- Britannien
- Ein Wirrwarr an Vorwürfen und Verfälschungen --
Antwort auf Chris Harman
Die linke Wahlalternative "Respect" hat sich gespalten. Hintergrund sind
heftige Auseinandersetzungen hauptsächlich zwischen dem
Parlamentsabgeordneten George Galloway auf der einen und der SWP auf der
anderen Seite. Alan Thornett, führendes Mitglied der britischen Sektion der
Vierten Internationale, antwortet hier auf den Beitrag von Chris Harman.
Von Alan Thornett
Chris Harman behauptet, sein Beitrag "Die Krise in Respect" sei ein Versuch,
die politischen Hintergründe der Krise in Respect auszumachen. Nichts
dergleichen ist er. Er ist eine Forstsetzung der Methode, die die SWP in der
Debatte dieser Frage von Anfang an verfolgt hat:, nämlich die politischen
Hintergründe in einem immer größeren Wirrwarr an Vorwürfen und
Verfälschungen hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, gegen George
Galloway und Salma Yaqoob zu ertränken. Soweit er sich mit Politik befasst,
ist er der Versuch, das nicht zu Verteidigende zu verteidigen, nämlich das
Organisationsmodell des "lockeren Bündnisses", das die SWP für Respect
festgelegt hatte, und die Art und Weise, wie die SWP-Führung auf George
Galloways Brief Ende August reagiert hatte.
Harman behauptet, die Krise sei durch eine Reihe von Angriffen gegen die SWP
ausgelöst worden. Das wurde sie nicht. Sie wurde ausgelöst durch die
erstaunliche Überreaktion der SWP-Führung auf George Galloways Brief, der zu
einigen eher begrenzten Änderungen an Organisationsstruktur und Abläufen in
Respect aufrief. Der Brief bedeutete keine Krise oder Spaltung von Respect.
Er erweiterte, das stimmt, die Kritik an der SWP und der Art und Weise, wie
sie Respect steuert. Aber ohne das wäre es auch unmöglich, irgendeinen
Aspekt an Respect zu kritisieren, da sie Respect von oben nach unten
steuert. Respect war bisher praktisch ein 100%-iges Tochterunternehmen der
SWP. Und genau das war tatsächlich der springende Punkt des Problems, den
der Brief versuchte anzusprechen.
Harman behauptet auch, der Brief sei dazu bestimmt gewesen, Respect nach
rechts zu drücken. Das war er nicht. An dem Brief war absolut nichts, was
einen solchen Schwenk hätte belegen können. Die Punkte, die Harman sich als
Nachweis herauspickt, waren das Infragestellen (im Kontext von Finanzfragen)
der Entscheidung, in einer Zeit, als Respect kein Geld hatte, 2000 Pfund
[ca. 3000 ?] für das Anmieten eines teuren Festwagens für Schwulenparade
2007 auszugeben, und des Ressourceneinsatzes für die "Organising Fighting
Unions"-Konferenz (OFU) [1] einschließlich des anschließenden Verlusts von
5000 Pfund [ca. 7000 ?]. Man kann in diesen Fragen geteilter Meinung sein,
aber beide waren völlig berechtigte Fragen, und keine von beiden beinhaltete
auch nur den Hauch eines Belegs für einen Rechtsschwenk.
Sich gerade die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT)
herauszupicken, um den Brief anzugreifen, ist angesichts der bisherigen
Haltung der SWP in Respect zu diesem Thema eine denkbar unglückliche Wahl.
Es hat tatsächlich Zusammenstöße mit George Galloway in dieser Frage
gegeben. Während Galloway die LGBT-Rechte seit langem unterstützt, hat er
bei verschiedenen Gelegenheiten kontroverse Beiträge gehalten, diese Frage
in den Respect-Materialien weniger stark in den Vordergrund zu stellen. Das
Problem für Harman ist jedoch, dass die SWP Galloway bei jeder Gelegenheit
gegen Vorschläge von Socialist Resistance [2] (SR) und anderen, die das
Thema stärker in den Vordergrund stellen wollten, unterstützt hat.
Dies war der Fall auf den ersten beiden Respect-Konferenzen, wo
SR-Unterstützer von SWP-Führungspersonen angegriffen wurden, weil sie
Resolutionen zur Betonung von LGBT-Rechten eingebracht hatten. Dies war auch
der Fall beim ersten Respect-Manifest, das ich geschrieben hatte, und wo
George Galloway ebenfalls von SWP- Führungspersonen unterstützt wurde, als
er dafür eintrat, dieses Thema etwas zurückzunehmen. Ob es nun richtig war,
plötzlich so viel Geld für den Auftritt auf der 2007-er Gay-Pride-Parade
auszugeben, nachdem zuvor die SR-Unterstützer einen langen Kampf um die
Finanzierung eines Flugblatts für die Parade führen mussten, kann diskutiert
werden. Aber das ist kein Rechtsschwenk. Es ist, was es ist: das
Infragestellen einer einzelnen Ausgabe in einer Zeit, in der Respect kein
Geld für Wahlkampf oder irgendwas sonst hatte.
