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Urgent action: Algerien: Drohende Folter und Misshandlung

Urgent Action

UA-Nr: UA-101/2008-1
AI-Index: MDE 28/004/2008
Datum: 30.04.2008

DROHENDE FOLTER UND MISSHANDLUNG

Weitere Informationen zu UA 101/08 (MDE 28/003/2008, 18. April 2008) Algerien:

Rabah Kadri, algerischer Staatsbürger

Rabah Kadri wurde am 27. April 2008, um etwa 13 Uhr ohne Anklage freigelassen. Man hatte ihn zwölf Tage lang ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Er konnte nun zu seinen Eltern fahren und wohnt bei ihnen in Algier. Er ist nicht länger von Folterungen oder anderen Misshandlungen bedroht.

Rabah Kadri war nach der Abschiebung aus Frankreich bei seiner Ankunft in Algier von Sicherheitsbeamten in Zivil festgenommen worden. Er wusste nicht, wo man ihn festhielt. Es wird davon ausgegangen, dass er in einer der inoffiziell in Algier unterhaltenen Hafteinrichtungen des Militärgeheimdienstes "Département du renseignement et de la sécurité" (DRS) war.

Rabah Kadri teilte amnesty international mit, dass er menschlich behandelt worden sei. Man habe ihn zu den Aktivitäten verhört, die zu seiner Verurteilung und der Gefängnisstrafe in Frankreich geführt hatten. Er gab außerdem an, dass man ihn vor seiner Freilassung aufgefordert habe, eine Erklärung zu unterschreiben, dass er gut behandelt worden sei. Personen, die gerade vom DRS freigelassen wurden, sprechen sehr vorsichtig über ihre Behandlung in deren Gewahrsam, da Kritik an den Behörden negative Auswirkungen für sie haben kann.

Rabah Kadri beklagte sich darüber, wie man ihn in Frankreich behandelte, als er am 14. April 2008 aus dem Val de Reuil-Gefängnis entlassen wurde. Er gab an, dass man ihn auf eine Polizeiwache brachte und dort über Nacht in einer kleinen, schmutzigen und schlecht riechenden Zelle eingesperrt habe. Am folgenden Tag brachte man ihn mit dem Flugzeug nach Marseille, dort schiffte man ihn nach Algier ein. Er sagte, dass er auch während der Überfahrt in einer Zelle eingesperrt war.

Weitere Schritte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Eilaktionsnetz sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

Quelle
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/225313C531583594C125743D00430B54?open

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03.05.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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