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Stoppt Folter und Hinrichtung der politischen Gefangen im Iran
- Aufruf zur Unterstützung der streikenden kurdischen Gefangenen im
Iran –
An alle freiheitsliebenden und progressiven Bürger der
Bundesrepublik Deutschland
An alle Menschenrechtsorganisationen des Landes - An alle
politischen Parteien, Verantwortlichen und Parlamentarier der
Bundesrepublik
An die deutschen Medien und Journalistenverbände -
In den letzten Monaten hat die Unterdrückung der Andersdenkenden,
Freiheits- und Menschenrechtler, Journalisten und Aktivisten der
nationalen Befreiungsbewegungen der nichtpersischen Völker Irans
durch die Islamische Republik Iran stark zugenommen. Neben Folter
und Hinrichtung der politischen Gefangenen, insbesondere in
Iranisch-Kurdistan, sind in diesem Zeitraum gemäß der islamischen
Strafprozessordnung des Mullah-Regimes mehreren dutzend Menschen
Hände und Füße abgetrennt und Minderjährige öffentlich gehängt
worden.
Auch die menschenunwürdigen und rechtsstaatswidrigen Repressalien
des iranisch-islamischen Gottesstaates in den Gefängnissen
Kurdistans haben ein neues Ausmaß angenommen. Als Protest gegen
diese drakonischen, islamisch-mittelalterlichen Strafmaßnahmen sind
mehrere kurdische politische Gefangene in den iranischen
Gefängnissen in einen Hungerstreik getreten, wodurch ihr Leben
zusätzlich in Gefahr geraten ist.
Der Ausstand hat mit 80 Gefangenen begonnen. Inzwischen ist die Zahl
der daran beteiligten Gefangenen aber trotz Gegenmaßnahmen durch die
Verantwortlichen der Gefängnisanstalten auf mehr als 100
angestiegen. Die Forderungen der Streikenden sind die Einstellung
der Hinrichtungen und der Folter sowie der unmenschlichen Behandlung
in den Gefängnissen.
Nun ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Kurdistan sowie
nach Presseberichten das Leben der Gefangenen in zweierlei Hinsicht
gefährdet: einerseits durch den Hungerstreik, zumal sie sich bereits
in der dritten Woche des Ausstandes befinden, und andererseits durch
die Vergeltungsmaßnahmen und Sanktionen des Regimes in den
Gefängnissen.
Die Bevölkerung Kurdistans hat zwecks Unterstützung der Forderungen
ihrer gefangen gehaltenen Söhne und Töchter mehrere Protestaktionen
durchgeführt, ihre Stimme erhoben und ist in manchen Städten sogar
in den Generalstreik getreten.
Dies führte dazu, daß das Regime viele Familien und Angehörige der
politischen Gefangenen massiv unter Druck gesetzt, einige von ihnen
sogar körperlich mißhandelt und den Druck auf die Gefangenen erhöht
hat.
Mit dieser Aktion fordern wir die Bundesregierung auf, dem
iranischen Regime deutlich zu machen, dass sie die permanente
massive Unterdrückung der iranischen und kurdischen Andersdenkenden
nicht weiter toleriert und daß dies nicht ohne Konsequenzen für die
politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den Mullahs im Iran
bleiben wird. Wir appellieren auch an die Europäische Kommission und
das Europäische Parlament, die jüngsten Todesurteile zu verurteilen
und die iranischen Machthaber nachdrücklich aufzufordern, die
Hinrichtung von Intellektuellen, Menschenrechtlern, Journalisten und
Minderjährigen einzustellen.
Setzen auch Sie, liebe freiheitsliebende Kölnerinnen und Kölner, mit
Ihrem Protest gegen das totalitäre, terroristische, demokratie- und
frauenfeindliche Regime des Iran und mit Ihrer Solidarität mit dem
Streik der politischen Gefangenen ein Zeichen gegen die Unterdrückung
der Andersdenkenden, gegen Hinrichtung, Steinigung und Auspeitschung im
Iran.
Köln, 20. September 2008
Komitee zur Unterstützung der streikenden politischen kurdischen
Gefangenen im Iran
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