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I R A N - PE und Einladung zur PK am Freitag, den 24. Juli um 11 Uhr - Brandenburger Tor

Presseerklärung
gegen die neue Welle der Gewalt und Unterdrückung im Iran!

Wir, ehemalige politische Gefangene der islamischen Republik Iran, treten aus Solidarität mit den Demonstrierenden und für die Freilassung aller politischen Gefangenen - insbesondere der Inhaftierten der aktuellen Ereignisse - sowie für die Einhaltung der Menschenrechte im Iran

am Freitag, den 24. und Samstag, den 25. Juli 2009,
am Brandenburger Tor in Berlin in einen Hungerstreik.
Der Hungerstreik beginnt am Freitag um 9.00 Uhr -
dort findet um 11.00 Uhr unsere Pressekonferenz statt,
zu der wir Sie herzlich einladen.

Die Massendemonstrationen der vergangenen Wochen im Iran waren auch eine Demonstration der Macht der Menschen, um so die kontinuierliche Betrügerei, Gewalt und Unterdrückung öffentlich anzuprangern. Und immer wieder werden diese Demonstrationen mit der brutalsten staatlichen Gewalt des islamischen Regimes und seinem Militär niedergeschlagen.

Allein in den letzten Wochen wurden mehrere Demonstranten getötet, viele wurden verletzt und hunderte verhaftet. Es ist von 3000 bis 5000 Verhafteten oder Verschwundenen die Rede.

Zu den ersten Orten der Überfälle der Regierungsbanden gehörten Studentenwohnheime. Bei den meist nächtlichen Überfällen wurden mehrere Studenten/innen getötet und Hunderte verhaftet.

Die gegenwärtige Verfolgungswelle, brutalen Hausdurchsuchungen, Bedrohung von Familien von Student/innen und Journalist/innen sowie die überraschenden Inhaftierungen und dem Verschwindenlassen von Menschen erinnert uns an die traumatischen Ereignisse der 80er Jahre.

So ist am Freitag den 17. Juli die Anwältin und Frauenrechtlerin Shadi Sadr auf offener Straße verprügelt und anschließend verschleppt worden. Angehörige erhalten keine Informationen über den Verbleib der Inhaftierten. Die Angriffe auf die Versammlungen der Mütter von Gefangenen haben zu weiteren Verhaftungen geführt. Die Gefangenen sind der schlimmsten psychischen und physischen Gewalt ausgesetzt, um angebliche "Geständnisse" zu erzwingen.

Für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran!
Für die Abschaffung der Todesstrafe und Folter!

Im Exil lebende IranerInnen und ehemalige Gefangene des Iran Kontakt:

Frau Marzie Hassanvand Tel.-Nr.: 0163 8616 017
E-Mail: raya_fb ät yahoo.de
Frau Mojdeh Arassi Tel.-Nr.: 0177 387 96 23

21.07.09    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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