine

7. November, Leipzig
Preisverleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie 2014 >mehr

12. November, München
Übersehen und unterschätzt: Rechtsextreme Frauen in der medialen Berichterstattung >mehr

13. November, Barsinghausen
Netzwerktagung "Vor Ort entscheidet! Kommunales Handeln gegen Rechts" >mehr

18. November, Berlin
Fachgespräch "Rechtsextrem orientierte Eltern in Kita und Grundschule" >mehr

20. November, Berlin
Fachtag "Rassismus und Antisemitismus in der Jugendarbeit" >mehr

> Details und weitere Termine auf unserer Webseite
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/service-1/termine/

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Spenden
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Redaktion: Robert Lüdecke. Mitarbeit: Anna Brausam, Anetta Kahane, Timo Reinfrank (verantwortlich).

03.11.14    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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