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Menschenrechtspreis von Reporter ohne Grenzen geht nach Eritrea,
Birma, Irak, Ägypten und China
Berlin (ots) - Der eriträische Journalist Seyoun Tsehaye (54)
erhielt den diesjährigen Menschenrechtspreis von Reporter ohne
Grenzen und der französischen Stiftung "Fondation de France". Der
seit 2001 inhaftierte Tsehaye hatte gegen den autoritär regierenden
Machthaber Issias Afeworki Stellung bezogen. Seine Haft symbolisiert
die katastrophale Lage der Pressefreiheit in dem ostafrikanischen
Land, in dem keine unabhängigen Medien mehr existieren und seit
September 2001 zahlreiche Journalisten und Oppositionelle in
Gefängnissen verschwunden sind. Mindestens vier kritische
Journalisten sind in den vergangenen Jahren in der Haft ums Leben
gekommen.
Auf der heutigen Preisverleihung in Paris wurde auch die
"Democratic Voice of Burma" geehrt. Der 1992 gegründete Sender
versorgt von Norwegen aus die Welt mit unzensierten Informationen aus
Birma. Bekannt wurde er während des gewaltsam niedergeschlagenen
Aufstandes im vergangenen September, als er fast die einzige Quelle
von Bildern aus dem Land war.
Als Organisation erhielt die irakische "Journalistic Freedom
Observatory" (JFO) den Preis. JFO beobachtet seit 2004 die überaus
schwierige Lage der Medien im Irak und unterstützt dort inhaftierte
Journalisten.
In der Kategorie "Internetdissident" wurde der ägyptische Blogger
Kareem Amer (23) ausgezeichnet. Wegen öffentlicher Kritik an
Präsident Hosni Mubarak sowie an der streng islamischen Führung an
Universitäten ist er für vier Jahre im Gefängnis.
Wenige Monate vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat
Reporter ohne Grenzen zudem den Sonderpreis "China" vergeben. Er ging
an die Menschenrechtsaktivisten Hu Jia (34) und Zteng Jinyan (24).
Obwohl das Paar unter Hausarrest steht, informiert es die Welt weiter
unermüdlich über HIV- und Umweltprobleme in China und verlangt von
der Regierung einschneidende Veränderungen vor Beginn der Olympischen
Spiele.
Der Preis für den besonderen Einsatz für Pressefreiheit und
Menschenrechte wurde zum 16. Mal verliehen. Die vier Kategorien
Journalist, Internetdissident, Medium, Organisation sowie der
diesjährige Sonderpreis China sind mit je 2.500 Euro dotiert.
In der international besetzten Jury waren aus Deutschland
Fernsehjournalistin Sabine Christiansen sowie Michael Rediske,
Vorstand von Reporter ohne Grenzen, vertreten.
Mehr zu den Preisträgern unter:
http://www.reporter-ohne-grenzen.de/rog-preis-2007.html
Originaltext: Reporter ohne Grenzen e.V.
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Katrin Evers
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