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Buchbesprechung: 28 Wege zum Glück

Aus CONTRASTE Nr. 274/275 (Sommer 2007)

28 Wege zum Glück

Wovon leben Menschen? Was macht ihnen Mut? Wofür setzen sie sich ein? In 28 einfühlsamen Porträts engagierter Menschen zeigen die Autorinnen des gerade im oekom verlag erschienenen Buches "Wovon Menschen leben - Arbeit, Engagement und Muße jenseits des Marktes", dass wir auch im 21. Jahrhundert ebenso sehr von "Luft und Liebe" leben wie von Geld und Waren - und liefern dazu eine fundierte fachliche Analyse. Ihr Fazit: Ohne private und öffentliche Eigenarbeit kann kein
Mensch, kein Gemeinwesen und keine Wirtschaft auf Dauer existieren.

Rund zwei Drittel der in unserer Gesellschaft notwendigen Arbeit ist unbezahlt - Hausarbeit, Eigenarbeit und ehrenamtliche Tätigkeiten. Welche Bedeutung diese "andere Ökonomie" im Alltag von Menschen hat, zeigen Männer und Frauen, die Zufriedenheit und Glück gefunden haben: Im Engagement für den Nächsten, in der Sorge um die Umwelt und die Gemeinschaft.

Die Porträts zeigen Menschen aus unterschiedlichen Schichten und Milieus, die für andere sorgen, ihren Nahraum gestalten, Natur bewahren oder Dinge ihres Alltags selbst herstellen. In einprägsamen Bildern und berührenden Geschichten erzählen sie von erfülltem Leben jenseits kapitalistischer Warenlogik: Ein Buch, das motiviert
und zum Nachahmen einlädt.

Die beispielhaften Lebensentwürfe sind mit Fotos von Cornelia Suhan eindrucksvoll illustriert. Interview-Mitschnitte auf DVD komplettieren die Porträts und bieten authentische Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Porträtierten.

Ingrid Reinecke

Andrea Baier, Christa Müller, Karin Werner: Wovon Menschen leben. Arbeit, Engagement und Muße jenseits des Marktes, oekom verlag, München 2007, 305 Seiten, 24,90 EUR, ISBN: 978-3-86581-075-5

Hinweis: Unter dem Titel "Wovon Menschen leben" gibt es auch eine Wanderausstellung. Informationen dazu bei I.Reinecke(at)anstiftung.de


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09.04.08    Ingrid Reinecke <contraste@t-online.de>
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