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Netzwerk News im Februar: Filme gegen Deutschland

Aus CONTRASTE Nr. 281 (Februar 2008)

NETZWERK NEWS

Fördern – Vernetzen – Unterstützen

Netzwerk Selbsthilfe e.V. Berlin als staatlich unabhängiger politischer Förderfonds ist mit seiner Idee seit nunmehr 30 Jahren einzigartig. Sie wird auf drei Wegen umgesetzt. Direkte finanzielle Förderung durch einen Zuschuss, persönliche und individuelle Beratung sowie Vernetzung von politischen Projekten. Wir brauchen UnterstützerInnen und SpenderInnen, damit das Entstehen und Überleben vieler kleiner politischer, sozialer und alternativer Projekte möglich bleibt!

Filme gegen Deutschland

Der stumme Zwang – Das neueste Filmprojekt der Gruppe Slatan Dudow

Nicht nur die Hartz IV-Gesetze haben die Voraussetzung dafür geschaffen, dass in der Bundesrepublik ein auf Repression und Niedriglohn basierendes »Workfare-Regime« US-amerikanischer Prägung existiert. Doch gerade die Bundesagentur für Arbeit agiert mit Kernbegriffen wie »aktivierender Sozialstaat « und schafft damit ein auf Repression aufgebautes System von Arbeitszwang und Niedriglohn.

Als Projekt des Monats Februar stellen wir euch das Filmkollektiv »Gruppe Slatan Dudow« vor. Der Schwerpunkt ihrer filmisch-künstlerischen Arbeit liegt in der nicht-kommerziellen Realisierung von kleineren und größeren künstlerisch anspruchsvollen Filmprojekten, die sich kritisch mit dem Leben und Zusammenleben im Kapitalismus in unterschiedlichsten Facetten auseinander setzen. Am 8. Februar 2008 wird der aktuelle Kurzfilm des Kollektivs »Der stumme Zwang« voruraufgeführt. Die Aufführung findet um 20.00 Uhr im Filmsaal der Humboldt Universität Berlin statt. Thematisch passend zum Thema gibt es eine Lesung und anschließend eine Party im Cafe Krähenfuß.

Der Kurzfilm »Der stumme Zwang« ist ein politisch-agitatorischer Film, der versucht, auf surreale, kafkaeske Weise den internalisierten Zwang sichtbar zu machen, der die Menschen zur Arbeit treibt. Zugleich unterläuft der Film, der sich stilistisch am »Film Noir« orientiert, durch die Besetzung aller Hauptrollen mit Frauen die entsprechenden Genre- und
Geschlechterstereotypen. Der aktuelle Film wurde in einem Kraftakt des Filmkollektivs »Gruppe Slatan Dudow« entwickelt und erstellt. Um die gewünschte künstlerische Wirkung zu erzielen, wurde eine komplette Wohnung gemeinsam leer geräumt, umgebaut und neu eingerichtet. Die Gruppe existiert seit dem Jahr 2002 und besteht aus StudentInnen und AbsolventInnen der Berliner Universitäten (HU, FU, UDK) sowie SchülerInnen der Ernst-Busch-Schauspielschule und des Europäischen Theaterinstituts.

Der Film soll in Berlin und weiteren Universitätsstädten einem politisch interessierten Publikum vorgeführt werden. Vorher soll der Film insbesondere auf Filmfestivals gezeigt werden um »einen einschlägigen politischen Kontrapunkt zu setzen«. Vergangene Projekte des Filmkollektivs hatten eine große Resonanz. Mehr Informationen zu den einzelnen Filmprojekten findet ihr unter www.gruppeslatandudow.de.

Klaus Eckert für Netzwerk Selbsthilfe e.V.

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16.04.08    Klaus Eckert <contraste@t-online.de>
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