Es war immer berechtigt, die Art und Weise, wie die OFU-Konferenz durch das
Respect-Büro und die Hauptamtlichen aufgebaut und finanziert wurde, zu
hinterfragen. Ich war von Anfang gegen diese Art des Aufbaus und weigerte
mich entsprechend, am Organisationsausschuss teilzunehmen. Ich bin für eine
Konferenz eingetreten, die gemeinsam mit Teilen der Gewerkschaftslinken und
wenn möglich mit der britischen KP (CPB) organisiert wird, um die
Verbindungen zwischen Respect und der Gewerkschaftslinken und anderen
Partnern in diesem Projekt zu stärken. Dieses Konzept wurden vom
Respect-Sekretariat zugunsten einer von Respect selbst organisierten
Konferenz verworfen -- mit dem Hauptziel einer möglichst großen Beteiligung.
Im Ergebnis hat die Konferenz trotz ihrer Größe rein gar nichts zu einer
Stärkung der Beziehungen zwischen Respect und der Gewerkschaftslinken
beigetragen. Es war absolut berechtigt von Galloway, die vom Respect-Büro in
das Projekt gesteckten Ressourcen und den Verlust von 5000 Pfund zu
kritisieren.
ZUSTAND VON RESPECT
Doch Gay Pride und OFU waren nur Nebenpunkte in Galloways Brief. Jedenfalls
sagt Harman an anderer Stelle in seinem Artikel, der Rechtsschwenk sei das
Ziel hinter dem Brief und nicht so sehr des Textes selbst. Womit er sich
nicht befasst, sind die Kernaussagen des Briefs über den Zustand von
Respect. Die nackte Tatsache ist, dass die Respect-Mitgliedschaft von 5500
vor zwei Jahren auf 2200 im August 2007 zurückgegangen ist -- etwas, was man
normalerweise als Krise bezeichnen würde. Nicht nur waren vielen der
Respect-Ortsgruppen dabei einzugehen oder bereits inaktiv, Respect war auch
politisch enger geworden, da die Masse der Ausgeschiedenen politisch
Unabhängige waren. Es gab Finanzprobleme, und man war in keiner Weise auf
einen landesweiten Wahlkampf vorbereitet. Es gab Probleme mit den
Entscheidungsprozessen, dem Funktionieren seiner gewählten Ausschüsse und
der undemokratischen Kontrolle von oben nach unten durch die SWP. Dies waren
die wirklichen Probleme, die Auslöser für den Brief waren.
Keines davon waren neue Probleme. Einige von uns haben sie schon vor Jahren
angesprochen. Die Respect Party Platform (RPP) hatte versucht, sie in die
Respect-Konferenz im Oktober 2007 hineinzutragen und war von John Rees
(Respect-Nationalsekretär und führendes SWP-Mitglied) abgebügelt worden,
damals noch mit Unterstützung von George Galloway. Die rückläufigen
Mitgliederzahlen wurden offenkundig vertuscht. Tatsächlich wurden der
Konferenz von John Rees sogar verfälschte Angaben zur Mitgliedschaft
vorgelegt, die den Eindruck erwecken sollten, Respect sei gewachsen, während
es in Wirklichkeit Verluste gab. Alle Proteste gegen diese Manipulation
wurden ignoriert.
Der Konferenz wurde gesagt, dass die Mitgliederzahlen auf jeden Fall nicht
der beste Maßstab für die Stärke von Respect seien, dass es viele Respect
unterstützten, ohne bereit zu sein einzutreten, auf die man aber trotzdem in
wichtigen Kampagnen wie Wahlkämpfen zählen könne. Das war ein versteckter
aber aufschlussreicher Bezug auf de SWP-Mitglieder und auf die Art und
Weise, wie die SWP Respect sieht. Also dass es gar keine reale Organisation
mit realen Mitgliedern braucht, weil ja genug SWP-Mitglieder bereit stünden,
um als Fußvolk eingesetzt zu werden. Das hieße, dass Respect gar keine reale
Organisation wäre, sondern eine Front für die SWP! Sie hätte keinerlei
internes politisches Leben für sich selbst, weil sie kein internes Leben
braucht. Sie wäre ein Anhängsel der SWP, ein Werkzeug in Wahlkampfzeiten.
Ein SWP-Mitglied nach dem anderen trat an das Redepult, um uns der
Unwahrheit zu bezichtigen und zu behaupten, ihre Respect-Gruppe sei voller
Leben und würde wachsen, es gebe keine Krise und es sei bösartig, etwas
Anderes zu behaupten. Im Folgenden ein Auszug aus der kurz nach der
Konferenz veröffentlichten Bewertung der RPP:
"Die reale Situation in Respect war der "Elefant im Raum" [3], der auf
keinen Fall erwähnt werden durfte. Wie konnte Respect, nach den großen
Wahlerfolgen wie dem Gewinn eines Sitzes in Westminster (Parlament) und dann
16 Ratssitzen bei den Kommunalwahlen, zum Zeitpunkt der Konferenz kleiner
und politisch enger als jemals seit ihrer Gründung sein, trotz aller Gewinne
in Ost-London.
