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Chronik rechtsextremer Gewalt 2007
- Quelle
- http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/gewaltchronik-2007/
Auf der Website gibt es zahlreiche Links zu Presseartikeln, die ich hier nicht eingefügt habe.)
Die nachfolgende Aufstellung wird ständig aktualisiert. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern vermittelt nur einen aktuellen Ausschnitt über öffentlich gemeldete rechtsextreme Gewalttaten. Die Chronik stützt sich auf der Redaktion vorliegenden Pressemeldungen und Berichte von Opferberatungsstellen, Polizeidienststellen, Leserinnen und Lesern u.a.m.
Mai 2007
Stadtgebiet mit rechtsextremer Propaganda übersät
Während des Monats Mai wurden im gesamten Stadtgebiet von Lugau im Landkreis Stollberg Aufkleber des rechtsextremen Patria-Versandes gesichtet. Hier kam es immer wieder zu systematischem "Zukleben" ganzer Straßen mit Aufklebern rechtsextremen Inhaltes. (Amal Sachsen >klick)
"Sturm 34"-Mitglied verübt Körperverletzung
Gegen 20.30 Uhr am 30.05.2007 wird in Rochlitz im Landkreis Mittweida einem 18-Jährigen auf dem Parkplatz des ehemaligen Plus-Marktes durch einen anderen Mann unvermittelt ein Faustschlag ins Gesicht versetzt. Dadurch geht das Opfer zu Boden, wo der Schläger noch mehrmals auf den jungen Mann eintritt. Anschließend flüchtet der Täter in Richtung Gärtnerstraße. Der 18-Jährige erleidet nach dem derzeitigen Erkenntnisstand Prellungen am Oberkörper. Als Tatverdächtigen ermittelt die Polizei einen 19-jährigen Rochlitzer. Die Staatsanwaltschaft beantragte am 01.06.2007 Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, welcher als Mitglied der verbotenen rechtsextremistischen Kameradschaft "Sturm 34" gilt. (Amal Sachsen >klick)
Alternativer Jugendlicher verletzt
Kurz vor Mitternacht kamen am 23.05.2007 in Naumburg fünf Hooligans auf eine Gruppe von elf alternativen Jugendlichen zugestürmt. Sie warfen mit Bierflaschen nach den Alternativen, die sofort flüchteten. Ein Jugendlicher blieb zurück und wurde über einen Mauerabsatz gestoßen und dann sofort mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass er zu Boden ging. Daraufhin setzte sich ein weiterer Angreifer auf den am Boden Liegenden und schlug ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Als der Betroffene seine Hände schützend vor seinen Kopf hielt, erhielt er mehrere Tritte gegen seinen Kopf und Oberkörper. Er erlitt Hämatome, Hautabschürfungen und eine blutende Gesichtsverletzung. Als nach ca. zehn Minuten die alarmierte Polizei eintraf, waren die Täter bereits wieder verschwunden. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)
Migrant in Erfurt bedroht
Am 22.05.2007 ist in Erfurt ein Mann mit Migrationshintergrund ist in der Friedrich Ebert Straße von zwei jungen Männern mit "offensichtlicher rechter Gesinnung" bedroht worden. Tätlichkeiten konnten verhindert werden, weil zwei Passantinnen couragiert eingriffen und die beiden Männer "lautstark auf Distanz hielten", von derartigen Reaktionen überrascht suchten die Beiden das Weite. (Mobit Thüringen >klick)
Zwei Jugendliche nach Angriff verhaftet
Ein 17jähriger wurde am 22.05.2007 in Erfurt-Daberstedt in der Häßlerstraße von zwei 16 und 17jährigen wegen seines T-Shirts verprügelt und leicht verletzt. Die alkoholisierten Täter störten sich an einem Aufdruck mit durchstrichenem Hakenkreuz. Das Opfer erstattete sofort Anzeige, weswegen die Täter sofort vorläufig festgenommen werden konnten. (Mobit Thüringen >klick)
Nauen: Angriff auf Mann aus Ghana
