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Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt Kompromiss zum Bahn-Börsengang
Berlin (ots) - Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt den heute
bekannt gegebenen Kompromiss der Bundesregierung zum Börsengang der
Deutschen Bahn AG. "Der Kompromiss ist eine echte Chance des
Unternehmens Deutsche Bahn zur Weiterentwicklung," erklärt der
Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes PRO BAHN, Karl-Peter Naumann.
"Der Kompromiss wahrt allerdings auch das berechtigte Interesse des
Staates, Herr über das Schienennetz zu bleiben, das mit
Milliardenbeträgen aus Steuermitteln unterhalten und ausgebaut wird.
Wir hoffen, dass die heute verkündete Entscheidung, dass das
Schienennetz weiterhin dem Staat gehören soll, keine faule
Kompromissformel mit beliebig auslegbarem Inhalt ist."
Nach dem heute verkündeten Kompromiss soll die Deutsche Bahn das
Schienennetz auch weiterhin bewirtschaften. "Aus Verbrauchersicht
wäre eine Lösung, die gegenüber Wettbewerbern absolut neutral ist,
besser, aber die DB hat jetzt die Chance, zu beweisen, dass sie das
Netz effizient und offen für andere Eisenbahnverkehrsunternehmen
bewirtschaften kann. Es kommt bei der weiteren Ausgestaltung darauf
an, sicherzustellen dass in den Regionen auch andere Unternehmen zur
Verwaltung der Schienen eingesetzt werden können, wenn sie das besser
als ein Großkonzern leisten können."
Der Fahrgastverband PRO BAHN hatte als erster Verband dem
Deutschen Bundestag im Jahre 2000 anlässlich der "Zwischenbilanz der
Bahnreform" den Vorschlag unterbreitet, das Grundeigentum des
Schienennetzes beim Bund zu lassen und der DB die Bewirtschaftung auf
vertraglicher Basis zu übertragen.
"Wir sind froh, dass dieses Konzept, mit dem der Fahrgastverband
PRO BAHN damals ganz allein stand, Wirklichkeit werden soll", erklärt
der verbraucherpolitische Sprecher des Fahrgastverbandes Joachim
Kemnitz, der damals diesen Vorschlag vor dem Verkehrsausschuss des
Bundestages unterbreitete.
Originaltext: PRO BAHN e.V. Bundesverband
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- Pressekontakt
- PRO BAHN Bundesverband
Karl-Peter Naumann, Bundesvorsitzender, 0172-2673784
Hartmut Buyken, Pressesprecher, 0170-9154784
Joachim Kemnitz, Verbraucherpolitischer Vorstand, 0173-/4736354,
Festnetz 040-5226702
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