Nach dem Jahresbericht, wie er vom Nationalrat vor der Konferenz diskutiert
worden war, hatte Respect im letzten Jahr ein Drittel seiner Mitglieder
verloren, von etwas über 3000 herunter auf etwas über 2000, und viele
Ortsgruppen waren in schlechter Verfassung. Doch statt die Konferenz zu
nutzen, über das Problem zu diskutieren und wie damit umzugehen sei, wurde
das Ganze unter den Teppich gekehrt. Die Version des Jahresberichts, die an
die Delegierten ausgeteilt wurde, war sogar abgeändert und alle
Mitgliederzahlen entfernt worden. Eine sorgfältig geschliffene Formulierung
war statt der Zahlen eingesetzt worden, die den Eindruck erweckte, die
Mitliederzahl sei gestiegen. Ein Zauberkunststück aus Rauch und Spiegeln.
Aus einer schrumpfenden Respect war eine wachsende geworden. George Galloway
behauptete in seiner Eröffnungsrede nicht nur, auf dem Hof sei alles in
bester Ordnung, sondern sogar dass Respect gerade 10 000 Studentinnen und
Studenten rekrutiert habe. Respect sei die ?am schnellsten wachsende Partei
in Britannien'. John Rees bestand darauf, dass ?Respect größer als im
letzten Jahr' sei.
Alle Vorschläge, die wir auf der Konferenz einbrachten um mit dieser
katastrophalen Situation umzugehen, wurden von der SWP-Mehrheit abgeblockt.
Die Schlussfolgerung war: Da es keine Krise gab -- außer in den Köpfen einer
grantelnden Minderheit -- gab es auch keinen Bedarf, nach irgendwelchen
Lösungen zu suchen. Wir wurden erfolgreich isoliert und geschlagen."
Dies war der reale Hintergrund für George Galloways Brief. Was neu war, war,
dass sie [die Probleme] sich in einem schlechten Ergebnis bei
Parlamentsnachwahl in Southall niedergeschlagen hatten, dass allgemeine
Neuwahlen vor der Tür standen und dass George Galloway selbst sie
angesprochen hatte. Der Brief war ein Versuch, mit dieser Situation
umzugehen. Er machte Vorschläge für eine dringend erforderliche
Mitgliederwerbungs- und Spendenkampagne und eine beschränkte Reorganisation
der Respect-Führungsstrukturen, um ein bisschen Pluralität in die Spitze zu
bringen. Wenn die SWP bereit gewesen wäre, diese Fragen politisch zu
diskutieren und einige Kompromisse einzugehen, um ihre Bereitschaft zu
zeigen, anderer Leute Ansichten zu berücksichtigen, hätte es ein positives
Ergebnis geben können. John Lister (das andere SR-Mitglied im
Respect-Nationalrat) und ich hatten eine Stellungnahme herausgegeben, die
Galloways Brief begrüßte, soweit er ging, aber ihn aufforderte
weiterzugehen, vor allem bei der Demokratisierung der internen Abläufe und
Strukturen von Respect und bei der Verantwortlichkeit.
SPALTUNGSDYNAMIK
Harman sagt ziemlich herablassend, dass diejenigen Linken wie ich und John
Lister (und Ken Loach und andere), die den Brief und schließlich Respect
Renewal (Erneuerung) unterstützten, verwirrt seien! Aber wir haben nie einen
Zweifel gelassen, was wir an dem Brief unterstützten. Er zeigte Probleme
auf, die wir schon lange angesprochen hatten, und forderte Veränderungen,
die wir schon lange vorgeschlagen hatten. Ebenso gab es niemals auch nur die
geringste Möglichkeit, dass wir die SWP-Führung unterstützen könnten, seit
klar war, dass sie den Brief zugunsten eines inakzeptablen Status quo
ablehnen. Wenn die Fiktion einer Links/Rechts-Spaltung dazu dienen sollte,
uns ins SWP-Lager zu ziehen, konnte das nie funktionieren.
Das war die Reaktion praktisch aller Nicht-SWP-Mitglieder im Nationalrat
(NC). Es war eine bemerkenswerte Situation. Die SWP-Führung schaffte es
innerhalb weniger Wochen sich selbst praktisch allen aktiven Nicht-SWP-lern
im Nationalrat zu entfremden, mit denen sie dreieinhalb Jahre
zusammengearbeitet hatte. Es gab 50 NC-Mitglieder, von denen 44 aktiv
beteiligt waren. Als der Brief geschrieben wurde, stellte die SWP 19
Mitglieder des Nationalrats. Zum Zeitpunkt der Spaltung unterstützten 19
NC-Mitglieder Respect Renewal und 21 unterstützten die SWP, von denen 17
SWP-Mitglieder waren (einige andere wollten sich nicht für eine der beiden
Seiten entscheiden).