In Nauen haben in der Nacht zum 20.5. 2007drei Jugendliche einen 22jährigen Mann aus Ghana vor einer Diskothek attackiert und mit einem Messer verletzt. Dabei fielen auch rassistische Äußerungen Zwei Täter wurden vorübergehend festgenommen, der dritte stellte sich später der Polizei. (rbb-online, 20.5. >klick)
Erfurter Stadtwappen verunstaltet
In der Nacht des 19.05.2007 wurden in Erfurt aus dem Blumenbeet am Hang des Petersberges, welches das Erfurter Stadtwappen, ein Rad darstellt, Blumen so herausgerissen, dass ein Hakenkreuz sichtbar wurde. (Mobit Thüringen >klick)
Rechtsextremes Propagandamaterial verteilt
Am 19.05.2007 - in der Nacht zu Samstag - wurden im Löbauer Stadtgebiet Plakate und hunderte Flyer mit rechtsextremem Inhalt angebracht und verteilt. Die unbekannten Täter brachten die Flugblätter zum Teil auch unter Autoscheibenwischern an. (Amal Sachsen >klick)
Burgstädt: Neonazis zettelten Schlägerei nach Radiofest an
Das Versammlungsverbot scheint sie wenig zu stören: 50 Rechtsradikale, darunter fünf "Sturm 34"-Mitglieder, haben in Burgstädt auf einem Radiofest eine Massenprügelei angezettelt. In Rochlitz überfielen die Neonazis zwei Jugendclubs. (zs-online, 19.5. >klick)
Dortmund: Rechtsextreme treten auf Frau ein
Die Polizei hat Freitagnacht vier Männer der rechtsextremen Szene festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, kurz vor ihrer Festnahme in der Dortmunder Innenstadt zwei Männer und eine Frau aus der linken Szene beleidigt, geschlagen und die dann am Boden liegenden Opfer mit Fußtritten attackiert zu haben, so die Polizei. (dpa in der taz vom 19.5. >klick)
Rechte und Linke prügeln sich in Salzwedel mit der Polizei
Nach einem lautstarken Auftritt mutmaßlicher Rechtsradikaler und massiven Zusammenstößen mit Anhängern der linken Szene sind am Himmelfahrtstag in Salzwedel zwei Polizisten schwer verletzt worden. Die Beamten seien durch Flaschenwürfe "aus der Menge" von 80 Personen beider Lager getroffen worden, hieß es (epd in der taz, 19.5. >klick)
Festnahmen nach Hitlergruß auf Spielplatz
Polizisten nahmen Mittwoch in Berlin-Niederschöneweide einen 31-Jährigen auf einem Spielplatz an der Hasselwerderstraße fest. Der Mann hatte gegen 16 Uhr Steine auf zwei elf und 13 Jahre alte Jungen geworfen, ausländerfeindliche Parolen gerufen und den rechten Arm zum "Hitlergruß" erhoben. Diese Geste zeigte am Donnerstagabend auch ein 17-Jähriger am Mariendorfer. Er kam vorübergehend in Polizeigewahrsam. (Berliner Morgenpost 19.5. >klick)
Engagierte Stadträtin im Visier von Neonazis
Bereits zum vierten Male gab es einen Anschlag auf die Firma einer Stadträtin, die sich im Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimarer Land engagiert. Ihr Name tauchte mit Adresse auf einem von der Kameradschaft Apolda verteilten Flugblatt mit der Aufforderung auf, ihr die Meinung persönlich zu sagen. (Mobit Thüringen >klick)
Jugendliche in Jugendclub bedroht
Zwei Jugendliche treten maskiert und mit einem Totschläger sowie einem Holzstock bewaffnet am Jugendclub Frankenau auf und bedrohen die Jugendlichen beim Lagerfeuern. Es kommt zu keiner Gewalt, weil sich die Jugendlichen des JC nicht provozieren ließen, auch nicht, als einer sagte: "Wir mischen jetzt den Jugendclub auf". Die beiden Angreifer ziehen nach kurzer Zeit wieder ab. (Amal Sachsen >klick)
Gedenkstele, Büro und Ladenlokal beschmiert
In Dessau wurden die Gedenkstele zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten zerstörte Synagoge, das Haus, in dem sich das Büro des Dessauer Bündnisses gegen Rechts befindet, und die Strasse vor einem von Migranten betriebenen Callcenter mit Hakenkreuzen beschmiert. (Mitteldeutsche Zeitung, 15.05.2007 >klick)
