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Aus CONTRASTE Nr. 280 (Januar 2007)
Der Gläubiger-K.O.
Welch ein Buch: Seite für Seite offensiv beschriebene Tricks, um von den
eigenen Schulden nicht erdrückt zu werden, Zwangsvollstreckungen
abzuwenden oder trotz fehlenden Geldes noch an die wichtigen Dinge zum
Leben heranzukommen. Wahre Stärke zeigt der Autor bei der Liste der vielen
Tricks, die Gläubiger zum Eintreiben von Schulden anwenden. Wer die
durchschaut, hat bessere Möglichkeiten. Das ist eine echte Fundgrube – zur
Erhöhung des praktischen Nutzens sind noch Musterbriefe, zum Teil
kopierfähig, beigefügt. Aufgelockert ist das Buch durch viele kleine
Zitate rund ums Geld. Manche regen zum Schmunzeln an, wenig seriös bis
ärgerlich wirken aber einige mit hohem Chauvigehalt. Seltsam wirkt auch
die Liste von Internetseiten am Ende des Buches. Sollte mensch das
gesparte Geld gleich verzocken? Das hätte lieber draußen bleiben oder
zumindest gekennzeichnet werden sollen. Verdirbt der Umgang mit den
Geldschneidern und -eintreibern der Republik das feine Gespür?
Jörg Bergstedt
Benno von Urbanowski: Der Gläubiger-K.O., 2006, Rainer Bloch Verlag in
Weinheim, 304 S.
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