Zu den Unterstützerinnen und Unterstützern von Respect Renewal gehörten
Linda Smith (nationale Vorsitzende von Respect und führendes Mitglied der
Feuerwehrgewerkschaft), Salma Yaqoob (stellvertretende nationale Vorsitzende
und gewähltes Ratsmitglied in Birmingham), Victoria Brittain (bekannte
Schriftstellerin und Dramatikerin) und Jerry Hicks (führender betrieblicher
Aktivist und SWP-Mitglied zum Zeitpunkt des Beginns der Krise). Dazu
gehörten auch der Filmemacher Ken Loach, Abjol Miah (Respect-Leitung im
Stadtrat von Tower Hamlets), Yvonne Ridley (auch eine Journalistin) und Nick
Wrack, der erste nationale Respect-Vorsitzende und SWP-Mitglied beim
Ausbruch der Krise.
Ein Kennzeichen des SWP-Teils von Respect nach der Spaltung ist, dass das
Verhältnis von SWP-Mitgliedern zu Unabhängigen im am 9. Oktober gewählten
Nationalrat noch größer ist: 70 Prozent der Mitglieder des künftigen
Nationalrats werden der SWP angehören. Auf dieser Basis wird es schwierig
werden, von so etwas wie einem Bündnis zu sprechen.
Harman behauptet, die SWP habe "alles versucht, um einen Kompromiss zu
finden", um die Spaltung zu verhindern. Das tat sie nicht. Tatsächlich war
es die völlige Ablehnung eines Kompromisses durch die SWP, die die
Spaltungsdynamik auslöste. Statt Zugeständnisse zu machen, ging die SWP in
die entgegen gesetzte Richtung. Sie nahm den Brief als Frontalangriff auf
die SWP und startete eine landesweite Tour durch alle SWP-Bezirke; dabei
verunglimpfte sie George Galloway und nannten ihn und Salma Yaqoob
skandalöserweise "Kommunalisten" [4] mit den spalterischen Anklängen von
brutalen Kolonialpogromen und imperialistischem "Teile und Herrsche", die
das Wort für Menschen vom [indischen] Subkontinent hat -- und
charakterisierten seinen Brief als rechten Angriff auf die Linke in Respect.
------------ KASTEN -----------------------------------------------
DISKUSSION ZUR SPALTUNG VON RESPECT
Einleitung, /François Duval/
Krise in Respect, /Chris Harman/
> Ein Wirrwarr an Vorwürfen und Verfälschungen, /Alan Thornett/
George Galloways Brief an den Respect-Nationalrat
FRÜHERE ARTIKEL
Respect baut sich auf, /Frédéric Leplat/, Inprekorr 410/411 (2006)
Respect nach Sieg in East London etabliert, /Terry Conway/, Inprekorr
404/405 (2005)
Geburt einer neuen Linken, /Alan Thornett/, Inprekorr 390/391 (2004)
Der Augenblick für die radikale Linke ist günstig, /Alex Callinicos/,
Inprekorr 390/391 (2004)
Der Vorwurf des Kommunalismus war besonders abscheulich im Fall von Salma
Yaqoob, die ihm alles andere als nah stand und ihn stattdessen in Birmingham
engagiert und aktiv bekämpfte -- was sie in ihrer Antwort auf den SWP-Text
"Challenges for Respect" überzeugend darlegte.
Es mag Beispiele gegeben haben, dass Respect sich zu sehr auf den Aufbau in
einer einzelnen Volksgruppe oder auf die Arbeit durch deren Netzwerke in
bestimmten Gebieten konzentriert hat. Dies SWP liegt aber völlig falsch,
dies als "Kommunalismus" zu bezeichnen, und Harman setzt diese gefährliche
Linie auch noch fort. Natürlich darf man sich von solchen Netzwerken nicht
abhängig machen, vor allem dort, wo sie von Männern dominiert sind. Anders
als die Labour Party müssen wir jedoch für transparente Prozesse kämpfen,
wie beim Streit um die Briefwahl [5]. Wenn es hier Konzessionen gegeben hat,
muss die SWP sagen, was sie damals dagegen unternommen hat, und nicht
einfach ohne jeden Beleg behaupten, dass George Galloway an allem schuld
sei. Salma Yaqoob behandelt einige dieser Dinge ausführlicher in ihrer
exzellenten Antwort an Harman "A Spectre is Haunting Respect?" ["Ein
Gespenst geht um in Respect"].
