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http://www.zeit.de/online/2008/23/guntersblum-prozess?page=all
"Wir machen die Neger platt"
Von Heike Kleffner und Peter Jülich | + ZEIT online 30.5.2008 - 11:20 Uhr
Freitag wird in Mainz das Urteil über fünf Angeklagte gesprochen, die auf
einem Weinfest in Rheinland-Pfalz einen Sudanesen und einen Ägypter
zusammenschlugen. Nun fürchtet eines der Opfer, dass der rassistische
Tathintergrund ausgeblendet wird
Zwei Narben trägt Bob L. im Gesicht, eine neben dem linken, eine neben
dem rechten Auge. "Sie erinnern mich daran, dass ich zwei Mal von Rechten
angegriffen wurde", sagt der 27-Jährige aus dem Sudan. Seit acht Jahren
lebt Bob L. in Rheinland-Pfalz als anerkannter Flüchtling. "Deutschland
hat mir Schutz gegeben vor dem Krieg und der Verfolgung im Sudan. Dafür
bin ich dem Staat und der Gesellschaft immer dankbar gewesen," sagt er.
Dann schweigt Bob L. einen Moment und sagt sehr leise: "Diese Sicherheit
habe ich nicht mehr, seit ich in Guntersblum war."
Mehr unter obiger URL
Außerdem in der ZEIT:
Zum Thema
ZEIT online 2008: Die braune Gefahr
Wie bedrohlich ist der Rechtsextremismus in Deutschland? Wie kann man ihn bekämpfen? Hintergründe, Reportagen, Kommentare [...]»
http://www.zeit.de/themen/deutschland/rechtsextremismus/index
Netz gegen Nazis
Mit Rat und Tat
Rechtsextremismus geht alle an, nicht nur die, die unmittelbar davon betroffen sind. Deswegen startete die ZEIT im April mit vielen Partnern die Aktion »Netz gegen Nazis - mit Rat und Tat«. Die Online-Plattform soll ein breites Publikum ansprechen, alle nämlich, die im Alltag auf irgendeine Form des Rechtsextremismus stoßen und ihm hilflos gegenüberstehen.
Das Angebot besteht aus zwei Teilen, »Wissen« und »Handeln«. »Wissen« bietet Informationen, zeigt Strukturen, Akteure und die Versatzstücke rechter Ideologie. »Handeln« soll Tipps geben, wie man mit dem kleinen, dem scheinbar harmlosen Rechtsextremismus im Alltag umgehen kann: Was tun, wenn der bierselige Onkel auf der Familienfeier plötzlich bestreitet, dass es den Holocaust gegeben hat? Wie geht man mit rechts-extremen Parolen am Arbeits-platz, im Freundeskreis, im Sportverein um? Natürlich geben Experten Tipps für solche Fälle - vor allem aber soll »Netz gegen Nazis« eine Plattform für Diskussionen, für den Austausch der Nutzer untereinander sein.
Initiatoren
Mitinitiatoren des »Netzes gegen Nazis« sind der Deutsche Fußball-Bund, die Deutsche Fußball Liga, der Deutsche Olympische Sportbund, der Deutsche Feuerwehrverband mit der Deutschen Jugendfeuerwehr und das ZDF. Außerdem beteiligen sich StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ als Partner an diesem Projekt.
Opferberatung
Opfer rechter Gewalt können sich in den Bundesländern an verschiedene Stellen wenden. Etwa:
www.mobile-opferberatung.de (Sachsen-Anhalt)
www.reachoutberlin.de (Berlin)
www.amal-sachsen.de (Sachsen)
Infos zum Thema
Internet:
»Endstation rechts« beobachtet unter anderem die NPD-Fraktion im Schweriner Landtag. Genau wie bei »Schöner leben ohne Nazi-läden« finden sich hier auch Informationen zu den Auseinandersetzungen um den Laden East Coast Corner in Rostock.
Informationen über Neonazi- Aktivitäten in ganz Deutschland liefert unter anderem Indy-media.
Bücher:
Fabian Virchow, Christian Dornbusch (Hrsg.): »88 Fragen und Antworten zur NPD«, Wochenschau-Verlag
Andrea Röpcke, Andreas Speit (Hrsg.): »Neonazis in Nadel-streifen - Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft«, Ch. Links Verlag
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