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SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
20. April 2010
Peru: Öl-Gigant plant Ausbeutung des Regenwaldes unkontaktierter Indigener
Das spanisch-argentinische Erdölunternehmen Repsol YPF plant auf dem Land
[1]unkontaktierter Indigener im Amazonas nach Ölvorkommen zu suchen. Das
Unternehmen hat bei Perus Regierung einen Antrag auf seismische Erkundungen
in der Region gestellt.
- Links
-
- http://www.survivalinternational.de/indigene/unkontaktierteperu
Das Gebiet in dem [2]Repsol YPF beabsichtigt zu arbeiten ist bekannt als
Lot 39. Es ist die Heimat von mindestens zwei der [3]letzten noch
unkontaktierten indigenen Völker dieser Erde. Es besteht die Gefahr, dass
die Völker durch den Kontakt mit den Arbeitern von Repsol stark dezimiert
werden.
- Links
- 2. http://www.survivalinternational.de/about/repsol
3. http://www.survivalinternational.de/kampagnen/unkontaktierte
Auf einer Strecke von 454 km plant Repsol YPF Schneisen in den Regenwald zu
schlagen, entlang derer mit vielen kleinen Explosionen Orte für
Probebohrungen bestimmt werden sollen. Außerdem hat Repsol YPF eine
Genehmigung für 152 Hubschrauberlandeplätze in dem Gebiet beantragt.
Repsol gab seine Pläne in einem Bericht bekannt, der vor kurzem an das
peruanische Energieministerium geschickt wurde. Das Ministerium muss nun
entscheiden, ob das Projekt genehmigt wird.
Repsol hat bereits erste Untersuchungen in der Region vorgenommen. Damals
riet es seinen Arbeitern, sich mit Megafonen vor möglichen Angriffen der
Indigenen zu schützen: "Falls keine friedliche Einigung erreicht werden kann
und die Angriffe weiterhin stattfinden, versucht mit ihnen über Megafone zu
kommunizieren."
Sollte Repsol kommerziell ertragreiche Mengen an Öl finden, müsste eine
Pipeline gebaut werden, um das Öl von den entlegenen Gebieten im Amazonas zu
einem Umschlagplatz an Perus Pazifik-Küste zu transportieren. [4]Pläne für
den Bau einer solchen Pipeline sind erst kürzlich von dem
englisch-französischen Unternehmen Perenco bekannt gegeben worden.
[5]Perenco hat bereits große Mengen an Erdöl in der Region gefunden.
- Links
- 4. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/5778
5. http://www.survivalinternational.de/about/perenco
Lot 39 umfasst große Teiles eines Gebietes, in welchem ein Reservat für
unkontaktierte Indigene errichtet werden soll. Die [6]Organisation Indigener
im Peruanischen Amazonas (AIDESEP) hat bereits Klage gegen die Unternehmen
wegen ihrer Tätigkeiten in dieser Region eingereicht. Laut einer Studie von
Umweltwissenschaftlern, welche kürzlich in dem [7]Online
Wissenschaftsjournal PLoS ONE veröffentlicht wurde, zählt das Gebiet zu den
Regionen mit der weltweit größten biologischen Vielfalt.
- Links
- 6. http://www.aidesep.org.pe
7. http://www.plosone.org/home.action
[8]Survival Internationals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Wie werden
die unkontaktierten Menschen auf seismische Untersuchungen und
Hubschrauberlandeplätze reagieren? Es bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder
sie ergreifen die Flucht oder sie werden die Menschen angreifen, die sie für
feindliche Eindringlinge halten. In beiden Fällen sind die Auswirkungen
katastrophal. Es sollte Repsol und der peruanischen Regierung mittlerweile
bewusst sein, dass es unmöglich ist, in einem Gebiet nach Erdöl zu suchen,
das von unkontaktierten indigenen Völkern bewohnt wird, ohne deren
Sicherheit zu gefährden."
- Links
- 8. http://www.survivalinternational.de
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/5838
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