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POL-HH: 080501-2. Gewalttätige Auseinandersetzungen bei
demonstrativen Aktionen in Hamburg-Barmbek
Hamburg (ots) - Zeit: 01.05.08, ab 10:00 Uhr
Ort: Hamburg-Barmbek
Eine Privatperson meldete für den 01. Mai 2008 einen Aufzug der
NPD mit dem Tenor: "Arbeit und soziale Gerechtigkeit für alle
Deutschen - gemeinsam gegen Globalisierung" an.
Am 16.03.2008 meldete eine Privatperson für den Bundesausschuss
der Studierenden in der GEW (BASS) eine Gegenveranstaltung unter dem
Tenor: "Heraus zum antifaschistischen 1. Mai - Den Nazis keinen
Meter" an. Ein Gericht legte folgenden Marschweg fest:
Wiesendamm (Anfangskundgebung vor Bahnhof Barmbek) - Fuhlsbüttler
Straße (Zwischenkundgebung Fuhlsbüttler Straße / Habichtsweg) -
Fuhlsbüttler Straße (Zwischenkundgebung / Fuhlsbüttler Straße/
Nordheimstraße) Nordheimstraße - Steilshooper Allee - Steilshooper
Straße (Schlusskundgebung: Steilshooper Straße / Richeystraße)
Der Aufzug Links setzte sich um 12:00 Uhr vom Wiesendamm über den
angemeldeten Marschweg mit rund 6.600 Teilnehmern in Bewegung. Dabei
wurden Polizeibeamte mit Feuerwerkskörpern beworfen.
Aufgrund einer technischen Störung, die durch ein Kleinfeuer
augelöst worden war, musste der S-Bahn Verkehr zwischen den Bahnhöfen
Ohlsdorf und Barmbek gesperrt werden. Daher konnten rechte
Versammlungsteilnehmer den Antreteort am S-Bahnhof Alte Wöhr nicht
rechtzeitig erreichen.
Nach einer Zwischenkundgebung in Höhe des Habichtsweg kam der
Aufzug kurz vor der Ringbrücke zum Stehen.
Polizeibeamte wurden im Bereich Lauensteinstraße/Ringbrücke massiv
von linken Demonstranten angegriffen, sodass es zum
Wasserwerfereinsatz kam.
Im gesamten Umfeld des Aufzuges kam es zu zahlreichen
Sachbeschädigungen, Brandstiftungen und Steinwürfen. In der
Habichtstraße wurde ein Reifenlager in Brand gesetzt. Wiederholt
wurden Polizeibeamte von Personen aus dem linken Spektrum
angegriffen.
In der Saarlandstraße/Hellbrookstraße kippten Linke gegen 14:00
Uhr einen Einsatzwagen der Polizei um. In der Saarlandstraße warfen
Störer die Scheiben der Reisebusse ein, die zuvor die rechten
Versammlungsteilnehmer befördert hatten.
Linke Teilnehmer verließen nach und nach den Aufzug. Im Rübenkamp
schlugen Demonstranten die Scheiben eines Autohauses ein.
In der Tischbeinstraße wurden Polizeibeamte aus einer Gruppe mit
400 Vermummten mit Steinen beworfen.
Am Antreteplatz am S-Bahnhof Alte Wöhr haben sich gegen 15:00 Uhr
etwa 1.500 Teilnehmer der rechten Versammlung eingefunden.
Eine starke Polizeipräsenz verhinderte, dass die Teilnehmer der
linken und rechten Versammlung aufeinandertrafen.
Für den rechten Aufzug wurde ein neuer Marschweg festgelegt.
Dieser führte über den Rübenkamp und die Fuhlsbüttler Straße zum
S-Bahnhof Ohlsdorf.
300 bis 500 Personen aus dem linken Spektrum griffen in einem Cafe
den Wirt und seine Gäste an und beschädigten das Lokal.
Linke Störer setzten in der Saarlandstraße ein Einsatzfahrzeug der
Polizei und sechs Privatfahrzeuge in Brand.
Um 15:30 Uhr setzte sich der rechte Aufzug mit 1.500 Teilnehmern
in Bewegung. Eine starke Polizeipräsenz verhinderte ein
Aufeinandertreffen der Gruppierungen.
Im gesamten Umfeld des Aufzuges bauten linke Störer Barrikaden,
besetzten Straßen und begingen Sachbeschädigungen sowie
Brandstiftungen.
In der Fuhlsbüttler Straße wurden Polizeikräfte massiv von linken
Störern angegriffen. Polizeibeamte beendeten im Straßenzug
Rübenkamp/Feuerbergstraße unter Wasserwerfereinsatz eine
Straßenblockade. Im Umfeld brannten mehrere Barrikaden.
Im Wiesendamm griffen linke Störer einen mit Fahrgästen besetzten Bus
an und schlugen die Scheiben des Busses ein.
Um 17:00 Uhr wurde die rechte Versammlung beendet. Die
Versammlungsteilnehmer entfernten sich anschließend mit Bussen und
der Bahn.
Mehrere Personen warfen die Scheiben eines Supermarktes in der
Schmuckshöhe ein. 25 Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.
Im Anschluss kam es an verschiedenen Orten zu Auseinandersetzungen
zwischen kleineren Gruppen von linken Störern und der Polizei.
Es wurden mehr als 20 Polizeibeamte verletzt.
Es wurden mehr als 50 Personen vorläufig festgenommen, über 200
Personen in Gewahrsam genommen. Zwei Männer wurden nach Verdacht der
Brandstiftung an einem Pkw in der Saarlandstraße einem Haftrichter
vorgeführt.
An dem Einsatz waren 2.500 Beamte der Polizei Hamburg,
Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und
der Bundespolizei beteiligt.
Sch.
ots Originaltext: Polizei Hamburg
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6337
Rückfragen bitte an:
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Andreas Schöpflin
Telefon: 040/4286-56211
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