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Q: http://no-racism.net/article/2546
Deutschnationalem NS-Gedenken ein Ende setzen
Presseaussendung der Gruppe AuA! anlässlich der deutschnationalen
Gedenkkundgebung am 8. Mai
Wien - Die Gruppe AuA! (AntifaschistInnen und Alliierte) kritisiert
ausdrücklich, dass deutschnationale Burschenschaften 70 Jahre nach dem
Anschluss Österreichs an Nazideutschland immer noch nicht verboten sind,
sondern ihre antisemitisch, rassistisch und sexistisch gezeichneten
Zusammenkünfte nach wie vor sowohl in ihren Buden als auch ganz
öffentlich bei ihrem völkisch-revisionistischen "Gedenken" am 8.Mai
durchführen können. "Es ist zum einen ein Skandal, dass das Kriegsende
durch die Alliierten am 8.Mai jedes Jahr nur von einer kleinen Anzahl
linker Gruppen vor dem Denkmal der Roten Armee gefeiert wird. Auf der
anderen Seite ist es inakzeptabel, dass die großdeutsche Propaganda
dieser studentischen Verbindungen durch Veranstaltungen wie ihrem
reaktionären Gedenken am 8. Mai nach wie vor gesellschaftlich toleriert
wird." meint Lili Litwak, Pressesprecherin der AuA!.
Burschenschaften fungieren in Österreich bis heute als ideologische
Kaderschmiede sowie als Sammelstätte rechtsextremer Gesinnungen und
stellen somit auch das gesellschaftliche Bindeglied zwischen
(neo-)nazistischen Zusammenhängen und dem Parlament dar, wie sich an der
hohen Anzahl korporierter Nationalratsabgeordneter zeigt. Lili Litwak:
"Dass die Burschis Uhrzeit und Treffpunkt ihres revisionistischen
Gedenkens geheim halten müssen, ist nicht genug. Der Verehrung von
NS-Tätern, dem völkischen Größenwahn und Geschichtsrevisionismus, durch
die auch "Totenredner" in den vergangenen Jahren aufgefallen sind, muss
ein für alle Mal ein Ende gesetzt werden." Die Pressesprecherin spielt
damit u.a. auf den FP-Parlamentarier Andreas Mölzer an, der bei seiner
Rede vor zwei Jahren nur der eigenen, nicht aber Millionen anderer,
nicht-deutscher Opfer gedenken wollte.
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