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Urgent Action
UA-Nr: UA-052/2008
AI-Index: AMR 23/008/2008
Datum: 26.02.2008
SORGE UM SICHERHEIT / MORDDROHUNGEN
- Kolumbien
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David Ravelo Crespo, Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation "Corporación Regional para la Defensa de los Derechos Humanos" (CREDHOS)
David Ravelo, der Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation "Corporación Regional para la Defensa de los Derechos Humanos" (CREDHOS); hat erfahren, dass die Paramilitärs einen Anschlag auf sein Leben planen.
Am 30. Januar 2008 erhielt David Ravelo einen Anruf von einem Bewohner aus einem Stadtteil der Stadt Barrancabermeja im Departement Santander mit einer hohen paramilitärischen Präsenz. Der Bewohner erzählte David Ravelo von Gerüchten, dass Paramilitärs ihn umbringen wollten. Am 11. Februar 2008 erhielt David Ravelo von einer offenbar verlässlichen Quelle mit engen Kontakten zu ehemaligen Paramilitärs die Information, dass die Paramilitärs ihn seit zwei Wochen beobachten würden, um den richtigen Moment abzupassen, ihn zu töten. David Ravelo soll bestätigt haben, dass er bemerkt habe, dass ihm bei seinen Fahrten durch Barrancabermeja in dieser Zeit Männer gefolgt waren. Zudem wurden Unbekannte vor den CREDHOS-Büros in Barrancabermeja gesehen. Am 18. Februar 2008 erfuhr David Ravelo aus einer anderen verlässlichen Quelle mit paramilitärischen Kontakten, dass er noch in derselben Nacht getötet werden solle. David Ravelo hat den kolumbischen Behörden die Drohungen gemeldet und aus Sorge um seine Sicherheit Barrancabermeja verlassen.
David Ravelo war kürzlich vom örtlichen Radio- und Fernsehsender zu den jüngsten Morden und Drohungen in Barrancabermeja interviewt worden. Menschenrechtsorganisationen, die über Menschenrechtsverletzungen in Barrancabermeja und dem Departement Santander berichten, verzeichnen eine lange Geschichte von Drohungen und Angriffen. Im Juli 2007 erhielt CREDHOS eine Morddrohung der Paramilitärs per E-Mail. In der E-Mail wurde eine in Barrancabermeja arbeitende NGO bedroht und David Ravelo als eine der gefährdeten Personen genannt.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Im Zusammenhang mit dem seit vier Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikt werden Menschenrechtsgruppen von den Sicherheitskräften und ihren paramilitärischen Verbündeten häufig als Guerillakollaborateure und -unterstützer bezeichnet. Die auf diese Weise Beschuldigten werden oft bedroht und fallen dem "Verschwindenlassen" zum Opfer oder werden ermordet. Auch bewaffnete Oppositionsgruppen haben schon Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger, denen sie eine Zusammenarbeit mit dem Feind unterstellen, bedroht oder umgebracht.
Angeblich haben die armeenahen paramilitärischen Gruppen Kolumbiens von der Regierung unterstützt die Waffen niedergelegt. Die Drohungen gegen David Ravelo deuten jedoch darauf hin, dass paramilitärische Gruppen trotz der angeblichen Demobilisierung weiter in Barrancabermeja operieren. Laut Quellen von Nichtregierungsorganisationen sollen dieses Jahr schon mindestens 19 Personen den Behörden in Barrancabermeja Drohungen gegen sie gemeldet haben.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telefaxe oder Luftpostbriefe, in denen Sie
- Ihre Sorge um die Sicherheit von David Ravelo Crespo und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Menschenrechtsorganisation "CREDHOS" zum Ausdruck bringen, nachdem das Vorhaben der Paramilitärs bekannt wurde, ihn zu töten;
- die Behörden auffordern, alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, um in Absprache mit David Ravelo Crespo und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Organisation deren Sicherheit zu garantieren;
- bei den Behörden darauf dringen, dass eine umfassende und unparteiische Untersuchung über die Pläne der Paramilitärs, David Ravelo Crespo umzubringen, eingeleitet wird, die Ergebnisse der Ermittlungen veröffentlicht und die Verantwortlichen ermittelt und vor Gericht gestellt werden;
- die Behörden auffordern, wirksame Schritte zu unternehmen, um den paramilitärischen Gruppen, die in der Region operieren, in Übereinstimmung mit den wiederholten Empfehlungen der UN, entgegenzutreten und sie zu demobilisieren und ihre Verbindungen zu den Sicherheitskräften zu unterbinden;
- Ihre Sorge darüber ausdrücken, dass die Regierung bislang keine wirksamen Maßnahmen gegen die in der Gegend von Barrancabermeja operierenden paramilitärischen Gruppen ergriffen hat, trotz der UN-Empfehlungen, diese Gruppen zu bekämpfen und aufzulösen.
APPELLE AN:
Staatspräsident
Señor Presidente +lvaro Uribe Vélez,
Presidente de la República, Palacio de Nariño
Carrera 8 No. 7-26
Bogotá, KOLUMBIEN
(korrekte Anrede: Excmo. Sr. Presidente)
Telefax: (00 57) 1-337 5890 oder (00 57) 1-342 0592
Gouverneur des Departments Santander
Sr. Horacio Serpa
Gobernador del Departamento de Santander
Gobernación de Santander
Calle 37, No. 10-30
Bucaramanga, Santander, KOLUMBIEN
(korrekte Anrede: Dear Governor Serpa / Sr. Gobernador Serpa)
Telefax: (0057) 7 633 98 89
Generalstaatsanwalt
Dr. Mario Germán Iguarán Arana
Fiscal General de la Nación, Fiscalía General de la Nación
Diagonal 22B (Av. Luis Carlos Galán No. 52-01) Bloque C, Piso 4
Bogotá, KOLUMBIEN
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Fiscal)
Telefax: (00 57) 1 570 2000 (kombinierter Telefon-/Faxanschluss, nach der Ansage bitte 2017 wählen)
KOPIEN AN:
Menschenrechtsorganisation
CREDHOS
Av. 52 No. 25-49
Barrancabermeja
Santander
KOLUMBIEN
Botschaft der Republik Kolumbien
I. E. Frau Dr. Maria Dora Victoriana Mejía Marulanda
Kurfürstenstr. 84, 10787 Berlin
Telefax: 030-2639 6125
E-Mail: info ät botschaft-kolumbien.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 8. April 2007 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send appeals to arrive as quickly as possible, in Spanish or your own language
- expressing concern for the safety of David Ravelo Crespo, and other members of the non-governmental human rights organization CREDHOS, following a reported paramilitary plan to kill him;
- urging the authorities to ensure that all measures deemed appropriate by David Ravelo Crespo and other members of the organization are taken to guarantee their safety;
- calling for full and impartial investigations into the reported paramilitary plans to kill David Ravelo Crespo, with the results of the investigation made public and those responsible brought to justice;
- calling on the authorities to take decisive action to confront and dismantle paramilitary groups operating in the region and to break their links with the security forces, in line with repeated UN recommendations; and
- expressing concern that the government has taken no effective action against paramilitary groups in the Barrancabermeja area, despite UN recommendations to combat and dismantle these groups.
- Quelle
- http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/8DD2CB0685452B52C12573FC004C8Add?open
NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34)
http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur
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