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NDR Info: NPD-Spitzenkandidat plant Immobilienerwerb für
Schulungszentrum in Niedersachsen Zitate aus der Meldung frei bei
Nennung "NDR Info"
Hamburg (ots) -
Der Spitzenkandidat der rechtsextremistischen NPD in
Niedersachsen, Andreas Molau, hat Informationen von NDR Info
bestätigt, wonach er auch in Niedersachsen ein rechtes
Schulungszentrum im Stile einer Waldorfschule gründen will. Ein
entsprechendes Objekt in Südniedersachsen werde demnächst in
Augenschein genommen, sagte der 39-Jährige NDR Info. Als Geldgeber
will er Finanziers vor allem in Kreisen älterer NPD-Mitglieder
gewonnen haben. Niedersachsens Verfassungsschutz erklärte dazu, man
habe keine konkreten Hinweise auf Kaufaktivitäten des
NPD-Spitzenkandidaten. Die Sprecherin des Landesamtes für
Verfassungsschutz, Maren Brandenburger, sagte NDR Info, dass in der
"Gesamtbetrachtung von Molaus Vorgehen solche Aktivitäten allerdings
nicht gänzlich ausgeschlossen werden können". Konkrete Hinweise auf
finanziell potente Geldgeber an der Seite Molaus gebe es nicht, sagte
Brandenburger. Zwar komme die NPD selbst als Finanzier kaum in Frage,
es sei aber nicht ausgeschlossen, dass Molau versuchen könnte, das
benötigte Geld über Spenden und Erbschaften von Gesinnungsfreunden zu
beschaffen.
Molau hatte in der vergangenen Woche den Erwerb eines rund 20
Hektar großen ehemaligen Obsthofes im brandenburgischen Rauen
bestätigt. Er will dort ein "Ferien- und Schulungszentrum im Stile
einer Waldorfschule" gründen. Der Bund der Waldorfschulen hat Molau
die Verwendung des Begriffes "Waldorfschule" mittlerweile untersagt.
Molau selbst war von 1996 bis 2004 als Lehrer an der Waldorfschule in
Braunschweig tätig, bis ihm wegen rechtsextremistischer Aktivitäten
gekündigt wurde. Niedersachsens Verfassungsschutz bezeichnet Molau
als "Rechtsextremisten, der seine Fremdenfeindlichkeit hinter einer
Fassade von Ethnopluralismus" verberge.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefan Schölermann,
Reporter-Pool NDR Info, Tel. 040 / 4156-3045.
6. August 2007/RC
Originaltext: NDR Norddeutscher Rundfunk
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