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Newsletter vom 26.02.2010 - Bedingungslos zur Verfügung
HAMBURG (Eigener Bericht) - Anlässlich einer Preisverleihung der
Alfred Toepfer Stiftung an diesem Wochenende werden neue Proteste
gegen die Organisation laut. Die Stiftung will ihren "Kairos-Preis" an
einen Schriftsteller aus Island verleihen. Kritiker weisen darauf hin,
dass der Stiftungsgründer, der während der NS-Zeit ein Netzwerk bis in
höchste SS-Kreise unterhielt, im Jahr 1942 einen Preis seiner
Organisation an Georg Leibbrandt habe vergeben wollen. Leibbrandt war
in die systematische Vernichtung der Juden involviert und ein
Teilnehmer der berüchtigten Wannsee-Konferenz. Die Stiftung, die lange
scharfer Kritik ausgesetzt war, sie arbeite ihre NS-Vergangenheit
nicht angemessen auf, beginnt inzwischen auf die Kritik zu reagieren
und räumt etwa Unterstützungsleistungen des Gründers für NS-Täter ein,
die maßgebliche Verantwortung für den Holocaust trugen. Ihre
Stipendiaten und Preisträger nutzt die Stiftung, um ein europaweites
Netzwerk aufzubauen. Als Tagungszentrum steht unter anderem ein
norddeutscher Gutshof zur Verfügung, der in den 1930er Jahren als
Zufluchtsort für Mitglieder der verbotenen österreichischen NSDAP und
für tschechoslowakische ("sudetendeutsche") Befürworter eines
Anschlusses der "Sudetengebiete" an das Deutsche Reich diente.
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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57748
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