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Buchrezension
Serge Paugam: Die elementaren Formen der Armut.
Hamburger Editionen, Hamburg 2008, 336 S., 30 Euro
Text aus amnesty journal Mai 2008 von N.N.
Formen der Armut
Inwiefern lässt sich die Armut in Frankreich mit der in Deutschland
vergleichen, die Armut in den Städten mit der auf dem Land? Solchen
Fragen geht das Buch nach, dem eine zehn Jahre währende internationale
Studie zugrunde liegt. Der französische Soziologe Serge Paugam benennt ein
entscheidendes Problem der Armutsforschung, nämlich die »Unmöglichkeit, ein
für alle Mal eine absolute Armutsschwelle zu definieren«. Er erläutert die
diversen Ansätze zur Messung der Armut, den monetären, den subjektiven und
den Lebenslagenansatz. Mit dem Soziologen Amartya Sen teilt er die Ansicht,
dass Armut etwas mit der »Frage gesellschaftlicher Minderwertigkeit« zu tun
habe. Aber je weiter er sich in die soziologische Diskussion vertieft, umso
unerquicklicher wird die Lektüre für den Laien. Sicherlich richtet sich das
Buch vor allem an Vertreter des Fachs; für eine Veröffentlichung wäre es aber
von Vorteil gewesen, einen besser zugänglichen Rahmen zu schaffen.
- Quelle
- amnesty journal, 05/2008, Formen der Armut von N.N., S. 39
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