Auf jedem der internen Treffen der SWP wurden die Angriffe auf Galloway
wütender. Eine Minderheit, die sich in der SWP als Opposition gegen all dies
bildete und die dafür eintrat, Kompromisse einzugehen, bevor es zu spät war,
wurde abgebürstet und einige wurden später ausgeschlossen. Aus heutiger
Sicht ist es wahrscheinlich, dass es, nachdem die SWP-Führung begonnen
hatte, ihre Mitgliedschaft in dieser Weise gegen Galloway aufzuhetzen,
unmöglich war, die Spaltung zu verhindern. Es wäre sehr schwierig gewesen,
nach all den unbewiesenen Anschuldigungen und der entstandenen Verbitterung
wieder zurückzurudern. Die SWP-Führer fanden sich plötzlich in einem Loch
und gruben immer weiter. Tatsächlich setzt sich der Tonfall auch in Harmans
Beitrag weiter fort. Dort findet sich nicht nur der Vorwurf einer Hexenjagd
gegen die SWP, sondern auch dass sie die Stimmung des Kalten Kriegs der
1950er Jahre und der Hinaussäuberung von Trotzkisten aus der Labour Party in
den 1980ern widerspiegele. Ja, an anderer Stelle vergleicht er uns sogar mit
der Rifondazione-Führung, die in die Prodi-Koalition eingetreten ist.
Man sollte darauf hinweisen, dass der George Galloway, den die SWP jetzt
verunglimpft, derselbe George Galloway ist, den die SWP seit Gründung von
Respect immer wieder gegen Kritik von uns und anderen abgeschirmt hat, nicht
nur wegen der LGBT-Rechte, sondern auch in anderen Fragen. Jetzt
beschuldigen sie ihn der Unzuverlässigkeit, doch während des "Celebritiy Big
Brother"-Spektakels setzten sie Himmel und Hölle in Bewegung, um ihn gegen
den geringsten Zweifel an seiner Zuverlässigkeit zu verteidigen. Erfolgreich
blockten sie jede von Respect ausgedrückte Kritik an seiner Entscheidung, an
dem Programm teilzunehmen, ab. Harman wiederholt die krassesten Argumente,
die die SWP damals verbreitet hat, um ihre Aktionen zu verteidigen. Etwa
dass George Galloways Auftritt in der Container-Show nicht so schlimm war
wie die Invasion im Irak durch Tony Blair und New Labour! Wie wahr! Nach dem
Maßstab hätte er völlig freie Hand gehabt zu tun, was immer ihm beliebt!
FÜHRUNGSANSPRUCH DER SWP
Harmans Antwort auf den Vorwurf, die SWP habe Respect undemokratisch
dominiert -- was für Nicht-SWP-Mitglieder offensichtlich war -- ist zu
behaupten, das könne nicht wahr sein, weil die SWP so einen guten Ruf in
Kampagnen wie der "Anti-Nazi League" und dem "Stop the War"-Bündnis habe!
Egal ob diese Behauptung stimmt, zeigt die Antwort schon das Ausmaß des
Problems. Denn die SWP hat Respect tatsächlich immer als Ein-Punkt-Kampagne
behandelt und sich bemüht, sie wie ihre berüchtigte Einheitsfront der
besonderen Art aufzubauen -- obwohl sie mehr so etwas wie eine politische
Partei hätte sein müssen, um erfolgreich zu sein. Der Grad an Demokratie,
die Beteiligung der Mitglieder und die gemeinsame politische Erfahrung und
Entwicklung sind sehr unterschiedlich in einer Organisation (egal ob man sie
Partei nennt oder nicht), die um politische Ämter kämpft, als in einer
Ein-Punkt-Kampagne, die sich einem begrenztes Ziel verschrieben hat. Auch
dies gehörte zum Kern des Problems.
Harman behauptet, George Galloway und andere hätten den demokratischen
Zentralismus und die leninistische Organisation angegriffen. In Frage
gestellt wurde jedoch nicht der demokratische Zentralismus als solcher,
sondern die Art und Weise, wie die SWP ihren demokratischen Zentralismus in
Respect umsetzte und welche Wirkung das für die Demokratie in der
Organisation hatte. Mit anderen Worten: die bürokratische Konzeption des
"demokratischen" Zentralismus der SWP und dessen Anwendung auf Respect.
Der Einwand war nicht, dass die SWP eigene Treffen als SWP hatte, sondern
das Verhältnis zwischen ihrem Entscheidungsprozess und dem von Respect
selbst. Vielen in Respect, die nicht in der SWP waren, wurde schmerzlich
bewusst, zu was das führte. Es bedeutete, dass die großen SWP-Delegationen
in den Respect-Führungsgremien unter demokratisch-zentralistischer Disziplin
als normaler Praxis handelten, ohne Versuch, die Auswirkungen dessen zu
begrenzen oder eine wirkliche Diskussion stattfinden zu lassen. Dies ließ
für alle anderen die Anwesenheit zur Zeitverschwendung werden, da alle
wichtigen Entscheidungen schon vorab getroffen worden waren. Ich hatte meine
Kandidatur zum Respect-Sekretariat ("officers group") nach der Konferenz
2006 aus eben diesem Grunde zurückgezogen, weil meine Anwesenheit sinnlos
war. Die gewählten Gremien waren absolut nicht die wirklichen
Entscheidungsträger. Sie waren Scheinveranstaltungen, die von den parallelen
Entscheidungsstrukturen der SWP kontrolliert wurden. Gefasste Beschlüsse
wurden nur ausgeführt, wenn sie den Plänen der SWP entsprachen.
