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P r e s s e m i t t e i l u n g
Solidarität mit dem Hungerstreik der ehemaligen politischen Gefangenen
aus dem Iran
Internationale Liga für Menschenrechte schließt sich dem globalen Aktionstag
für Menschenrechte und Meinungsfreiheit am 25. Juli 2009 an!
Seit Wochen werden die Proteste der Iranerinnen und Iraner für
Demokratie und Menschenrechte mit brutalen Angriffen der iranischen
Sicherheitskräfte und Basidji-Milizen niedergeschlagen. Tausende
mutiger Frauen und Männer sind verhaftet, verschleppt, ermordet oder
hingerichtet worden. Die Verhafteten sind brutaler Folter ausgeliefert.
Die Versammlung der Mütter der Verhafteten hat zu weiteren Verhaftungen
geführt. Auslöser der Proteste ist der Wahlbetrug im Verlauf der zehnten
Präsidentschaftswahlen, den die Protestierenden dem Regime vorwerfen.
Verhaftungen, Verschleppungen oder Entführungen gehören zu den
alltäglichen Repressionsmaßnah-men des islamischen Regimes im Iran.
Die Entführung der international bekannten iranischen Anwältin,
Frauen- und Menschenrechtlerin Shadi Sadr auf der Teheraner Straße
am 17. Juli ist keine Ausnahme. Sie wurde gewaltsam unter Schlagstocke
insatz von Sicherheitskräften entführt und seither gibt es kein
Lebenszeichen von ihr.
Wir unterstützen die Forderungen von Amnesty International, Reporter
ohne Grenzen und P.E.N., die zum Globalen Aktionstag für Menschenrechte
und Medienfreiheit in Berlin, Potsdamer Platz/Ecke Stresemannstraße,
am 25. Juli 2009, 13:00 bis 15:00 Uhr aufgerufen haben.
Zur Unterstützung der politischen Gefangenen und aller in den
vergangenen Wochen und Monaten Verhafteten solidarisieren wir uns mit
dem angekündigten Hungerstreik der ehemaligen politischen Gefangenen,
der vom 24. bis 25. Juli 2009 am Brandenburger Tor in Berlin
stattfinden wird - unter dem Motto "gegen die neue Welle der Gewalt
und Unterdrückung im Iran" und "für die Freilassung aller politischen
Gefangenen - insbesondere der Inhaftierten der aktuellen Ereignisse -
sowie für die Einhaltung der Menschenrechte im Iran".
Die Internationale Liga für Menschenrechte verurteilt das brutale
Vorgehen der iranischen Polizei und der Basidji-Milizen gegen die
Demonstrationsteilnehmer auf das Schärfste. Sie fordert die umgehende
Freilassung aller Festgenommenen, eine unabhängige internationale
Überprüfung der gesamten Präsidentschaftswahl sowie Aufklärung der
brutalen Übergriffe auf Demonstranten und KritikerInnen, die mit
vollem Recht gegen diese undemokratischen Wahlen protestieren.
Die Internationale Liga für Menschenrechte fordert die Bundesregierung,
die Europäische Union und deren Mitgliedsregierungen auf, die
strikte Einhaltung der universellen Men-schenrechte sowie die Achtung
der Grundsätze der Demokratie durch die Islamische Republik Iran
einzufordern.
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