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Reisebeschränkungen für Menschen mit HIV und AIDS verstoßen gegen die
Menschenrechte / Deutsche AIDS-Hilfe begrüßt Fortschritte bei der
Generalversammlung der Vereinten Nationen
New York/Berlin (ots) - Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) setzt
sich seit mehr als 15 Jahren für die Abschaffung von Einreise- und
Aufenthaltsbeschränkungen für Menschen mit HIV und AIDS ein. Am Rande
der dreitägigen AIDS-Konferenz vor der UN-Vollversammlung in New York
appellierte DAH-Bundesgeschäftsführer Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón
an die Vereinten Nationen, solche Beschränkungen aufzuheben. Zugleich
lobte er die Fortschritte in einigen Ländern. Auch
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sprach sich für die
Abschaffung dieser Beschränkungen aus. Die DAH begrüßt die
Unterstützung durch die Bundesgesundheitsministerin.
In mehr als 70 Ländern gelten Einreisebeschränkungen für Menschen
mit HIV und Aids, 30 Länder weisen sogar aus. Mit einem Appell an die
Weltgemeinschaft, die Menschenrechte zu achten, unterstützte
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die UN-HIV-Konferenz in New York. Auch
El Salvadors Präsident Elías Antonio Saca González sprach sich gegen
Einreise- und Aufenthaltsbeschränkungen für Menschen mit HIV und Aids
aus. Ein von der DAH und 344 anderen NGOs unterzeichneter Brief, der
sich auf die Daten der DAH stützt, wurde an die Ständige Vertretung
bei den Vereinten Nationen geschickt und hat das Thema auf die Agenda
vieler Staaten gebracht.
Dazu erklärt Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón, Bundesgeschäftsführer
der Deutschen AIDS-Hilfe e.V., in New York: "Die Menschenrechte
spielten bei allen Diskussionen in New York eine wichtige Rolle. Die
Deutsche AIDS-Hilfe hat das Problem schon vor Jahren als erste
Organisation sichtbar gemacht. Wir appellieren an die
Staatengemeinschaft, Gesetze abzuschaffen, die Menschen mit HIV und
AIDS diskriminieren und kriminalisieren. Auf der diesjährigen
internationalen AIDS-Konferenz in Mexiko werden wir erneut auf die
Ungleichheit hinweisen und die Gleichstellung von Betroffenen
gegenüber Nichtinfizierten einfordern."
Die Deutsche AIDS-Hilfe sammelt seit 1999 Informationen zu den
weltweiten Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen durch regelmäßige,
weltweite Befragungen der diplomatischen Vertretungen. Schockierend
war dabei, wie viele Länder Menschen mit HIV an der Einreise hindern:
allen voran China, die USA und einige arabische Staaten. Die
Veröffentlichung der Daten hatte weltweit Aufmerksamkeit für dieses
Thema geschaffen und entsprechende politische Initiativen befördert.
Die Übersicht kann als Broschüre "Schnellfinder/Quick Reference" in
fünf europäischen Sprachen von der Homepage der DAH herunter geladen
werden. Pünktlich zur Welt-Aids-Konferenz in Mexiko startet am 1.
August 2008 das Portal www.hivtravel.org , das umfassend zum Thema
HIV und Reisen informiert und von der Deutschen AIDS-Hilfe zusammen
mit anderen NGOs betrieben wird.
Originaltext: Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
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- Pressekontakt
- Carmen Vallero, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 030 / 690087-81, Fax: 030 / 690087-42,
E-Mail: carmen.vallero ät dah.aidshilfe.de
Interviewanfragen an den Bundesgeschäftsführer: Jörg Litwinschuh,
Tel. 030 / 690087-16, 0177 / 2822581, E-Mail:
joerg.litwinschuh ät dah.aidshilfe.de
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