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Urgent Action
UA-Nr: UA-251/2007
AI-Index: AMR 23/035/2007
Datum: 28.09.2007
MORDDROHUNGEN
- Kolumbien
-
José Manuel Gómez, Menschenrechtsverteidiger
seine Familie
und weitere Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation CPDH
Der Menschenrechtsverteidiger José Manuel Gómez hat am 11. September 2007 per E-Mail eine Morddrohung erhalten. Diese E-Mail stammte offenbar von einer paramilitärischen Gruppierung, die mit Unterstützung der kolumbianischen Armee operiert. José Manuel Gómez ist Mitglied der nichtstaatlichen Menschenrechtsorganisation "Comité Permanente por los Derechos Humanos" (CPDH).
In der von der paramilitärischen Gruppierung "+guilas Negras" unterzeichneten E-Mail-Nachricht wird der Menschenrechtsverteidiger als Terrorist bezeichnet, der den Tod verdiene. Die Gruppierung drohte damit, ihn zu einem militärischen Ziel zu erklären und ihn zu töten.
José Manuel Gómez arbeitete früher bei der Zweigstelle der CPDH in der Stadt Barranquilla im Departement Atlántico, sah sich aber aufgrund von Morddrohungen, die Paramilitärs gegen ihn aussprachen, im Jahr 2006 gezwungen, die Stadt zu verlassen. Im März 2005 war ein Mann an José Manuel Gómez herangetreten, der angab, der Anti-Entführungseinheit "Grupos de Acción Unificada por la Libertad Personal" (GAULA) anzugehören, die sich aus Angehörigen verschiedener Sicherheitskräfte zusammensetzt und im Departement Atlántico an die zweite Brigade der kolumbianischen Armee angegliedert ist. Der GAULA-Angehörige soll Informationen von José Manuel Gómez gefordert und ihm eine Liste mit den Namen von Menschenrechtsverteidigern in Barranquilla vorgelegt haben. José Manuel Gómez weigerte sich jedoch, mit der GAULA zu kooperieren.
Am 12. Januar 2006 überlebte ein Mann einen Anschlag, bei dem zwei seiner Begleiter getötet wurden. Der Mann hatte sich zuvor geweigert, Falschmeldungen über José Manuel Gómez und weitere Menschenrechtler in Barranquilla an die GAULA weiterzuleiten. Am 19. Juli 2006 gingen bei José Manuel Gómez Morddrohungen paramilitärischer Gruppierungen ein. Zudem fand man im März 2006 den Namen des Menschenrechtlers auf einer Todesliste, die auf dem Computer eines führenden Paramilitärs gespeichert war, welcher der Einheit "Bloque Norte" der vermeintlich demobilisierten Gruppierung "Autodefensas Unidas de Colombia" (AUC) angehörte. Daraufhin sah sich José Manuel Gómez gezwungen, aus der Stadt Barranquilla wegzuziehen.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telefaxe oder Luftpostbriefe, in denen Sie
die Behörden auffordern, alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, um in Absprache mit José Manuel Gómez, seiner Familie und weiteren Mitgliedern der Menschenrechtsorganisation "Comité Permanente por los Derechos Humanos" (CPDH) deren Sicherheit zu garantieren;
bei den Behörden darauf dringen, dass eine umfassende und unparteiische Untersuchung der gegen José Manuel Gómez gerichteten Morddrohungen eingeleitet wird, die Ergebnisse der Ermittlungen veröffentlicht und die Täter ermittelt und vor Gericht gestellt werden;
fordern, dass die Behörden wirksame Maßnahmen einleiten, um die in der Region operierenden paramilitärischen Gruppierungen aufzulösen und ihre Verbindungen zu den Sicherheitskräften zu kappen, wie es die Vereinten Nationen mehrfach empfohlen haben.
die Behörden auffordern, gemeinsam mit den Menschenrechtsverteidigern Konzepte und Pläne zu entwickeln, um die UN-Erklärung zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern umzusetzen, und diese Pläne der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
APPELLE AN:
Señor Presidente +lvaro Uribe Vélez, Presidente de la República, Palacio de Nariño, Carrera 8 No. 7-2, Bogotá, KOLUMBIEN (Staatspräsident - korrekte Anrede: Excmo. Sr. Presidente)
Telefax: (00 57) 1-337 5890, (00 57) 1-342 0592
Vicepresidente de la República de Colombia, Dr. Francisco Santos Calderón, Vicepresidencia, Carrera 8A No 7-27, Bogotá, KOLUMBIEN
(Vizepräsident - korrekte Anrede: Estimado Sr. Vicepresidente Santos)
Telefax: (00 57) 1-565 7682
Dr. Mario Germán Iguarán Arana, Fiscal General de la Nación, Fiscalía General de la Nación, Diagonal 22B (Av. Luis Carlos Galán No. 52-01) Bloque C, Piso 4, Bogotá, KOLUMBIEN
(Generalstaatsanwalt - korrekte Anrede: Estimado Sr. Fiscal)
Telefax: (00 57) 1 570 2000 (kombinierter Telefon-/Faxanschluss, nach der Ansage bitte 2017 wählen)
KOPIEN AN:
Comité Permanente por la Defensa de los DH (CPDH), Carrera 6 # 12 - 21 piso 2, Bogotá, KOLUMBIEN (Menschenrechtsorganisation)
Kanzlei der Botschaft der Republik Kolumbien, Kurfürstenstr. 84, 10787 Berlin
(I. E. Frau Dr. Victoriana Mejía-Marulanda)
Telefax: 030-2639 6125
E-Mail: info ät botschaft-kolumbien.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 9. November 2007 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send appeals to arrive as quickly as possible, in Spanish or your own language
- urging the authorities to protect José Manuel Gómez, his family and other members of the Comité Permanente por los Derechos Humanos (CPDH), in accordance with their wishes;
- calling on them to order full and impartial investigations into the death threats against José Manuel Gómez, to publish the results and bring all those responsible to justice;
- calling on the authorities to take decisive action to confront and dismantle paramilitary groups operating in the region and to break their links with the security forces, in line with repeated UN recommendations.
- calling on the authorities to produce policy and plans, in conjunction with human rights defenders, to guarantee their safety according to the principles of the United Nations Declaration on the Rights and Responsibilities of Individuals, Groups and Institutions to Promote and Protect Universally Recognized Human Rights and Fundamental Freedoms, and to make these plans public.
NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34)
http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur
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