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Aktion Zivilcourage Pirna: Infomail (396) 25.04.2008

Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer persönlichen Information.


Aktion Zivilcourage e.V.
Geschäftsstelle: Lange Straße 43 | 01796 Pirna
Postanschrift: Postfach 100228 | 01782 Pirna
Fon: +49 (0) 35 01 - 46 08 80 | Fon: +49 (0) 35 01 - 4 61 41 64 Fax: +49 (0) 35 01 -46 08 81 | VoIP: +49 (0) 35 01 - 76 70 80 E-Mail: post ät aktion-zivicourage.de | www.aktion-zivilcourage.de Kontaktformular: www.aktion-zivilcourage.de/Kontakt.421/


In dieser Ausgabe:


  1. NEWCOMER BANDFESTIVAL 2008
  2. 6. MARKT DER KULTUREN
  3. GEDENKSPUR GEGEN DAS VERGESSEN
  4. AKTION ZIVILCOURAGE E.V. WÄHLT NEUEN VORSTAND
  5. INTERNATIONALES JUGENDCAMP IN RUMÄNIEN
  6. ZUG DER ERINNERUNG VOM 28.04.- 30.04.2008 IN DRESDEN
  7. UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE ARBEIT
  8. PRESSESCHAU

  1. | :: NEWCOMER BANDFESTIVAL 2008 ::

Am Sa. 26. April 2008 startet das 7. Newcomer Bandfestival (NBF'08) im Hanno Pirna! Raus aus der Garage oder dem feuchten Keller und rauf auf die Bretter die die Welt bedeuten!

Diese Bands haben es geschafft und sind im Finale:

Day Dreamer - Heartcore aus Heidenau
No Tale - Alternative Rock aus Berggießhübel
Nicht geeignet - German Trash Rock aus Pirna
monophil. - Progressive Pop aus Pirna
Intoxicum - Death Metal aus Neustadt /Sachsen
After the Silence - Melodischer Metal aus Pirna

NBF 08 im Hanno Pirna | 20:00 Uhr Einlass | 21:00 Uhr Beginn | 6 feine Bands live!

Im 2. Floor extra fette cannabeat-independent-Party

Tickets: Vvk 2,50 ¤ / Ak 3,00 ¤

Karten für das Newcomer Bandfestival bekommst im T-Partner Mobilfunkshop (Breite Str. 5), Jugendhaus Hanno Pirna (Hohe Str. 1), im Büro der Aktion Zivilcourage (Lange Str. 43) und an vielen Schulen.

Alle weiteren Infos zum Abend und zu allen Bands findest man auf www.cannabeat.de !

Das Newcomer Bandfestival 2008 wird veranstaltet vom Hanno Pirna und der Aktion Zivilcourage, unterstützt durch das Musikhaus 2.pi.m in Dresden und JSC - die junge Seite der Ostsächsischen Sparkasse Dresden - sowie medial begleitet von der Jungen Szene der Sächsischen Zeitung Pirna.


2. | :: 6. MARKT DER KULTUREN ::

Markt der Kulturen 2008 Skatalites anzeigemdk_200x334 P1030059 Markt der Kulturen YellowUmbrella4 24. Mai 2008 / Pirna mit "THE SKATALITES", "Yellow Umbrella", und "Madeku" einen Tag der Vielfalt erleben!

Am 24. Mai wird es wieder bunt in Pirna. Denn dann herrscht auf dem Marktplatz wieder ein farbenfrohes, interkulturelles Treiben. Mehr als 60 Vereine, Initiativen, Schulen und Partnerstädte werden an Ständen ihre Arbeit vorstellen und den Besuchern mit russischen Köstlichkeiten, tschechischen Rhythmen, polnischem Kunsthandwerk, bulgarischem Wein und vielem mehr die kulturelle Vielfalt der Menschen näher bringen.

Mit über 30 Bühnendarbietungen von lateinamerikanischen Klängen über indische Tänze bis zu afrikanischer Mode, von russischer Folklore über tschechischen Bigbandsound bis zu traditioneller koreanischer Kampfkunst ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Bereits zum sechsten Mal findet am 24. Mai 2008 der "Markt der Kulturen", das große und abwechslungsreiche interkulturelle Fest im Herzen Pirnas, statt. Einen ganzen Samstag lang laden wieder zahlreiche Stände auf dem Marktplatz zum Schlendern, Verweilen, aber vorrangig auch zum Kennenlernen verschiedenster Kulturen ein. Darüber hinaus möchten wir mit dem Markt der Kulturen die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der Sächsischen Schweiz erleichtern. Mehrere MigrantInnengruppen sind in die Vorbereitung und Duchführung des Marktes der Kulturen eingebunden.