Alternative Jugendliche von rechten Hooligans angegriffen
In den frühen Morgenstunden des 13.05.2007 wurde in Naumburg eine Gruppe von ca. 20 alternativen Jugendlichen von ca. 35 Hooligans angegriffen. Die Hooligans beschimpften die Alternativen u.a. als "Scheiß Zecken", schlugen und traten dann wahllos auf die Betroffenen ein und warfen mit Bierflaschen nach ihnen. Mehrere der angegriffenen Jugendlichen wurden dabei verletzt und mussten zum Teil ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die gerufene Polizei konnte noch am Tatort einige der Angreifer feststellen. Mehrere Betroffene erstatteten Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)
Punk am Bahnhof angegriffen
In den frühen Morgenstunden des 09.05.2007 wird ein junger Punk am Bahnhof von Bitterfeld von zwei augenscheinlich Rechten zuerst als "Scheiß Zecke" beschimpft, dann in eine Seitenstraße gezerrt und dort von beiden mit Faustschlägen attackiert. Als ein Freund des Betroffenen dazu kommt und verbal versucht die Angreifer zu stoppen, drohen sie ihm Schläge an und jagen ihn weg. Sie schlagen weiter auf den Punk ein, bis einer der beiden meint, dass es jetzt reiche und sie lieber gehen sollten bevor die Polizei kommt. Der Betroffene erleidet blutende Verletzungen im Gesichtsbereich, sowie eine Gehirnerschütterung. Er erstattet Anzeige. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)
"Sturm 34"-Mitglieder nach Versammlung verhaftet
Polizeibeamte stellten am Samstag, dem 12.05.2007 gegen 22.00 Uhr auf dem Tzschirnerplatz in Mittweida eine Ansammlung von 13 Personen fest, von denen sieben der verbotenen rechtsextremen Kameradschaft "Sturm 34" zuzuordnen waren. Diese zwei Frauen (beide 19) und fünf Männer (2 x 18, 21, 23 und 29) verbrachten die Nacht im Polizeigewahrsam in Chemnitz. Gegen sie wurde zudem von Amts wegen Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz erstattet. Den anderen sechs Personen sprachen die Beamten Platzverweise aus, denen nachgekommen wurde. (Amal Sachsen >klick)
KZ-Spruch an Sportanlage angebracht
In Bautzen sprühten in der Zeit vom 10.05.2007 bis 18.05.2007 Unbekannte mit schwarzer Farbe den Spruch "Arbeit macht frei" an einen Container neben einer Sportanlage. (Amal Sachsen >klick)
Hakenkreuze auf Spielplatz geschmiert
Am helllichten Tage wurden am 10.05.2007 in Görlitz auf einem Spielplatz mit roter Farbe rechtsextreme Symbole auf den asphaltierten Boden gesprüht. Ebenfalls mit roter Farbe wurde in der Nähe des Spielplatzes ein Hakenkreuz auf einen Papierkorb gesprüht. (Amal Sachsen >klick)
Ehrenmal beschmiert
In Berlin-Moabit wurde zum wiederholten Male die Gedenkstelle am Standort der Synagoge an der Levetzowstrasse mit einem Hakenkreuz beschmiert. Der letzte Vorfall dieser Art fand ende April statt. (Tageszeitung, 10.05.2007 >klick)
Ausländerbeirat bedroht
In Erfurt wurde der Vorsitzende des Ausländerbeirates der Stadt zunächst verbal angegriffen und beschimpft. Ein tätlicher Angriff konnte nur durch Eingreifen von Passanten verhindert werden. (Mobit Thüringen, 10.05.2007 >klick)
Gedenkstelle beklebt
In Brandenburg beklebten Unbekannte die Gedenkstelle für die von den Nationalsozialisten im Zuchthaus Ermordeten auf dem Marienberg mit Plakaten rechtsextremen und revisionistischen Inhaltes. (Märkische Allgemeine, 09.05.2007 >klick)
Mahnmal beschmiert
In Arnstadt beschmierten Unbekannte ein Mahnmal für Opfer des Faschismus. (Mobit Thüringen, 08.05.2007 >klick)
Türke verletzt
In Dresden wurde ein 26-jähriger Türke bei einem Angriff in der Straßenbahn von drei Rechtsextremisten schwer verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. (Tageszeitung, 08.05.2007 >klick)
