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MM + RNZ zur Mannheimer Hausbesetzung

Mannheimer Morgen online:
Hausbesetzer beschäftigen Polizei
Friedliche Protestaktion am Verbindungskanal Linkes Ufer
Was ganz unspektakulär am ersten Weihnachtsfeiertag begann, endete gestern Abend mit einer ebenso friedlichen Demonstration von Sympathisanten im Beisein
der Polizei. Zwischendurch hatte eine Gruppe von Hausbesetzern für ein wenig Unruhe im Jungbusch gesorgt. Am 25. Dezember bemächtigten sich die Aktivisten des leer stehenden Gebäudes der ehemaligen Umzugsfirma ASH am Verbindungskanal Linkes Ufer, Haus Nummer 20.
...Rest ist nur Abonnenten der Zeitung online zugängig...vielleicht hat ja wer die Printausgabe?

Rhein-Neckar-Zeitung (online)
Hausbesetzung mit Polizeibeobachtung
leo. Eine bislang unbekannte Anzahl junger Leute hat seit dem ersten Weihnachtsfeiertag das ehemalige Gebäude der selbstverwalteten Umzugsfirma ASH am
linken Ufer des Verbindungskanals im Stadtteil Jungbusch besetzt und dies auch
mit einem schwarzen Tuch mit der Aufschrift "Besetzt" rein äußerlich dokumentiert. Mit der Aktion, die eine Streife der Wasserschutzpolizei in der Nacht
zum Sonntag entdeckte und die Kollegen vom Polizeipräsidium benachrichtigte, wollen die Besetzer"auf die Umstrukturierung und Luxussanierung im Jungbusch"
aufmerksam machen. Dabei werden die Pläne der Stadt, mit der Ansiedlung von Popakademie und Musikpark den Stadtteil aufzuwerten, heftigst kritisiert. Durch solche Projekte werde künftig bisher bezahlbarer Wohnraum nicht mehr zu
finanzieren sein.
Seit 4 Uhr am Sonntagmorgen kontrolliert die Polizei das besetzte Gebäude, ohne allerdings einzugreifen oder gar zu räumen. Hier sollen erst Gespräche mit dem Besitzer am heutigen Montag - nach nicht bestätigten Angaben handelt es
sich dabei um die Deutsche Bahn AG - abgewartet werden. Von denjenigen, die das Haus verlassen wollen, werden zunächst die Personalien festgestellt, des Weiteren werden sie anschließend nicht mehr ins Haus gelassen. Weitere Leute,
die in das Gebäude hinein wollen, werden am Zugang gehindert und aufgefordert, den Ort zu verlassen.
Bewegung in die Szenerie kam am gestrigen Sonntagnachmittag, als rund 50 Demonstranten vor dem Gebäude nicht nur lautstark ihre Solidarität mit den Hausbesetzern bekundeten, sondern auch mit Nahrungsmitteln, Wasser und Haushaltstüchern angerückt waren. Diese wurden dann unter den Augen der Polizei von den
Besetzern an einem Seil hochgezogen. Mit Plakaten mit der Aufschrift "Freiraum statt Leerstand" oder "Soziale Zentren sanieren das Zusammenleben" untermauerten die Demonstranten ihre friedliche Absicht.
http://www.rnz.de/

29.12.03    Infotelefon Garfield <infotelefon.garfield@gmx.de>
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