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amnesty international Deutschland
PRESSEMITTEILUNGEN
KUBA / POLITISCHE GEFANGENE
ai: Kuba muss Misshandlung von Dissidenten untersuchen
Zwei Jahre nach Verhaftungswelle mindestens noch 71 Dissidenten auf
Kuba in Haft / Unwuerdige Haftbedingungen, Misshandlungen und
schlechte medizinische Versorgung in den Gefaengnissen / ai fordert
Freilassung der Gefangenen sowie Untersuchung der
Misshandlungsvorwuerfe
Berlin, 17. Maerz 2005 ? Wer sich auf Kuba kritisch ueber die Regierung
aeussert, mit Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeitet oder
politische Kontakte in die USA hat, muss mit langen Haftstrafen
rechnen. ?Die Menschen werden einzig und allein dafuer bestraft, dass
sie friedlich ihre Meinung aeussern?, sagte Jérôme Cholet, Kuba-Experte
der deutschen Sektion von amnesty international (ai), anlaesslich des
Jahrestags der Verhaftungswelle im Maerz 2003.
Laut einem neuen ai-Bericht zu Kuba sind dort derzeit mindestens 71
politische Gefangene in Haft. ai liegen Informationen vor, wonach
neun Gefangene grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung
erleiden mussten. Sie sassen bis zu vier Monate in 2 x 1 Meter kleinen
Zellen, in denen es kein natuerliches Licht, keine sanitaeren Anlagen
und kein Trinkwasser gab. In mindestens vier Faellen berichteten
Gefangene ueber weitere Misshandlungen.
Beschwert sich ein Haeftling ueber schlechte Haftbedingungen,
unzureichende medizinische Versorgung oder mangelnden Kontakt zur
Aussenwelt, setzt er sich Repressalien durch das Gefaengnispersonal
aus?, beschrieb Cholet die Situation in den kubanischen
Haftanstalten. ?Wenden sich Angehoerige an
Menschenrechtsorganisationen oder die Medien, wird ihnen der Kontakt
zu den Gefangenen verweigert.
ai fordert die kubanische Regierung auf, alle politischen Gefangenen
unverzueglich freizulassen und alle Gesetze zurueckzunehmen, die
Menschenrechte einschraenken. Zudem muessen die kubanischen Behoerden
die Mindestgrundsaetze zur Behandlung von Gefangenen einhalten und
Vorfaelle von Misshandlungen untersuchen.
Kritik aeusserte ai auch am Kuba-Embargo der USA, da es die
Menschenrechte auf Kuba gefaehrdet. ?Wir rufen die US-Regierung auf,
ihre Kubapolitik zu aendern?, sagte Cholet. ?Ebenso erwarten wir von
der kubanischen Regierung, dass sie das Embargo nicht weiter als
Vorwand zur Einschraenkung von Menschenrechten missbraucht.
Den vollstaendigen Bericht ?Cuba: 71 prisoners of conscience continue
to be imprisoned for expressing their ideas? koennen Sie ab dem 18.
Maerz im Internet unter www.amnesty.org oder www.kuba-kogruppe.de
herunterladen.
Fuer Nachfragen und Interviewwuensche wenden Sie sich bitte an die
ai-Pressestelle, Anabel Bermejo oder Meike Zoega, Tel. 030 -
420248-306, mail: presse@amnesty.de.
http://www2.amnesty.de/deall.nsf/AlleDok/CA5D3FA428DD0DC3C1256FC700535A22?Open
KUBA / POLITISCHE GEFANGENE
ai: Kuba muss Misshandlung von Dissidenten untersuchen
Zwei Jahre nach Verhaftungswelle mindestens noch 71 Dissidenten auf
Kuba in Haft / Unwuerdige Haftbedingungen, Misshandlungen und
schlechte medizinische Versorgung in den Gefaengnissen / ai fordert
Freilassung der Gefangenen sowie Untersuchung der
Misshandlungsvorwuerfe
Berlin, 17. Maerz 2005 - Wer sich auf Kuba kritisch ueber die Regierung
aeussert, mit Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeitet oder
politische Kontakte in die USA hat, muss mit langen Haftstrafen
rechnen. "Die Menschen werden einzig und allein dafuer bestraft, dass
sie friedlich ihre Meinung aeussern", sagte Jérôme Cholet, Kuba-Experte
der deutschen Sektion von amnesty international (ai), anlaesslich des
Jahrestags der Verhaftungswelle im Maerz 2003.
Laut einem neuen ai-Bericht zu Kuba sind dort derzeit mindestens 71
politische Gefangene in Haft. ai liegen Informationen vor, wonach
neun Gefangene grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung
erleiden mussten. Sie sassen bis zu vier Monate in 2 x 1 Meter kleinen
Zellen, in denen es kein natuerliches Licht, keine sanitaeren Anlagen
und kein Trinkwasser gab. In mindestens vier Faellen berichteten
Gefangene ueber weitere Misshandlungen.
"Beschwert sich ein Haeftling ueber schlechte Haftbedingungen,
unzureichende medizinische Versorgung oder mangelnden Kontakt zur
Aussenwelt, setzt er sich Repressalien durch das Gefaengnispersonal
aus", beschrieb Cholet die Situation in den kubanischen
Haftanstalten." Wenden sich Angehoerige an
Menschenrechtsorganisationen oder die Medien, wird ihnen der Kontakt
zu den Gefangenen verweigert."
ai fordert die kubanische Regierung auf, alle politischen Gefangenen
unverzueglich freizulassen und alle Gesetze zurueckzunehmen, die
Menschenrechte einschraenken. Zudem muessen die kubanischen Behoerden
die Mindestgrundsaetze zur Behandlung von Gefangenen einhalten und
Vorfaelle von Misshandlungen untersuchen.
Kritik aeusserte ai auch am Kuba-Embargo der USA, da es die
Menschenrechte auf Kuba gefaehrdet. "Wir rufen die US-Regierung auf,
ihre Kubapolitik zu aendern", sagte Cholet. "Ebenso erwarten wir von
der kubanischen Regierung, dass sie das Embargo nicht weiter als
Vorwand zur Einschraenkung von Menschenrechten missbraucht."
Den vollstaendigen Bericht ?Cuba: 71 prisoners of conscience longing
for freedom? koennen Sie herunterladen unter:
http://web.amnesty.org/library/Index/ENGAMR250022005 herunterladen.
Fuer Nachfragen und Interviewwuensche wenden Sie sich bitte an die
ai-Pressestelle, Anabel Bermejo oder Meike Zoega, Tel. 030 -
420248-306, mail: presse@amnesty.de.
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/CA5D3FA428DD0DC3C1256FC700535A22?Open
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