Ermittlungen der Polizei nach rechten Schmierereien
Unbekannte schmierten am 07.05.2007 in Burgstädt im Landkreis Mittweida zwei Hakenkreuze und einen Schriftzug mit weißer Farbe auf die Wände eines Schuppens auf der Wittgensdorfer Straße. Die Polizei ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (Amal Sachsen >klick)
Sowjetische Ehrenmale geschändet
In Berlin wurden die Ehrenmäler zum Gedenken an die gefallenen sowjetischen Soldaten in Treptow und Lichtenberg mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. (Tageszeitung, 07.05.2007 >klick)
Polizisten auf Polizeiwache bedroht
Am Samstagabend, dem 06.05.2007 beschwerten sich in Rochlitz im Landkreis Mittweida Anwohner der Lindenstraße über Party- Lärm. Bei der daraufhin erfolgenden Polizeikontrolle widersetzte sich ein "pöbelnder 16- Jähriger". Dieser wurde mit auf die Polizeiwache genommen. Kurze Zeit später marschierten fünf junge Männer und Frauen vor dem Polizeirevier auf. Zunächst blockierten sie die Einfahrt. Schließlich gelangten sie in die Räume der Wache und verlangten die Freilassung ihres Freundes. Nach Angaben der Polizei gehören die Jugendlichen zum weiteren Umfeld des "Sturm 34". (Amal Sachsen >klick)
Punkerin in Quedlinburg geschlagen
In Quedlinburg befand sich Samstagnacht eine 19-jährige Punkerin auf dem Nachhauseweg, als ihr zwei Männer entgegenkamen. Die junge Frau wechselte deshalb extra die Straßenseite, aber einer der Männer stand plötzlich vor ihr und beschimpfte sie u.a. als Zecke. Er schlug ihr unvermittelt aufs Ohr. Die Betroffene erstattete Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)
Ortseingang verunstaltet
Rechtsextreme besprühen am 05.05.2007 zwei Ortseingangs-Stelen der Stadt Hoyerswerda mit der Parole "Frei, Sozial und National" (Amal Sachsen >klick)
Rechtsextreme Propaganda zum 08. Mai
Rechtsextreme verteilten nachts am 05.05.2007 in der Stadt Weißwasser im Oberlausitzkreis tausende Schriftzettel, deren Inhalte sich gegen das Gedenken zum 8.Mai richten. (Amal Sachsen >klick)
NPD-Standbetreiber greifen Passanten an
In Berlin-Hellersdorf wird am 05. 05 2007 laut einer Pressemeldung der Polizei vom 06.05. ein 67-jähriger Mann von den Betreibern eines NPD-Infostandes in der Stendaler Straße tätlich angegriffen und leicht verletzt. (Reach Out Berlin >klick)
Zwei rechtsgerichtete Personen festgenommen
In Zossen wurden drei linksorientierte Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren aus einer Gruppe von 8 rechtsgerichteten Personen heraus angegriffen und verletzt. Die Polizei nahm zwei der Angreifer fest. (Opferperspektive Brandenburg, 05.05.2007 >klick)
Revisionistische Parolen verteilt
Am Wochenende vor dem achten Mai, dem 04.05.2007 bis 06.05.2007 sprühten Unbekannte an mehreren Stellen der Stadt Hoyerswerda Parolen, die den achten Mai 1945 als Tag der Befreiung ablehnen. Auch in Zeißig wurde im gleichen Zeitraum der Spruch "8. Mai war keine Befreiung" an eine Wand gesprüht. (Amal Sachsen >klick)
Jugendlicher verletzt
Gegen 17 Uhr am 04.05.2007 wurde in Geringswalde im Landkreis Mittweida ein Jugendlicher von zwei Rechtsradikalen mit einer vollen Bierflasche verletzt. Sie zerschlugen die Flasche seinem Kopf. Durch die Schnittwunden blutüberströmt konnte er flüchten und einen Krankenwagen sowie die Polizei rufen. (Amal Sachsen >klick)
Rechtsextreme Propaganda
In der Stadt Zittau kam es Anfang Mai 2007 mehrfach zu rechtsextremen Propagandadelikten. Mehrfach wurden Papierzettel verteilt, deren Inhalt eine Sympathiebekundung für den verurteilten Neonazi Horst Mahler darstellt. Ebenso tauchten in diesem Zeitraum rechtsextreme Farbschmierereien auf, die zum Teil im Bezug zu einer rechtsextremen Internetseite standen. (Amal Sachsen, 04.05.2007 >klick)