In den vergangenen Monaten riefen die Organisatoren zur Beteiligung an der Veranstaltung auf. Die Resonanz ist beeindruckend: Über 400 Mitwirkende sind zusammen gekommen, um mit unterschiedlichsten Beiträgen auch den diesjährigen Markt unvergesslich zu gestalten. Deutlich mehr Kulturangebote als in den 14 Stunden Programm präsentiert werden können, wurden angeboten. Unter den Teilnehmern des diesjährigen Festes sind unter anderem Pirnas Partnerstädte Decin, Longuyon, Remscheid und Boleslawiec. Aber auch UNICEF oder das amerikanische Generalkonsulat aus Leipzig werden sich ebenso wie zahlreiche Vereine, Gesellschaften und Initiativen vorstellen.

Auf zwei Bühnen können die Zuschauer mit einem vielfältigen interkulturellen Programm aus Musik, Tanz und Theater in die Faszination unterschiedlicher Kulturen eintauchen.

Das Abendkonzert:

Absolutes Highlight wird in diesem Jahr das Abendkonzert sein. Die sächsische Provinz erhält an diesem Abend den Ritterschlag in Sachen Reggae und Ska.

Auf der Bühne stehen die jamaikanischen Urväter des Ska, die original "SKATALITES - Jamaica's Greatest Band!". Sie sind die erste (seit 1962!) und unerreichte der original jamaikanischen SkaBands. Neben ihrem ansehnlichen Schaffensdrang, dem über 200 eigene Kompositionen sowie an die 1.000 veröffentlichte Songs entsprangen, begleiten sie ausnahmslos die "ganz Großen" Jamaikas live und im Studio: Die frühen Wailers und Bob Marley, Toots & the Maytals, Delroy Wilson, Desmond Dekker, Laurel Aitken. Produziert von 'Sir Coxsone' Dodd, treffen sich die Skatalites im legendären Studio One zu Sessions. Das war bereits Ende 1962. Die meisten Mitglieder bleiben sich von da an über 40 Jahre lang treu.

Um die Sache perfekt zu machen spielen davor die Dresdner Reggae & Ska-Götter "Yellow Umbrella".Seit ihrem 2005-er Rücktritt von der 2-jährigen Reggaerente sind sie noch heißer und noch begehrter. Die sieben Regenschirme haben ihren ureigenen Sound aus jamaikanischen und osteuropäischen Einflüssen perfektioniert und bieten Reggae und Ska der Oberklasse! Außerdem passen sie optimal zu den
SKATALITES, da schließlich YELLOW UMBRELLA die Jamaikaner 2002 das erste Mal in die Region holten.

Eintritt ist frei !

Unterstützt und organisiert wird der Markt der Kulturen durch:

die Pirnaer Initiative gegen Extremismus und für Zivilcourage, die Stadt Pirna, die Bürgerinitiative Afreu, die AWO Sonnenstein gGmbH, der Diakonie Pirna Projekt (Prisma), die Hotelfachschule Pirna Sonnenstein, der Jugendmigrationsdienst des CJD Heidenau, der Jugendring Sächsische Schweiz, die Jugendseite der Sächsischen Zeitung, die Landeskirchliche Gemeinschaft "Oase", MDR Figaro, RAIN RECORDS e.V., den Lokalen Aktionsplan Sächsische Schweiz, das Landratsamt des Landkreis Sächsische Schweiz den DGB Dresden / Oberes Elbtal, die Katholische Gemeinde St. Kunigunde Pirna, die WGP Städtische Wohnungsgesellschaf Pirna mbH, die Wernesgrüner Brauerei, das DRK Jugendrotkreuz Pirna, VSD Security, die Escobar Pirna, SACOFA Braun & Fischer GbR, zahlreiche private SpenderInnen und durch die Aktion Zivilcourage e.V. :-)

Spenden

Gerne können Sie dem "Markt der Kulturen 2008" mit einer Spende unterstützen. Sie haben dazu zwei Möglichkeiten. Sie können gern online über unser Spendenformular unterstützen oder uns Ihre Unterstützung auf das Konto:

Spendenkonto
Ostsächsische Sparkasse Dresden | Kontonummer: 320 003 5608 | BLZ: 850 503 00 Empfänger: Aktion Zivilcourage e.V. |Zweck: "Markt der Kulturen 2008"

zukommen lassen. Wir stellen ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus.

