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Q: http://at.indymedia.org/node/9879
Rassistische Plakatkampagne in Salzburg
Date: 8.4.2008., 17:42
Name: gegen rassistische hetze - gegen rassistiche gesetze
Die FPÖ in Salzburg greift wieder in ihre rassistische Schmutzkiste und
hat eine "Frühjahrs-Plakataktion" gestartet, in der sie zu "Heimatliebe"
und "Einwanderungsstopp" aufruft. Laut Neue freie Zeitung stellt die
Kampagne "die Antwort auf die erst kürzlich angelaufene SPÖ-Aktion 'Heimat
lieben, Freiheit leben!' dar."
Landesparteiobmann Karl Schnell sprach davon, dass die FPÖ "keine leeren
Worthülsen" plakatieren würde - und stellt somit klar, dass der Weg zur
rassistischen Tat nicht ausgeschlossen wird.
In der Neuen Freien Zeitung ist zu lesen: "Die FPÖ habe in den vergangenen
Jahren mit zahlreichen Initiativen im Landtag ihre Heimatliebe bewiesen,
während die anderen Parteien vielfach die Probleme des Landes negiert
hätten. „Ich möchte nur an unsere Initiativen zur Kriminalitätsbekämpfung
oder dem Asylmißbrauch erinnern. Während wir auf die wachsenden Probleme
im Zusammenhang mit dem Zuzug hingewiesen haben, wurden wir von den
anderen Landtagsparteien, und darunter auch die SPÖ, nur belächelt.
Gelegentlich wurde uns auch Panikmache unterstellt. Jetzt, wo wir fast
täglich von Delikten lesen, in denen Fremde verwickelt sind, entdecken
plötzlich auch die Mitbewerber die Heimat", gibt der
FPÖ-Landesparteiobmann zu denken."
Mit dieser Aussage spielt der rassistische Politiker auf die - kaum
vorstellbare aber doch stattfindende - Zunahme von rassistischen Meldungen
in den österreichischen Medien an, die immer wieder von einer angeblichen
Zunahme der Kriminalität warnen. Als Schuldige werden immer wieder
AusländerInnen präsentiert - mit Foto, Nammensnennung und vor allem dem
Hinweis, dass es sich um AusländerInnen handelt.
Dazu ist zu sagen: Salzburg verfügt über eine rassistische Polizeitruppe,
deren Aufgabe es laut Ankündigung vor ca. einem Jahr ist, in
Zivilfahrzeugen mit Laptop unterwegs zu sein und pro Einsatztag 300 bis
400 Menschen zu durchsuchen und zu überprüfen. Schwerpunktmäßig sollen
diese Kontrollen in Lokalen, am Bahnhof, in Wohnungen und auf der Straße
sein. Bei der Verfolgung illegalisiert lebender Menschen können die
Beamten auf europäische Fahndungslisten zurückgreifen, die aller
Wahrscheinlichkeit aus dem Schengener Informationssystem stammen. (Anm:
Mir ist nicht bekannt, inwieweit die vor einem Jahr geplanten Razzien in
die Tat umgesetzt wurden - vielleicht weiß wer was dazu?)
Klar ist, dass die FPÖ sich wie immer als Opfer sieht, denn bei Themen wie
Sicherheit werde sie "von den politischen Mitbewerbern im großen und ganzen
im Stich gelassen". Doch so sehr in Stich gelassen dürfte sie angesichts
der gemeinsamen "Liebe" zumindest von der SPÖ - von der sich die FPÖ
abgrenzen will - nun doch nicht sein. Denn diese hat, wie die FPÖ selbst
zugibt, kein Problem damit, durch einen Aufruf zum "Heimat lieben" die
rassistische Stimmung zu verstärken ...
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