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Ausstellung zu NS-Geschichte des Flick-Imperiums in Berlin

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## Betreff : ots: Ausstellung zu NS-Geschichte des Flick-Imperiums in Berlin ## Ersteller: ots.e-mail@presseportal.de (ots.e-mail)
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Ausstellung zu NS-Geschichte des Flick-Imperiums in Berlin

Berlin (ots) - Der Förderverein Dokumentation Zwangsarbeit stellte auf einer Pressekonferenz sein Konzept einer Dokumentarausstellung über das Thema Zwangsarbeit im Dritten Reich, speziell in den Firmen des Flick-Imperiums, vor.

Parallel zur Ausstellung der Kunstsammlung von Friedrich Christian Flick, der sogenannten Flick-Collection, die voraussichtlich ab September 2004 in der "Rieck"-Halle neben dem Kunstmuseum "Hamburger Bahnhof" in Berlin gezeigt werden soll, will der "Förderverein Dokumentation Zwangsarbeit" eine wissenschaftlich fundierte, sachliche und politisch ausgewogene Dokumentation erstellen.

"Die öffentliche Darstellung und unkritische Feier des Projekts Flick-Collection ist geeignet, einer Verdrängung der Taten des Kriegsverbrechers Flick Vorschub zu leisten.", so der
Vereinsvorsitzende Armin Huttenlocher - als Stellvertreterin amtiert Lea Rosh. Ein differenzierender Gegenpol sei dringend erforderlich.

Ziel der Dokumentarausstellung soll deshalb sein, die Frage zu erörtern, in welcher Form deutsche Großunternehmen während des nationalsozialistischen Regimes vom Einsatz von Zwangsarbeitern profitiert haben. Der Flick-Konzern soll dabei das zentrale Beispiel sein, aber nicht allein stehen.

Der Verein strebt eine Räumlichkeit in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Bahnhof und zur "Rieck"-Halle an. Die Kosten der
Ausstellung (wissenschaftliche Ausarbeitung, konzeptionelle und technische Umsetzung, Herstellung der Räume, Miete und laufende Kosten für die ersten 12 Monate) kalkulieren die Initiatoren auf ca. 500.000 Euro.

Als Modell zur Finanzierung schlagen die Initiatoren eine PublicPrivate -Partnership vor. Dabei soll die Anschubfinanzierung im Wesentlichen durch öffentliche Gelder zur Verfügung gestellt, die weiteren Kosten - die Dokumentarausstellung soll in jedem Fall so lange gezeigt werden wie die Flick-Collection zu Gast in Berlin ist, zunächst also für mindestens sieben Jahre - sollen durch Spenden und privates Sponsoring abgedeckt werden.

Ausdrücklich so betonen die beiden Vorsitzenden des Fördervereins Dokumentation Zwangsarbeit, "soll das Konzept der Ausstellung als ein Angebot zum Dialog verstanden werden: Mit dem kulturell und politisch Verantwortlichen ebenso wie mit dem Kunstsammler Friedrich Christian Flick und, selbstverständlich, der interessier-ten Öffentlichkeit."

ots Originaltext: 'Förderverein Dokumentation Zwangsarbeit Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53206

Pressekontakt
Armin Huttenlocher 1.Vorsitzender des Fördervereins Dokumentation Zwangsarbeit e.V. Telefon: 0172 - 684 93 32
20.12.03    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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