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Hallo,
wir freuen uns, dass Ihr so zahlreich an den gestrigen Protestaktionen teilgenommen habt und Euch auf so vielfältige Weise gegen die Nazikundgebung engagiert habt:
Über 450 Menschen nahmen an der Kundgebung des Bündnisses "Kein Platz für Nazis" teil. Es gelang mehrfach Gruppen von GegendemonstrantInnen, sich auf der Nazikundgebung einzuschleichen und dort ihren Unmut kund zu tun, das Denkmal wurde blockiert, die Abreise der Nazis mehrfach behindert, die Taxis wollten keine Nazis mitnehmen, wir waren laut und viele.
Gar nicht viele waren die Nazis: Schlappe 32 hatten es dorthin geschafft - wohl aufgrund der Gegenproteste waren viele wieder abgedreht.
Anbei erhaltet Ihr die Pressemitteilung des Bündnisses, in der auch noch einmal auf das skandalöse Verhalten der Polizei eingegangen wird.
Eine Presseschau erhaltet Ihr auf unserer Seite www.antifa-kok.de - während die WZ einen ganz netten Artikel über die Proteste geschrieben hat, hat das Krawall-Zentralorgan (die Rheinische Post) mal wieder den Hauptfeind in den Linken ausgemacht.
Alles in allem ein guter Tag für uns - und ein schlechter für die Nazis!
Bis bald,
Euer Antifa-KOK
Pressemitteilung: Erfolgreicher und vielfältiger antifaschistischer Protest
Bündnis "Kein Platz für Nazis" | c/o Linkes Zentrum "Hinterhof" | Corneliusstr. 108 | 40215 Düsseldorf
PRESSEMITTEILUNG
25.05.2008, 21.00 Uhr
Erfolgreicher und vielfältiger antifaschistischer Protest: Über 450 auf Kundgebung +++ Extreme Rechte blamiert sich +++ völlig übertriebener Polizeieinsatz
Das Bündnis "Kein Platz für Nazis" zieht eine positive Bilanz der Gegenaktivitäten gegen die Kundgebung der extremen Rechte zu Ehren des Freikorpskämpfers und Rechtsterroristen Albert Leo Schlageter vor dem 39er Denkmal am Reeser Platz.
"Wir waren laut -- unser Protest war für alle sichtbar und nicht zu überhören, auch wenn die Polizei das nicht so wollte", so die Sprecherin des Bündnisses, Sara Lauter.
Mehrfach ist es Menschen zudem gelungen, die Kundgebung der extremen Rechten empfindlich zu stören. Einige hatten sich gewaltfrei Zugang zu der Kundgebung verschafft und dort ihren Protest ausgedrückt. Über 450 Menschen nahmen zeitgleich auf der nahegelegen Wiese an der Gegenkundgebung des Bündnisses teil und drückten lautstark ihren Protest aus.
Nicht zuletzt aufgrund der Ankündigung von Gegenaktionen nahmen nur 32 Personen an der extrem rechten Kundgebung teil, unter ihnen auch Joachim Schäfer, ein verurteilter Auschwitzleugner aus Meerbusch, sowie diverse NPD-Funktionäre und -Aktivisten, wie das ehemalige NPD-Bundesvorstandsmitglied Martin Laus, heute NPD-Kreisvorsitzender Düsseldorf/Mettmann. Für die Lautsprechertechnik zuständig war der Frontmann der neonazistischen RechtsRock-Band "Oidoxie", Marko Gottschalk aus Dortmund, der dem Spektrum der neonazistischen "Freien Kameradschaften" angehört.. Der Anmelder Björn Clemens hatte diesen zuletzt in einem Strafverfahren, u.a. wegen Volksverhetzung, verteidigt.
Nach Ende der Kundgebungen kam es für die Nazis zu erheblichen Verzögerungen bei der Abreise. Zuerst weigerten sich die Fahrer der angeforderten Taxis, die Neonazis zu transportieren, danach wurde mehrfach deren Abreise blockiert.
Scharf kritisierte Sara Lauter den Polizeieinsatz: "Zuerst wollte die Düsseldorfer Polizei unter den Teppich kehren, dass Neonazis hier demonstrieren wollen. Dann drohte sie der Antifa mit dem Verbot von Gegenprotesten. Danach diskreditierte sie nach einem einvernehmlichen Kooperationsgespräch den Anmelder der Bündnis-Kundgebung und schließlich untersagte sie am Sonntag der Organisation Attac die genehmigte Mahnwache. Strategie der Polizei war Eskalation , darauf haben wir uns nicht eingelassen".
So kesselte die Polizei insgesamt vier Gruppen von GegendemonstrantInnen ein und nahm Personen in Gewahrsam bzw. vorübergehend fest.
"Wer den Krawall herbeiredet und GegendemonstrantInnen drangsaliert, muss natürlich für entsprechende Zahlen sorgen", so Lauter weiter. Das Bündnis dankt allen, die sich lautstark und aktiv gegen die Nazis protestiert haben. Es wird noch eine ausführliche Stellungnahme zum Polizeieinsatz folgen.
Bei Rückfragen erreichen Sie uns unter der Nummer:
0172 -- 2 11 13 11
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