Herzlichen Dank!


3. | :: GEDENKSPUR GEGEN DAS VERGESSEN ... ::

Am Nachmittag des 10. April 2008 fanden sich 15 Interessierte Jugendliche an der Touristinformation in Pirna ein, um gemeinsam die Gedenkspur zu erneuern. Diese bahnt sich ihren Weg quer durch die Pirnaer Altstadt, vorbei am Schloss auf dem Sonnenstein, der Stadtkirche St. Marien, dem Rathaus bis hinunter zum Elbufer. Seit 2002 sind Jugendgruppen unterschiedlicher Herkunft damit beschäftigt, die Gedenkspur ständig zu erneuern und zu erweitern, denn die aufgesprühte GraffitiFarbe verblasst durch Regen und Schmutz nach und nach.

So war die Erneuerung der Kreuze auf einem Abschnitt in der Badergasse das Ziel der fleißigen Helferinnen und Helfer. Es wurde zwei Stunden lang fleißig gesprüht und ausgebessert. Die bunt gemischte Gruppe machte sich in drei Teams daran eine wieder sichtbare Spur zu sprühen. Wer Interesse hat auch einmal mitzumachen, kann am 08.05.2008 ab 16 Uhr gern helfen, denn da soll ein weiterer Abschnitt erneuert werden. Die Erneuerung der Gedenkspur wird von der Gedenkstätte Pirna Sonnenstein und der Aktion Zivilcourage betreut. Bei weiteren Fragen wenden sie sich an:

Aktion Zivilcourage
Tel.: (03501)767080
e-Mail: s.with ät aktion-zivilcourage.de

oder an die

Gedenkstätte Pirna Sonnenstein
Tel.: (03501)710960


4. | :: AKTION ZIVILCOURAGE E.V. WÄHLT NEUEN VORSTAND ::

Pirna Auf ihrer Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder des Aktion Zivilcourage e.V. am Mittwoch, 23.04.2008, ihren neuen Vorstand.

Zur neuen Vorsitzenden wurde mit großer Mehrheit Agnes Muche gewählt. Die 20-jährige Studentin für Lehramt Geschichte/Gemeinschaftskunde begann ihr politisches Engagement mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.

Dadurch und durch ihre Beteiligung an einer Gedenkfahrt vor zwei Jahren kam der Kontakt zum Verein zustande. Seit dieser Zeit arbeitet Agnes Muche aktiv ehrenamtlich mit. Ihr zur Seite steht als Stellvertreter Sven Forkert (30), der bereits im früheren Vorstand vertreten war und langjähriges Mitglied und Mitgründer des Vereins ist. Schatzmeisterin und neu im Vorstand ist die Dresdnerin Dr. Judith Brombacher. Die 50-jährige Innenrevisorin arbeitet bereits seit zwei Jahren ehrenamtlich im Verein mit. Als Geschäftsführer vervollständigt Sebastian Reißig (30) das neue Vorstandsteam. Auch er war bereits im alten Vorstand und ist langjähriges Mitglied und Mitgründer des Vereins.

Der neue Vorstand möchte die bisherige bewährte Arbeit fortsetzten. Die Ziele sind auch weiterhin die Förderung von Demokratie und Zivilcourage und die Bekämpfung des Rechtsextremismus. Wichtigste Unterstützung leisten dabei zahlreiche engagierte Menschen von jung bis alt und viele, viele weitere Beteiligte und Kooperationspartner durch ihr meist ehrenamtliches Engagement. Der Verein Aktion Zivilcourage e.V. hat zur Zeit 49 Mitglieder, 7 davon sind Fördermitglieder. Der Altersdurchnitt der Vereinsmitglieder liegt derzeit bei 25 Jahren. Über die Hälfte der Mitglieder sind unter 25 Jahre alt.


5. | :: INTERNATIONALES JUGENDCAMP IN RUMÄNIEN ::

Auch 2008 können junge Leute aus Sachsen an einem internationalen Sommerzeltlager in Rumänien teilnehmen. An dem Camp nehmen Jugendliche aus Rumänien und Jugendliche aus Sachsen teil.

In Siebenbürgen, in einem traumhaft schönen Tal der Ostkarpaten möchten wir gemeinsam ein Zeltlager errichten, in dem ca. 65 junge Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, mit verschiedenen Sprachen und Geschichten zusammen leben werden.

