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Buchbesprechung: Nacht über Spanien

Aus CONTRASTE Nr. 279 (Dezember 2007)

Nacht über Spanien

Im Juli 1936 reist Augustin Souchy (1892-1984) nach Barcelona, um als Redner auf einer Kundgebung gegen den Krieg aufzutreten. Doch der Putsch des Militärs ändert seine Pläne. Souchy bleibt in Spanien und kämpft auf Seiten der Anarchisten gegen Franco.

In »Nacht über Spanien« schildert er seine Erfahrungen und Erlebnisse während des Bürgerkrieges: die Kämpfe gegen die Putschisten, die Niederschlagung des Aufstandes in Katalonien, Aragón und Kastilien, die Kämpfe zwischen Anarchisten und Kommunisten und 1939 die Niederlage gegen Franco und seine Helfer.

Im Mittelpunkt steht die einzigartige soziale Revolution unter der Führung der anarcho-syndikalistischen CNT und der anarchistischen FAI nach dem 19. Juli 1936. In Katalonien und den angrenzenden Regionen Kastilien und Aragón entstehen anarchistische Lebens- und Arbeitsstrukturen, wird der Kapitalismus durch freiheitliche und selbst gewählte Wirtschaftsformen ersetzt. Doch der gesellschaftliche Fortschritt wird immer stärker durch den Bürgerkrieg und den Kämpfen zwischen Anarchisten und Kommunisten beeinträchtigt und nach dem Sieg Francos und seiner Verbündeten durch die faschistische Diktatur zerstört.

»Nacht über Spanien« spiegelt nicht nur Augustin Souchys persönliche Erfahrungen, sondern entwirft ein Panorama der spanischen und katalanischen Geschichte
und ihrer Freiheitskämpfe im 19. und 20. Jahrhundert.

Diego

Augustin Souchy: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39. Überarbeitete Neuausgabe 2007, 240 Seiten, Trotzdem im Alibri Verlag, ISBN 978-3-922209-51-5, 18 EUR


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03.05.08    Dieter Poschen <contraste@t-online.de>
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