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PRESSEMITTEILUNG
Göttingen/Arbil, den 19. Dezember 2007
Nach türkischen Luftangriffen mindestens 286 kurdische Familien auf
der Flucht
Mindestens 286 kurdische Familien in den nordirakischen Kandilbergen
sind nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) seit
den türkischen Luftangriffen am vergangenen Wochenende auf der
Flucht. Dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR
zufolge sind dies bis zu 1800 Menschen. Durch die Bombardements
wurden zwei Frauen getötet und mindestens vier Menschen verletzt.
Außerdem wurden 170 Schafe und Ziegen getötet und fünf zivile
Fahrzeuge zerstört. Viele Flüchtlinge hätten in den Ortschaften
Rawanduz und Raniyah etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt des
autonomen Bundeslandes Irakisch-Kurdistan entfernt Zuflucht
gefunden, berichtete ein GfbV-Mitarbeiter telefonisch aus Arbil.
Der Präsident der Regionalregierung, Masud Barzani, hatte am
Dienstag ein Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice
abgelehnt, um seinen Protest dagegen auszudrücken, dass die USA den
türkischen Luftschlägen zugestimmt hat. Er hatte die US-Regierung
gleichzeitig aufgefordert, ihrer Pflicht nachzukommen und den
irakischen Luftraum zu schützen.
Die GfbV hatte der Türkei schon am Montag vorgeworfen, dass vor
allem die Zivilbevölkerung unter den Angriffen zu leiden habe. Jetzt
liegt der Menschenrechtsorganisation Filmmaterial über zerstörte
Dörfer, verstörte Zivilisten und getötete Tiere vor.
>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<<
Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples
P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany
Nahostreferat/ Middle East Desk
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