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Lausitzer Rundschau: Rechtsextremismus in der Lausitz Dicke Bretter
bohren
Cottbus (ots) - Rechtsextremismus kommt immer dann ins Gespräch,
wenn Ausländer angegriffen oder Gedenksteine geschändet werden und
wenn braune Aufmärsche stattfinden. So wie jüngst in Cottbus regt
sich dann dagegen auch öffentlicher Protest. Das ist gut und wichtig,
doch es reicht nicht aus gegen Nazis zu sein.
Der erklärte Feind aller Rechtsextremisten, ob mit oder ohne
Parteibuch, ist die Demokratie. Sie wird von ihnen systematisch
verhöhnt und in den Dreck gezogen.
Deshalb braucht die Demokratie trotz aller Unvollkommenheit aktive
Verteidiger. Denn wer aus einer inneren Überzeugung Demokrat ist, der
ist immun gegen totalitäre Heilsversprechen. Der kann auch einem
NPD-Funktionär ganz unaufgeregt verbal Paroli bieten, wenn der in
Cottbus, Spremberg, Herzberg oder Hoyerswerda versucht, ihm ein
Flugblatt in die Hand zu drücken. Wenn er dann noch Rückhalt von
Politikern bekommt, die in der Lage sind, bei öffentlichen Debatten
auftauchende Rechtsextremisten mit rhetorischer Brillanz in die
Schranken zu weisen, ist viel gewonnen.
Die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus ist mühsam, wie das
Bohren dicker Bretter. Eine schnelle und einfache Lösung des Problems
gibt es nicht. Jedenfalls nicht in einer demokratischen Gesellschaft.
Originaltext: Lausitzer Rundschau
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