In Siebenbürgen, in einem traumhaft schönen Tal der Ostkarpaten möchten wir gemeinsam ein Zeltlager errichten, in dem ca. 65 junge Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, mit verschiedenen Sprachen und Geschichten zusammen leben werden. Menschen aus völlig unterschiedlichen sozialen Gruppen und kulturellen Hintergründen und sehr verschiedenen Lebensperspektiven werden sich begegnen.

Die von einem Bauern gemietete Wiese muss also zunächst als Lebensraum mit allen Erfordernissen gestaltet werden. Die zum Bau dieses Dorfes notwendigen Materialien wie Werkzeuge, Planen, Seile, Kanister Zelte usw. werden zum großen Teil aus Deutschland mitgebracht bzw. vom Partner Fehelofia vor Ort gekauft.

Jeder "Dorfbewohner" ist zur aktiven Mitgestaltung des "Dorflebens" aufgerufen, denn fast alles was wir benötigen, bauen und errichten wir selbst. Das sind z.B. ein Dorfplatz, Feuerstellen, Sportbereiche, Staudamm, Waschplätze, Tische, Bänke und WC's. Das Leben im Camp wird geprägt sein vom Kochen am offenen Feuer, vom Singen und Tanzen am Lagerfeuer, Sport, Einkaufen auf rumänischen Märkten, Ausflügen, Höhlentouren, Wanderungen, Seminaren, beeindruckenden Begegnungen und von vielen verblüffenden Momenten und Überraschungen.
Wir werden das schöne Land Rumänien mit seinen verschiedenen Gesichtern und die Lebensweise der Menschen kennen lernen, unseren Lebensgeschichten lauschen und europäische Gemeinschaft praktizieren. Die ersten Tage werden geprägt sein von der gemeinsamen Arbeit aller Teilnehmer. Engagiert und motiviert muss sich jeder auf seine Weise und mit seinen Begabungen in die Errichtung des Camp-Dorfes einbringen.

Gemeinsame Arbeit, Seminare, Sport, Ausflüge und ein intensiver Einblick in die Lebenswelt der Menschen in Rumänien, geben diesem Camp seinen prägenden und besonderen Charakter.

Termin: 16.07.-02.08.2008
Träger und Kooperationspartner: Sächsische Jugendstiftung, Aktion Zivilcourage Pirna, Kreisfeuerwehrverband Sächsische Schweiz, Rumänieninitativgruppe Bautzen e.V.

Informationen über das Camp 2007, Einblicke ins regionale Alltagsleben, Seminarberichte, persöhnliche Reisebrichte und viele Fotos finden sie unter: www.turia.org.

Anmeldungen bei:
Aktion Zivilcorage e.V.
Sebastian Reißig
Tel.: 03501/ 460880
post ät zivilcourage-pirna.net

Sächsische Jugendstiftung
Rüdiger Steinke
Tel.:0351-43834807
info ät saechsische-jugendstiftung.de


6. | :: ZUG DER ERINNERUNG VOM 28.04.- 30.04.2008 IN DRESDEN

Im Gedenken und der Erinnerung an die aus Deutschland und Europa deportierten Kinder startete am 8. November 2007 in Frankfurt der Zug der Erinnerung zu seiner Fahrt durch die Bundesrepublik Deutschland. Der Zug zeigt in mehreren seiner Waggons, eine Ausstellung, mit der das Deportationsschicksal der tausenden deportierten zumeist jüdischen Kinder dokumentiert wird. Der Zug verkehrt auf den früheren Deportationsstrecken der Reichsbahn und wird im April 2008 auch nach Dresden kommen, um ein Zeichen gegen das Vergessen, gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen.

Die mobile Ausstellung will vor allem Schülerinnen und Schüler auffordern, sich an einer Spurensuche nach örtlichen Lebenszeugnissen der deportierten Kinder aus ihrer Stadt zu beteiligen.

Der Zug der Erinnerung besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Deportationsgeschehen in Deutschland: die Zustellung der Deportationsbescheide, das Herrichten und Verlassen der Wohnungen, der Weg zu den Sammellagern und von dort am helllichten Tag durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen.

In einem eigenen Ausstellungsbereich werden mehrere Täter der unterschiedlichen Funktionebenen vorgestellt: Vom Reichsverkehrsministerium über die SS bis hin zu den Logistikplanern der Reichsbahn, die für den Transport der todgeweihten Kinder und Jugendlichen in die Vernichtungslager sorgten. Mehrere dieser Spezialisten setzten ihre Bahnkarrieren in der Nachkriegszeit fort.