Diese merkwürdige Art des Funktionierens erforderte eine Führung von oben
nach unten mit einem "wichtigen Führer" an der Spitze, der sowohl Respect
als auch die SWP steuerte. Und genau das wurde durch George Galloways
Vorschlag, einen nationalen Organisator mit gleicher Autorität neben dem
Nationalsekretär einzuführen, in Frage gestellt. Das erklärt auch, warum
dieser Vorschlag von der SWP so heftig abgelehnt wurde. Es wurde als direkte
Bedrohung von [Nationalsekretär] John Rees und seiner Möglichkeit, die Dinge
weiter bisher zu steuern, gesehen.
Es waren eher diese Fragen als die Ereignisse in Tower Hamlets in
Ost-London, die treibende Kraft bei der Spaltung des Nationalrats (NC)
waren. Nach vielen Debattenstunden auf zwei NC-Sitzungen -- wo die
SWP-Delegierten kurz davor waren, George Galloway aus Respect hinauszujagen
-- wurde eine Vereinbarung zur Ernennung eines nationalen Organisators mit
gleichem Status wie John Rees erreicht. Von den Nicht-SWP-Mitgliedern im NC
wurde dies als Durchbruch gesehen.
Doch ein Sekretariatstreffen warf diese Entscheidung wieder über den Haufen
und legte das Thema der Respect-Konferenz vor. Diese Entscheidung hob die
Krise auf ein neues Niveau. Sie war das deutliche Signal, dass die SWP ihr
zentrales Führungskonzept bis zum bitteren Ende verteidigen würde und das es
wohl zu spät sei, Respect in ihrer bisherigen Form zu retten. Erst dies
brachte die Krise in Tower Hamlets zum Ausbruch und löste den Kampf um die
Delegiertenmandate aus. Wenn alles durch Kampfabstimmung auf der Konferenz
entschieden werden sollte, würde die Delegiertenfrage entscheidend werden.
TOWER HAMLETS
Es hat größere Probleme und Konflikte in Respect in Tower Hamlets gegeben,
das stimmt. Viele davon spiegelten wirkliche Probleme wider, die aus den
Respect-Wahlerfolgen entstanden waren, wofür sich jedoch niemand
entschuldigen sollte. Respect gelang ein großer, für die Linke beispielloser
Durchbruch bei den verarmten proletarischen Minderheiten in Ost-London und
Birmingham unter Menschen, die voller Wut auf den Krieg waren. Eine große
Zahl neuer Mitglieder, von denen viele wenig Erfahrungen mit der
Arbeiterbewegung oder der traditionellen Linken hatten, mit verschiedenen
Traditionen politischer Organisierung, strömten zu Respect. Aber wie diese
Erfolge konsolidiert und ausgebaut und wie die daraus unausweichlich
entstehenden Probleme (egal um welche Volksgruppe es ging) gelöst werden
konnten, war eine ganz andere Frage.
Es stimmt, dass Respects Ruf als Antikriegspartei eine durchschlagende
Wirkung bei muslimischen Gemeinschaften hatte, in einer Weise, wie es in
Gebieten der weißen Arbeiterklasse nicht der Fall war. Es waren und sind
Restaurantbesitzer, die Respect stark unterstützen, ebenfalls in einer
Weise, wie es in Gebieten der weißen Arbeiterklasse nicht der Fall war. Aber
dies ist Ergebnis sowohl der Position, in der sich solche Menschen als
Migranten in der britischen Gesellschaft wiederfinden, ihrer politischen
Erfahrungen in der Heimat, als auch der Natur des sogenannten Kriegs gegen
den Terror mit seiner Dämonisierung muslimischer Menschen.
Doch zuglauben, ein paar Restaurantbesitzer, die Respect Renewal
unterstützen, würden den Klassencharakter dieser Unterstützung bestimmen,
wäre ein großer Fehler. Die Masse der muslimischen Unterstützerinnen und
Unterstützer von Respect gehören zu den am meisten verarmten Teilen der
britischen Arbeiterklasse. Es wirft einen Schatten der Schande auf die SWP,
dass sie jetzt zu Argumenten greift, die früher von der Rechten oder der
Ultralinken kamen.
