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Koordinierungskreis antifaschistischer Gruppen aus Düsseldorf und dem Umland
ANTIFA-KOK
c/o AStA FHD, Georg-Glock-Straße 15, 40474 Düsseldorf
Tel: 0172 / 211 13 11, Email: kok@free.de, http://www.antifa-kok.de
An die lokale Presse
PRESSEMITTEILUNG
Düsseldorf, 15. Mai 2008
Extreme Rechte plant Kundgebung in Düsseldorf-Golzheim. Antifa kündigt
Gegenaktionen an.
Für den 25. Mai 2008 mobilisiert die extrem rechte "Junge Landmannschaft
Ostdeutschland" (JLO, ehemals "Junge Landmannschaft Ostpreußen") zu
einem "Schlageter-Gedenken" vor dem 39er Denkmal am Reeser Platz.
Anlass ist der 85. Todestag des in der extremen Rechten verehrten und
zum Helden und Märtyrer hochstilisierten Freikorpskämpfers Albert Leo
Schlageter. Dieser war am 26. Mai 1923 in Düsseldorf wegen Sabotage
gegen die französischen Truppen (u.a. einem Sprengstoffanschlag auf die
Bahnstrecke bei Düsseldorf-Kalkum) und wegen Spionage hingerichtet worden.
Als Redner vorgesehen sind neben Dirk Pott vom Bundesvorstand der JLO,
die enge Kontakte zur NPD und neonazistischen "Freien Kameradschaften"
unterhält und jährliche Großaufmärsche in Dresden zum Gedenken an den
"Bombenholocaust" veranstaltet, zwei Düsseldorfer:
- der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der extrem rechten
"Republikaner", Rechtsanwalt Dr. Björn Clemens aus Düsseldorf-Flingern.
Clemens, der auch militante Neonazis verteidigt, ist in der gesamten
extremen Rechten ein gern gesehener Redner, Autor und Referent, der
häufig auch bei NPD- und DVU-Veranstaltungen anzutreffen ist.
- der dem Spektrum bzw. nahen Umfeld der Auschwitzleugner und den erst
kürzlich verbotenen Vereinen "Collegium Humanum" sowie "Verein zur
Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten"
zuzurechnende Rechtsanwalt Hajo Herrmann aus Düsseldorf-Oberkassel.
Der heute 94-Jährige war hochdekorierter Kampf- und Jagdflieger der
NS-Luftwaffe, Vertrauter Hermann Görings und Mitglied in Hitlers
Luftwaffenführungsstab. Auch er tritt auf NPD- und DVU-Veranstaltungen
als Redner auf und wird von der extremen Rechten als "Held" verehrt.
Anna Names, Sprecherin des Antifa-KOK: "Wir werden nicht tatenlos dabei
zusehen, wenn die extreme Rechte einmal mehr die Geschichte
umzuschreiben versucht und öffentlich ihren Opfermythos und
Nationalismus propagiert. Wir rufen deshalb zu Protestaktionen auf."
Weitere Informationen und Ankündigungen werden in Kürze auf unserer
homepage www.antifa-kok.de veröffentlicht. Für Rückfragen stehen wir gerne
zur Verfügung.
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