Am Ende des zweiten Waggons hängen die noch leeren, durch die Recherche von Schulen und anderen Organisationen zu füllenden Tafeln mit den Fotos und Biographien einzelner Kinder aus den Gemeinden und Städten entlang der Fahrstrecke.

Der Zug der Erinnerung hält auch eine Rechercheneinheit bereit: Computer und Handbibliothek laden zur Spurensuche ein. Hier besteht die Möglichkeit, über die Ausstellung zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen.

Näheres finden Sie auf der Informationsseite des "Zuges der Erinnerungen": www.zug-dererinnerung. eu/index.html


7. | :: Gemeinsam für Respekt, Toleranz und Demokratie. ::

UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE ARBEIT - FÖRDERN SIE UNS

Wir sind eine gemeinnützige Initiative von Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz und deswegen auch auf Sponsoren, Förderer und Spendengelder angewiesen - wir müssen Projektkosten, Fahrten, Druckkosten und vieles mehr bezahlen. Falls Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Fördern Sie uns und lassen Sie regelmäßig eine Spende von Ihrem Bankkonto abbuchen oder überweisen Sie eine einmalige Spende direkt auf unser Konto. Für eine regelmäßige Förderung laden Sie bitte das Formular (PDF-Format) (http://www.aktionzivilcourage. com/downloads/assets/spende.pdf) herunter, drucken es aus,tragen die entsprechenden Daten ein und senden es per Post oder Fax an unseren Verein. Für eine einmalige Spende finden Sie unsere Bankverbindung untenstehend. Natürlich senden wir Ihnen auf Wunsch auch eine Spendenquittung zu.

Ostsächsische Sparkasse Dresden | Kontonummer: 320 003 5608| BLZ: 850 503 00 | Empfänger: Aktion Zivilcourage e.V. | Zweck: "Spende"


8. | :: Presseschau ::

+++ Ostdeutschland: NPD will DVU im Osten verdrängen +++
+++ Grimma: Kirchgemeinde im Visier von Rechtsextremen +++
+++ Dolni Poustevna: Jugendliche feiern grenzenlos +++
+++ Sachsen: NPD paktiert mit Schlägertruppe +++
+++ Oberlausitz: Anschläge auf Imbiss-Buden +++


Quelle: taz, 25.04.2008

NPD will DVU im Osten verdrängen

NPD-Chef Voigt dringt erstmals auf eine Änderung der Wahlabsprache mit der rechtsextremen DVU - damit seine Partei in Thüringen zur Landtagswahl antreten kann. Und was sagt die Partei des Münchner Verlegers Frey? Sie schweigt erst mal dazu

Im rechtsextremen Spektrum droht eine weitere Machtverschiebung zugunsten der besonders radikalen NPD. Parteichef Udo Voigt verhandelt nach eigener Aussage mit dem Vorsitzenden der rechtsextremen DVU, Gerhard Frey, über Änderungen am sogenannten Deutschland-Pakt. In dem Bündnispapier haben beide Parteien vereinbart, bei Wahlen nicht gegeneinander anzutreten, und die Gebiete unter einander aufgeteilt.

Die Abmachung soll eigentlich bis 2009 gelten - doch bis dahin könnte der Vertrag in seiner aktuellen Version nur noch etwas fürs Archiv sein. "Der Deutschland-Pakt wird nachverhandelt hinsichtlich von Thüringen", sagte NPD-Chef Voigt der taz. Er versuche zu erreichen, dass die NPD bei der Landtagswahl antritt. Bisher war Thüringen dem Pakt zufolge DVU-Land.

Zur Reaktion des Münchner Kollegen Frey wollte Voigt nichts sagen. Und die Behauptungen des NPDMannes lassen sich erst mal schwer überprüfen - denn vom DVU-Chef selbst war auf Anfrage am Donnerstag keine Stellungnahme zu bekommen. In Sicherheitskreisen heißt es, die DVU halte zwar bisher an dem Bündnis mit der NPD fest, intern werde aber ebenfalls über dessen Ende nachgedacht. Die Thüringen-Wahl im Frühjahr 2009 gilt als entscheidender Punkt für die Zukunft des Pakts.