Die aus alldem entstehenden Probleme wurden natürlich niemals in Respect auf
Ebene des Nationalrats oder auch nur des Sekretariats diskutiert. Harman
äußert eine Reihe von Mutmaßungen über Respect in Tower Hamlets, über
nicht-linke Mitläufer und dergleichen. Aber warum wurde nichts davon damals
in den gewählten Gremien angesprochen? Tatsächlich wurde von den SWP-Führern
eine bewusste Entscheidung getroffen, sie nur innerhalb von Tower Hamlets
und der SWP zu behandeln, da die gewählten Gremien nicht als reale Führung
gesehen wurden, denn das war ja die SWP. Statt Probleme, wo sie existierten,
gemeinsam zu diskutieren, wurden sie internalisiert und verschlimmert. Das
war ein schlimmer Fehler. Für die gewählte Führung war es unmöglich,
Verantwortung für solche Probleme zu übernehmen, wenn sie über deren
Existenz nicht informiert wurde. Statt Diskussion und Debatte über
auftauchende Fragen, war die SWP-Antwort eine Politik des kleinsten
gemeinsamen Nenners. Konflikte wurden vermieden, aber nichts gelöst.
Das politische Muster hinter all dem war das Konzept des "lockeren
Bündnisses", das die SWP unbedingt Respect überstülpen wollte, statt des
Aufbaus einer vollwertigen politischen Partei. Bei einem losen Bündnis lagen
die Prioritäten nicht bei politischer Entwicklung und der Schaffung
gemeinsamer politischer Erfahrungen. Diese wurden als Domäne der SWP selbst
gesehen, was logische Folge eine Einheitsfrontkampagne ist. Für eine solche
Kampagne oder lockeres Bündnis war die Priorität, Stimmen herbeischaffen zu
können, wenn sie gebraucht werden. Wie sich die Organisation selbst
entwickelte, war eine zweitrangige Frage.
Das hatte auch Konsequenzen für die innere Demokratie. Ein lockeres Bündnis
bedingt nicht denselben Grad an Demokratie oder Verantwortlichkeit wie eine
Partei. Und es bedingt auch nicht die detaillierten Regeln, die man zum
Eintreten für politische Entscheidungen in politischen Ämtern braucht:
Mitgliedschaftsstatus, Auswahlkriterien und Verantwortlichkeit. Harman
behauptet Unregelmäßigkeiten in Tower Hamlets, vor allem eine große Zahl von
Mitgliedern, die zum niedrigen Tarif für Erwerbslose eintraten -- von denen
jedoch einige, wie er sagt, beschäftigt sein müssten. Es ist schwer zu
sagen, ob an diesen Behauptungen etwas dran ist. Aber es ist klar, dass die
SWP eine erschreckende Tradition hat, solche Unregelmäßigkeiten zu
übersehen, wenn sie ihr zugute kommen, was Fragen aufwirft, wieso einer
solchen Situation, wenn sie überhaupt existiert, erlaubt wurde sich zu
entwickeln. Sowohl die Respect-Konferenz 2006 als auch die von der SWP
organisierte Konferenz 2007 hatten eine große Zahl studentischer
Delegierter, die überhaupt keinen legitimen Status hatten. Sie wurden
"gewählt" von studentischen Listen, die einfach ein Interesse an Respect in
der Erstsemesterwoche gezeigt hatten, aber nie eintraten und in den meisten
Fällen auch nie wieder gesehen wurden. Dies war einer der Faktoren, die die
Konferenz zu einem undemokratischen und inakzeptablen Ereignis machten, das
nicht länger als eine Konferenz der Einheit betrachtet werden konnte. Einen
Tagesordnungspunkt "Bestätigung der Delegierten" hätte man wahrscheinlich
nie überstanden, ohne dass alles in die Luft geflogen wäre, was keiner Seite
gut getan hätte.
ERNEUERUNG
Harman versucht nicht ernsthaft, den dramatischen Schwenk in der Haltung der
SWP gegenüber George Galloway zu erklären, vom unangefochtenen Führer zum
Hauptfeind der Linken. Es stimmt, dass Galloway ein Einzelgänger und
umstrittener Politiker ist. Aber beides war er schon, als Respect gegründet
wurde, und er blieb es bis zum Tag der Spaltung. Bei der Gründung von
Respect schien es der SWP wichtig, jemanden wie Galloway bei einem Projekt
wie Respect dabei zu haben, damit es breiteren Anklang findet. Und damit
hatten sie recht, zumindest im Prinzip -- auch wenn sie in der Praxis falsch
lagen. Man kann keine breite Partei für revolutionäre Sozialisten und linke
Reformisten haben ohne linke Reformistinnen oder Reformisten mit einem
gewissen Gewicht und Einfluss. Und Galloway ist bislang der einzige linke
Labour-Abgeordnete, der mit Labour gebrochen hat, als er wegen der
Kriegsfrage ausgeschlossen wurde und sein Gewicht zum Aufbau einer
Alternative einsetzte. Er ist -- eine nicht gerade unwichtige Eigenschaft --
der beste öffentliche Redner der Linken und war und ist wichtigster Führer
der Antikriegsbewegung. Es sind hauptsächlich diese beiden Faktoren, die ihm
die größte Wahlunterstützung von allen Linken außerhalb der Labour Party
geben. Politisch steht er [immer noch] auf der Linken von Labour, wie er auf
der "Respect Renewal"-Konferenz sehr deutlich gemacht hat. Aber genau dies
hatte er von Anfang an in Respect eingebracht -- eine authentische
Komponente der Labour-Linken.