Anschläge auf politische Institutionen
In Sömmerda beschmierten Rechtsextremisten am 03.05.2007 die Geschäftsstelle der Linkspartei.PDS sowei das Privathaus des Bürgermeisters. Außerdem legten sie hinter dem Rathaus ein Feuer mit Linkspartei.PDS-Plakaten. (Mobit Thüringen >klick)
Schule beschmiert
Am 02.05.2007 schmierten in Limbach-Oberfrohna im Landkreis Chemnitzer Land Unbekannte vier Hakenkreuze, jedes ca. 45 cm groß, sowie einen Schriftzug mit verfassungswidrigem Inhalt an eine Wand einer Schule auf der Pleißaer Straße. (Amal Sachsen >klick)
Hakenkreuz in Görlitz
In den späten Abendstunden des 02. 05.2007 malten in Görlitz Unbekannte ein Hakenkreuz an die Fassade eines alten Kiosks und schlugen eine Scheibe ein. (Amal Sachsen >klick)
Jugendzentrum aus rechtsextremem Aufzug heraus angegriffen
Ca. 150 Personen des rechten Spektrums sammelten sich in Rosswein im Landkreis Döbeln am 01.05.07, gegen 12.00 Uhr, mit ca. 40 Fahrzeuge auf dem Parkplatz des "Lidl" - Supermarktes und formierten sich zu einen Aufzug. Sie marschierten vom Parkplatz, über die Goldbornstraße, Dresdener Straße weiter zum Marktplatz. Als die Demonstranten sich in Höhe des Jugendhauses in der Goldbornstraße befanden, warfen unbekannte Personen aus dem Zug der Demonstranten heraus Steine in Richtung des Jugendhauses, dadurch wurden vier Scheiben von zwei Fenstern eingeschlagen und eine Tischtennisplatte zerstört. Personen wurden nicht verletzt. Während des Aufzuges führten sie Fahnen und Spruchbänder mit sich. Aufgrund des Eintreffens von Polizeibeamten begaben sie sich vom Markt zurück zu ihren Fahrzeugen und fuhren in verschiedenen Richtungen weg. (Amal Sachsen >klick)
Beamtin bei ungenehmigtem Aufmarsch Rechtsextremer geschlagen und verletzt
Auf dem Neumarkt in Oschatz kam es am 01.05.2007 gegen 14.30 Uhr, zu einer spontanen Kundgebung von ca. 100 bis 150 Personen des rechten Spektrums. Die Teilnehmer führten ca. zehn Fahnen bzw. Spruchbänder mit sich. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte des Polizeireviers Oschatz bewegten sich die Personen in Richtung Altmarkt, über die Lutherstraße in Richtung B 6 und weiter in Richtung der Theodor-Körner-Straße. Gegen 15.15 Uhr wurde die Demonstranten in Höhe der Kreuzung Theodor-Körner- Str./Promenade, unmittelbar vor den Polizeirevier Oschatz durch die Kräfte der Bereitschaftspolizei gestoppt. Ein unbekannter Mann setzte sich auf die Motorhaube eines Funkstreifenwagens, daraufhin stieg eine Beamtin aus dem Fahrzeug und erhielt von dieser Person einen Schlag ins Gesicht, wodurch sie leicht verletzt wurde. (Amal Sachsen >klick)
Antifaschisten von Rechtsextremen angegriffen
Fünf Antifaschisten wurden am 01.05.2007 auf dem Bahnhof Halberstadt beim Verlassen des Zuges von einer Gruppe von vier bis fünf Personen des rechten Spektrums angegriffen. Die Nazis bespuckten zuerst die Betroffenen, begossen sie dann mit Bier und warfen schließlich mit Bierflaschen nach ihnen. Die Antifaschisten flüchteten sich in den Zug zurück. Dabei wurde eine 19-Jährige getreten. Die Angreifer versuchten die Betroffenen in den Zug zu verfolgen, schlugen und traten von außen gegen die Tür, skandieren dabei "Heil Hitler" und zeigten den Hitlergruß. Die Betroffenen erstatteten bei der vom Bahnhofspersonal gerufenen Polizei Anzeige. (Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt >klick)
Zusammengestellt von Silke Dürrhauer, Doreen Karger, Holger Kulick, Simone Rafael, Dominik Schenkel, Madeleine Warsitz.
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