Bisher sieht der 2005 unterzeichnete "Deutschland-Pakt" vor, dass die NPD unter anderem in Thüringen und Brandenburg zugunsten der DVU auf eine eigene Kandidatur bei den Landtagswahlen verzichtet. In anderen Ländern tritt dafür die DVU zurück. So wollen die Rechtsextremen verhindern, dass sie sich Stimmen wegnehmen, und die Chancen auf den Sprung ins Parlament erhöhen.

"Der Bruderkampf ist eingestellt", heißt es vollmundig in der Präambel des Abkommens. Davon kann drei Jahre nach dessen Besiegelung keine Rede mehr sein. Die NPD-Basis macht seit Monaten Druck, die Abmachung für Thüringen zu kippen. Die DVU sei weder sachlich noch personell in der Lage, zur Landtagswahl im Frühjahr 2009 anzutreten, nörgelten Thüringer NPDler. Zuletzt stellte das NPDVorstandsmitglied Andreas Molau öffentlich den Wahlpakt in seiner aktuellen Form in Frage.

Diesem Druck hat Voigt nun offenbar nachgegeben - wohl auch, um seine Wiederwahl als NPD-Chef beim Bundesparteitag im Mai zu befördern. Laut Voigt wurden inzwischen diverse Gegenkandidaten vorgeschlagen, neben dem Schweriner NPD-Fraktionschef Udo Pastörs dessen Sprecher Molau sowie die Vorstände Holger Apfel, Sascha Roßmüller und Jürgen Rieger.

Voigt hatte in der Öffentlichkeit bisher strikt auf die Einhaltung des Wahlpaktes gepocht. Und einen offenen Streit mit der DVU scheint er auch weiter verhindern zu wollen. "Falls die Gegenseite die Änderungen nicht will, dann wird der Vertrag von uns auch eingehalten", sagte der NPD-Chef. Schließlich sei der Nutzen, den seine Partei aus dem Wahlbündnis als solchem ziehe, größer als der Gewinn, den einzelne Landtagswahlen der NPD bringen könnten.


Quelle: Sächsische Zeitung, Freitag, 25. April 2008

Kirchgemeinde im Visier von Rechtsextremen

Nach einem Friedensgebet für Demokratie und Zivilcourage ist die Kirchgemeinde Colditz-Lastau bei Grimma in das Visier von Rechtsextremen geraten.

Auf einer einschlägigen Internetseite tauchten Bild- und Tonaufnahmen von einer Veranstaltung Mitte April auf. Zum Friedensgebet waren nach Gemeindeangaben rund 40 Rechtsextreme im NPD-Wahlkampfbus vorgefahren und hatten in den hinteren Bänken der Kirche Platz genommen. Das Gelände sei daraufhin von der Polizei gesichert worden, zu Auseinandersetzungen kam es nicht.

Das jetzt im Internet zu sehende Video zeigt Fotos von den rund 100 Besuchern des Friedensgebetes, unterlegt mit Tonaufnahmen der Veranstaltung. Zu Beginn wird ein blutverschmiertes Satansgesicht eingeblendet. In Kommentaren bezeichnen Vertreter der rechtsextremen Szene die Aktion als "heldenhaften Sieg". Mit dem Friedensgebet wollte die Colditzer Kirchgemeinde ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. (epd)


Quelle: Sächsische Zeitung, Freitag, 25. April 2008

Jugendliche feiern grenzenlos

In Dolni Poustevna findet am Wochenende ein deutsch-tschechisches Festival statt.

Der Verein "Alternatives Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz" (Akubiz) aus Pirna sowie der Kinoclub Sebnitz-Dolni Poustevna veranstalten am Wochenende ein deutsch-tschechisches Jugendfestival. Es trägt den Titel "Across the border". Sämtliche Veranstaltungen finden in Dolni Poustevna im "Narodni dum" und auf dem daneben gelegenen Kleinfeld-Sportplatz statt, teilt Rainer Böhme, Chef des Kinoclubs, mit.

Den Auftakt bestreiten am Sonnabend bei einem Konzert Punkrock-Bands aus Varnsdorf und Rumburk sowie eine Überraschungsgruppe aus Meißen. Beginn ist 21 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro. Sportlich messen dann am Sonntag deutsche und tschechische Mannschaften bei einem Fußballturnier ihre Kräfte. Der Wettkampf beginnt 10 Uhr.

