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Unterstuetzen Sie unsere Kamagne gegen Gewalt an Frauen

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Antrag auf finanzielle Unterstützung

Für die Kampagne „Jin jîyane – jiyane ne kuje“

Laut Weltbevölkerungsbericht der UNO werden alljährlich unter dem Vorwand, eine „Ehre“ zu retten, weltweit mindestens 5.000 Mädchen und Frauen ermordet. Die Ursachen für angebliche Verletzungen der so genannten „Ehre“ ist ein gesellschaftliches Konstrukt, dass Frauen jedes Recht auf selbst bestimmte Lebensweise und Sexualität entzieht. Es ist ein Ausdruck dafür, dass Frauen als Besitz gesehen werden und nicht als Menschen. Das was als „Ehre“ bezeichnet wird, ist das Besitzverhältnis des Mannes oder einer Familie gegenüber einer Frau. Auch Hatun Sürücü wollte als Mensch leben, damit verstieß sie gegen den Ehrenkodex. Wie in diesem Fall, kommt es vor, dass das Individuum für die „Wiederherstellung“ der so genannten „Ehre“ der Familie geopfert oder eher ermordet wird.

Die so genannten Ehrenmorde sind auch in Deutschland keine Seltenheit. Deswegen haben wir unter dem Motto „Jin jîyane – jiyane ne kuje“ (Übersetzt: Frau ist Leben, tötet nicht das Leben) diesen den Kampf angesagt.

Mit unterschiedlichen Aktivitäten möchten wir auf diese traurigen Ereignisse verwiesen. In den kurdischen Vereinen werden
Aufklärungskampagnen gegen Frauenmorde im Allgemeinen und Frauenmorde im Namen der so genannten „Ehre“ im Speziellen durchgeführt. Für eine weitere Aufklärungsarbeit sind Broschüren, Plakate, Postkarten in Arbeit. Im kurdischen Fernsehen und in den Zeitungen werden entsprechende Anzeigen geschaltet. Außerdem sollen Seminare und Kundgebungen veranstaltet werden. Neben dieser notwendigen Aufklärungsarbeit, werden aber auch für konkrete Fälle die Strukturen und Netzwerke zum Schutz von Frauen ausgebaut und verbessert.

Den ermordeten Frauen hingegen möchten wir ihre Menschlichkeit und ihre Stimme zurück geben. Es ist notwendig, dass die schmerzlichen Verluste nicht in Vergessenheit geraten, sondern dass der Tod der Frauen der Aufruf für einen verstärkten Kampf gegen den eigentlichen Täter ist – die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Dazu wollen wir eine Gedenkstatuette, die gleichzeitig ein Mahnmal ist, in Berlin finanzieren. Ihr Titel könnte sein: Wir sind Niemandes Ehre oder In Blut getaufte Ehre.(siehe "Vorstellung der Kamapagne")

Zur Durchführung unserer Kampagne sind wir auf finanzielle Hilfe angewiesen. Wir würden uns über eine Spende sehr freuen, damit diese wichtige Arbeit nicht an der finanziellen Frage scheitern muss und damit diese mahnende Statuette - für jeden ersichtlich - ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen setzten kann.

Unser Kontoverbindung:

Ceni – Kurdisches Frauenbüro für Frieden;
Konto-Nr.: 10 04 43 97 15
BLZ 300 501 10
Stadtsparkasse Düsseldorf
Stichwort: Kampagne gegen Gewalt an Frauen

Wir bedanken uns im Voraus für ihre Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen
Cenî - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.

Kurze Darstellung einzelner Teile der Kamapgne

Werbespot im kurdischen Fernsehsender

Es geht darum von kurdischen Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Medien kurze Statements gegen Frauenmorde (vor allem gegen Ehrenmorde) aufzunehmen und zu senden. Zum einen soll damit die Enttabuisierung des Themas erreicht werden und zum anderen soll diese eine gesellschaftliche Aufklärung und Sensibilisierung bewirken. Wenn von der kurdischen Gesellschaft respektierte und geachtete Persönlichkeiten die Frauenmorde öffentlich anprangern, befördert dies eine gesellschaftliches Umdenken. Diese Kampagne wird über einen längeren Zeitraum ausgestrahlt. Dazu werden Spots von mindestens 15 verschiedene Personen, um zweiwöchentlich jeden Tag eine andere Persönlichkeit zu zeigen, aufgezeichnet. In ähnlicher Form werden auch in Tageszeitungen Anzeigen gesetzt.

Broschüre gegen die Gewalt an Frauen

Auf kurdisch und türkisch werden wir ca. eine 20- bis 25-seitige Broschüre über Gewalt an Frauen mit Schwerpunkt häuslicher Gewalt herausbringen. Uns geht es darum zu vermitteln, dass Gewalt an Frauen nicht zu akzeptieren ist. Auch ist es eine grundsätzliche Problematik (Enttabuisierung) und kein individuelles Problem.

Gleichzeitig möchten wir das Problem benennen und zum anderen auch dazu aufmuntern gegen die Gewalt an Frauen etwas zu tun. Wichtig ist uns vor allem, betroffene Frauen dazu zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. So werden wir in der Broschüre eine Adressenübersicht von Anwältinnen, Einrichtungen, Ärztinnenpraxen sowie Beratungsstellen abdrucken, an die sich betroffene Frauen wenden können, wenn sie die Gewalt nicht mehr hinnehmen wollen. Diese Broschüren werden kostenlos in kurdischen und türkischen Vereinen, deutschen Behörden, ÄrztInnenpraxen, AnwältInnenkanzleien, Schulen, d.h. überall wo kurdische oder türkische Frauen aufzutreffen sind, ausgelegt werden.

Plakat zur Aufklärung und für den Bruch mit dem Tabu

Die Aufklärungsplakate auf kurdisch und türkisch richten sich auch an die Männer. Diese Plakate sollen in Orten aufgehängt werden, an denen sich kurdische und türkische Gesellschaftsgruppen aufhalten (Öffentliche Vereine, Cafés, Schulen etc.). Wieder ist das Ziel das Problem als solches bekannt zu machen, zu erklären, dass Gewalt gegen Frauen nicht zu tolerieren ist und so damit Tabu zu brechen. (siehe Anhang)

Gedenkstatuette für den Widerstand und als Mahnmal gegen Gewalt

Den ermordeten Frauen hingegen möchten wir ihre Menschlichkeit und ihre Stimme zurück geben. Es ist notwendig, dass die schmerzlichen Verluste nicht in Vergessenheit geraten, sondern dass der Tod der Frauen der Aufruf für einen verstärkten Kampf gegen den eigentlichen Täter ist – die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Dazu wollen wir eine Gedenkstatuette, die gleichzeitig ein Mahnmal, ist in Berlin finanzieren. Ihr Titel könnte sein: Wir sind Niemandes Ehre oder In Blut getaufte Ehre.


Cenî - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Corneliusstr125 - 40215 Düsseldorf
tel 0211 5989251 - fax 0211 5989253
www.ceni-kurdistan.de
20.11.07    Kurdistan Infos <kigb@gmx.de>
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