Harman hat auch nicht recht, wenn er eine Parallele zwischen der
Big-Brother-Episode und Galloways anderen Medienauftritten zieht,
insbesondere der Talk-Sport-Show zweimal wöchentlich. Das ist eine
linksorientierte Show und ein Dient für die Linke. Er nutzt sie, um linke
Themen und linke Gedanken vor einem Halbmillionenpublikum zu fördern. Es
fällt schwer, dagegen irgendwelche Einwände zu finden.
Das Ausmaß des Erfolgs von Respect Renewal seit der Spaltung ist ein Beleg
dafür, dass die politischen Verhältnisse für solch eine Partei weiter gut
sind. Respect Renewal bleibt fragil und wird sich nur erfolgreich
entwickeln, wenn sie auf den Rest der Linken zugeht. Die Stärke von Respect
Renewal ist jedoch, dass es ihr, anders als der ursprünglichen Respect unter
der SWP, ernst ist mit einer Annäherung an andere Teile der Linken wie der
Gewerkschaftslinken und der Kommunistischen Partei (CPB), um mit einer
breiteren Sammlung der Kräfte das Problem der Krise der [politischen]
Vertretung der Arbeiterklasse anzugehen. Sie meint es ernst, wenn sie sagt,
sie sehe sich nicht selbst als die Antwort, sondern nur als ein Teil der
Antwort. Und wenn sie sagt, dass sie einer möglichen breiteren Sammlung
keine organisatorischen Vorbedingungen in den Weg stellen würde, dann meint
sie das so. Die einzige Vorbedingung wäre, dass dies einen Schritt vorwärts
beim Aufbau der neuen Partei bedeuten würde, die die arbeitende Klasse
braucht, um auf den Verrat der Sozialdemokratie zu antworten.
All diese Fragen hätten im Rahmen der alten Respect diskutiert werden
können, wenn die SWP anders reagiert hätte. Unglücklicherweise war das nicht
der Fall. Vielmehr gab es sogar Widerstand dagegen. Aufgabe ist daher jetzt,
Respect Renewal zu dem Erfolg zu machen, der zu werden sie die
Voraussetzungen hat. Sie hatte einen ermutigenden Start; die Aufgabe ist
nun, auf diesem Anfangserfolg aufzubauen.
Alan Thornett ist führendes Mitglied der International Socialist Group, der
britischen Sektion der Vierten Internationale..
Übersetzung, Zwischentitel und Anmerkungen: Björn Mertens
Aus: Inprekorr Nr. 436/437 (Internationale Pressekorrespondenz)
Nachdruck gegen Quellenangabe und Belegexemplar erwünscht
E-Mail: vertrieb ät inprekorr.de
Bestellungen: Inprekorr, Hirtenstaller Weg 34, 25761 Büsum
Doppelheft: 4 EUR; Schnupperabo: Ein Vierteljahr für 5 EUR
Jahresabo: 20 EUR (Inland), 12 EUR (ermäßigt), E-Abo 50%
Artikel im CL-Datennetz: cl.medien.inprekorr
Artikel im Internet: http://inprekorr.de
[1] Eine von Respect organisierte Tagung klassenkämpferischer
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter -- siehe Fußnote 12 im Artikel von
Chris Harman.
[2] Ökosozialistisches Netzwerk, das 2002 von Socialist Solidarity Network
und International Socialist Group gegründet wurde und eine Zeitschrift
gleichen Namens herausgibt. Ziel ist es, den Kampf für eine breite
sozialistische Partei in England nach dem Muster der schottischen SSP oder
der italienischen Rifondazione zu unterstützen. Internet:
http://www.socialistresistance.net/
[3] Englische Redensart, die eine eigentlich nicht zu übersehende Tatsache
beschreibt, die von niemandem angesprochen wird.
[4] Als /Kommunalismus/ werden in Südasien verschiedene Formen des
kommunalen und religiösen Fanatismus bezeichnet.
[5] Respect hatte die Wahlen 2005 wegen Verdacht auf Wahlbetrug bei der
Briefwahl angefochten. Eine Labour-nahe Gewerkschaft hatte vorgedruckte
Anforderungsformulare verteilt nebst Freiumschlägen, mit denen die
ausgefüllten Stimmzettel an das Gewerkschaftsbüro geschickt werden sollten.
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