Anschließend führt das Projekttheater Dresden das Stück "Jagdzeit" auf. Die Figuren des Schaupiels sind in einem Grenzort angesiedelt. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Bürgern, die Jagd auf Ausländer machen, von denen sie glauben, bestohlen zu werden und einer Gruppe Jugendlicher, die ihre Eltern bestehlen, und alle quälen, die sich ihnen in den Weg stellen. Das Stück beschäftigt sich mit Parallelen in der Gruppendynamik zweier Generationen und dem Hass gegen Schwächere, Andersdenkende und Fremde. Das Stück beginnt 17 Uhr, Eintritt ist frei. (Von Thomas Möckel)


Quelle: taz vom 21.04.2008

Sachsens NPD paktiert mit Schlägertruppe

Die verbotene rechtsextreme Kameradschaft "Sturm 34" pflegte enge Verbindungen zu NPD-Größen. Ein Kreischef spannte die brutale Truppe etwa als Saalschutz bei einem Neonazi-Konzert ein. Auch um Linken "richtig vor die Glocke krachen" zu können

Zwischen der NPD in Sachsen und der 2007 verbotenen Schlägertruppe "Sturm 34" bestanden offenbar enge Verbindungen. Das geht aus Protokollen der Telefonüberwachung und von Zeugenaussagen hervor, die der taz vorliegen. Sie belegen, dass der damalige NPD-Kreisvorsitzende von Mittweida, Harald N., nicht nur engste Kontakte zu Tom W., dem Kopf von "Sturm 34", unterhielt, sondern ihn regelrecht zu Straftaten anstiftete.

Die im März 2006 gegründete Kameradschaft "Sturm 34" attackierte Linke oder Andersdenkende nicht nur in Mittweida, sondern im gesamten mittelsächsischen Raum. In einem derzeit am Landgericht Dresden laufenden Prozess sind fünf führende Mitglieder wegen gefährlicher Körperverletzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt.

Von der NPD wurde "Sturm 34" laut Telefonprotokoll planmäßig als Wachschutz für Veranstaltungen eingesetzt. So bat der Kreisvorsitzende N. Tom W. im Juli 2006, für ein Konzert der Liedermacher Annett und Michael den Saalschutz zu stellen. N. am Telefon wörtlich: "# wenn dann paar Zecken aufkreuzen, dass wir die erst mal vom Hals halten können, bis die Leute vom Saal runter sind und wir denen richtig vor die Glocke krachen können." Er werde den Staatsschutz anrufen und die Veranstaltung ankündigen. Die "Sturm 34"-Leute würden dann offiziell als Ordnungsdienst eingetaktet, sagte N. laut Protokoll weiter.

Auch bei einer sogenannten Demonstration gegen linke Gewalt in Rosswein soll Tom W. mit seinen Leuten dabei sein. Beim 2006 in Dresden-Pappritz stattfindenden Pressefest des NPD-Parteiorgans Deutsche Stimme sollen sie Flugblätter verteilen.

Auch die Aussagen eines Ex-NPD-Mitglieds gegenüber dem Chemnitzer Staatsschutz belasten NPDKreischef Harald N. und dessen Vorgänger Peter S. schwer. Auf einer Art Herrenabend im Dezember 2005 habe er den Eindruck gewonnen, dass beide "das Sagen hatten und Tom W. nur Befehlsempfänger gewesen ist", sagt der Zeuge. Wörtlich will er sich an den Ausspruch erinnern: "Tom, mach in Mittweida Unruhe, brüll ,Sieg Heil!' und schlag die Ausländer zusammen, stifte Unruhe!" Tom W. habe dagegen nie Widerspruch eingelegt und stets nur "Ja, mach ich, geht klar" geantwortet.

Aufschlussreich ist, wie "Sturm 34" im Freundeskreis des Zeugen eingeschätzt wurde: "Wenn man sich mit diesen Leuten anlegt, kommt man ins Krankenhaus, oder man kann hinterher nicht mehr aussagen", erzählte der Mann.

Die Landesspitze der sächsischen NPD hat auf die Verbindungen ihres Kreisverbands zu "Sturm 34" allergisch reagiert. Bei Prozessbeginn am 10. April war die Bande von ihr noch als "unpolitische Chaostruppe" bezeichnet worden, die von einem V-Mann des Staatsschutzes angestiftet würde.

Jetzt hat der Landesvorsitzende Winfried Petzold Harald N. erneut zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert, nachdem der zunächst jede Einflussnahme auf Tom W. bestritten hatte. "Mit solch einer Gurkentruppe wollen wir nichts zu tun haben", sagte NPD-Landeschef Petzold der taz.

