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Bonn/Berlin – Deutschland ist bekanntlich Export-Weltmeister. Doch diesen
Titel verdankt das Land nicht nur dem freier Spiel des Marktes. Ohne
staatliche Absicherungen wären deutsche Exporte in bestimmte Länder und
Regionen ein Vabanque-Akt, der die Unternehmen teuer zu stehen kommen
könnte. Die staatlichen Hermes-Bürgschaften bieten „Sicherheit im
russischen Roulette“, schreibt die Financial Times Deutschland (FTD)
http://www.ftd.de. Für deutsche Unternehmen sei es seit diesem Jahr
leichter, Geschäfte in Russland zu machen. Der Staat biete nämlich jetzt
auch für Exportgeschäfte, die in Russland bezahlt werden sollen,
staatliche Bürgschaften. Damit könnten deutsche Firmen den Markt besser
erschließen. „Bisher profitierten sie kaum von der guten Auftragslage im
boomenden Russland, weil russische Städte oder Regionen nur in Russland
zahlen dürfen. Diese Geschäfte ließen sich staatlich nicht absichern“, so
die FTD.
Seit Sommer 2006 habe der Bund das Risiko für zwei Exportgeschäfte in
Rubel übernommen. Vor allem für Großprojekte in Schwellenländern und
Krisenregionen seien die Hermes-Deckungen unverzichtbar. Dabei spiele der
Mittelstand eine immer wichtigere Rolle. Drei von vier Deckungsanträgen
würden von diesen Unternehmen gestellt. „Ohne Hermes wären die deutschen
Exporteure im internationalen Vergleich massiv benachteiligt, weil in
allen wichtigen Industriestaaten staatliche Institutionen die Exporte
absichern“, sagte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes
mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de, der FTD. Der
Mittelstandspräsident ist mit den Änderungen zufrieden: „Die
Erleichterungen helfen dem Mittelstand, Liquiditätsspielräume zu gewinnen
und so die Exportchancen weiter zu verbessern.“
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