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## Nachricht vom 19 Dec 03 weitergeleitet
## Ursprung : /NM/OTS/POLITIK
## Betreff : ots: Ausstellung zu NS-Geschichte des Flick-Imperiums in Berlin
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Ausstellung zu NS-Geschichte des Flick-Imperiums in Berlin
Berlin (ots) - Der Förderverein Dokumentation Zwangsarbeit stellte
auf einer Pressekonferenz sein Konzept einer Dokumentarausstellung
über das Thema Zwangsarbeit im Dritten Reich, speziell in den Firmen
des Flick-Imperiums, vor.
Parallel zur Ausstellung der Kunstsammlung von Friedrich Christian
Flick, der sogenannten Flick-Collection, die voraussichtlich ab
September 2004 in der "Rieck"-Halle neben dem Kunstmuseum "Hamburger
Bahnhof" in Berlin gezeigt werden soll, will der "Förderverein
Dokumentation Zwangsarbeit" eine wissenschaftlich fundierte,
sachliche und politisch ausgewogene Dokumentation erstellen.
"Die öffentliche Darstellung und unkritische Feier des Projekts
Flick-Collection ist geeignet, einer Verdrängung der Taten des
Kriegsverbrechers Flick Vorschub zu leisten.", so der
Vereinsvorsitzende Armin Huttenlocher - als Stellvertreterin amtiert
Lea Rosh. Ein differenzierender Gegenpol sei dringend erforderlich.
Ziel der Dokumentarausstellung soll deshalb sein, die Frage zu
erörtern, in welcher Form deutsche Großunternehmen während des
nationalsozialistischen Regimes vom Einsatz von Zwangsarbeitern
profitiert haben. Der Flick-Konzern soll dabei das zentrale Beispiel
sein, aber nicht allein stehen.
Der Verein strebt eine Räumlichkeit in unmittelbarer Nähe zum
Hamburger Bahnhof und zur "Rieck"-Halle an. Die Kosten der
Ausstellung (wissenschaftliche Ausarbeitung, konzeptionelle und
technische Umsetzung, Herstellung der Räume, Miete und laufende
Kosten für die ersten 12 Monate) kalkulieren die Initiatoren auf ca.
500.000 Euro.
Als Modell zur Finanzierung schlagen die Initiatoren eine PublicPrivate
-Partnership vor. Dabei soll die Anschubfinanzierung im
Wesentlichen durch öffentliche Gelder zur Verfügung gestellt, die
weiteren Kosten - die Dokumentarausstellung soll in jedem Fall so
lange gezeigt werden wie die Flick-Collection zu Gast in Berlin ist,
zunächst also für mindestens sieben Jahre - sollen durch Spenden und
privates Sponsoring abgedeckt werden.
Ausdrücklich so betonen die beiden Vorsitzenden des Fördervereins
Dokumentation Zwangsarbeit, "soll das Konzept der Ausstellung als
ein Angebot zum Dialog verstanden werden: Mit dem kulturell und
politisch Verantwortlichen ebenso wie mit dem Kunstsammler Friedrich
Christian Flick und, selbstverständlich, der interessier-ten
Öffentlichkeit."
ots Originaltext: 'Förderverein Dokumentation Zwangsarbeit
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53206
- Pressekontakt
- Armin Huttenlocher
1.Vorsitzender des Fördervereins Dokumentation Zwangsarbeit e.V.
Telefon: 0172 - 684 93 32
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