Im Prozess vor dem Dresdner Landgericht spielten Verbindungen der Schlägertruppe zur NPD bislang keine Rolle. Die Linke-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz spricht inzwischen über "Sturm 34" vom "bewaffneten Arm der NPD" und verlangt von Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) in einer Landtagsanfrage Aufklärung. (VON MICHAEL BARTSCH)


Quelle: Sächsische Zeitung, 18.04.2008

Anschläge auf Imbiss-Buden - mutmaßliche Täter gefasst
Brände in der Oberlausitz wurden mit Vorsatz gelegt. Das Motiv war offenbar Fremdenfeindlichkeit.

Mehrere Brandanschläge hielten in der Nacht zum Donnerstag die Polizei in Atem. Vier Jugendliche im Alter von 19 und 20Jahren hatten einen Döner-Imbiss an der S148in Großschweidnitz und einen AsiaImbiss am Löbauer Nikolaiplatz angezündet. Dazu brannte auch in Dresden-Cossebaude ein Döner-Lokal. Hier gibt es laut Polizei bisher aber keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Anders in der Oberlausitz: Nachts gegen zwei Uhr klingelte die Polizei bei Mustafa Güneri und teilte ihm mit, dass auf seinen Imbisswagen in Großschweidnitz ein Anschlag verübt worden war. Die Polizei stellte eine mit Benzin gefüllte Bierflasche sicher.

Auch bei dem Anschlag in Löbau, gegen 2.40Uhr, war ein Brandbeschleuniger im Spiel. "Ich hörte einen Knall, und dann gab es eine große, gelbe Stichflamme", beschreibt Fred Atte. Der Pelzhändler schaut aus seinem Schlafzimmer direkt auf den Imbisswagen. Im entscheidenden Moment war er zufällig wach, griff kurzerhand zum Feuerlöscher und konnte so größeren Schaden verhindern. Dang Anh Tuyet vom Asia-Imbiss ist froh über die beherzte Nachbarschaftshilfe. Immerhin befanden sich in dem Imbisswagen Propangasflaschen. So blieb der Schaden auf die Wagenrückwand begrenzt.

Noch in der Nacht verhaftete die Polizei in Löbau vier Jugendliche, die augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen sind. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Wie Polizeisprecherin Petra Kirsch mitteilt, wurden in ihrem Auto Benzin, Farbspray, ein Baseballschläger sowie ein Ehrendolch der Waffen-SS gefunden. Mindestens zwei der Jugendlichen seien der Polizei bekannt und hätten bereits Haftstrafen verbüßt. Die Ermittlungen führt jetzt der Staatsschutz. Staatsanwalt Till Neumann wollte sich zu weiteren Einzelheiten gestern aber nicht äußern. Die laufenden Ermittlungen hätten Vorrang.

Wie der Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz informierte, seien die Tatverdächtigen gebürtige Löbauer. Buchholz verurteilte die Taten scharf und wollte gestern die Familie Tuyet besuchen. Die Familie lebt seit 1988 in Sachsen und betreibt den Asia-Imbiss seit 1994. Astrid Günther-Schmidt von den Grünen und Jens Thöricht (Die Linke) betonten, dass mehr gegen fremdenfeindliche Tendenzen getan werden müsse. Linke Gruppierungen haben für den morgigen Sonnabend zu einer Demonstration aufgerufen. (Von Gabriel Wandt)


Unsere Projekte 2008 werden u.a. gefördert & unterstützt durch: das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen",den Lokalen Aktionsplan Sächsische Schweiz, das "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend", den Landkreis Sächsische Schweiz, die Deutsche Post World Net, die Stadt Pirna, die AWO Sonnenstein gGmbH, die Amadeu-Antonio-Stiftung, die Friedrich Ebert Siftung, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Pirna, die Firmen www.4koepfe.de & www.computer-stephan.de sowie zahlreichen Spenderinnen & Spendern. Allen unser herzliches Dankeschön!

Die Aktion Zivilcourage ist unter VR 899 im Vereinsregister des Amtsgerichtes Pirna als Verein eingetragen.

Bankverbindung: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Kontonummer: 310 006 839 3 | BLZ: 850 503 00

Empfänger: Aktion Zivilcourage e.V.

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Sollte Ihnen unser Newsletter gefallen haben, bitten wir Sie herzlich, diesen Arbeitskollegen oder Freunden zu empfehlen. Unsere Newsletter wurde am Freitag, 25. April 2008 um 14:08:54 an 1986 Empfänger versandt.

28.04.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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