|
Aus CONTRASTE Nr. 283 (April 2008)
ALTERNATIVE ÖKONOMIE
NIEDERKAUFUNGEN
Anders leben, anders arbeiten, anders entscheiden
Gelebte Utopie im gesellschaftlichen Kontext
Das Beispiel der Kommune Niederkaufungen soll die TeilnehmerInnen anregen
herauszufinden, welche Vorstellungen und Wünsche sie für ihre Zukunft
haben.
Kennzeichnend für die Kommune Niederkaufungen sind:
* zusammen leben und arbeiten;
* gemeinsame Ökonomie;
* Entscheidungsfindung im Konsens;
* gemeinsame Verantwortung füreinander;
* nachhaltige Wirtschaftsweise.
Wir wollen uns fragen, ob diese Lebensform geeignet ist, auf Entwicklungen
unserer Gesellschaft Einfluss zu nehmen, und ob sie Anregungen für die
Lebens- und Arbeitsweise der TeilnehmerInnen bietet.
Termin: 5.-9.5.2008
Information & Anmeldung:
Tagungs- und Begegnungshaus Niederkaufungen, Kirchweg 1, D-34260
Kaufungen
Tel.: (0 56 05) 80 07 30, Fax 80 07 40
E-Mail: tagungshaus(at)t-online.de
www.kommune-niederkaufungen.de
ZUKUNFTSWERKSTATT 2008
Jahrestreffen Zukunftswerkstätten
Zukunftswerksttatt 2008 - Bildung für nachhaltige Entwicklung -
Zukunftsmethoden auf dem Prüfstand
Treffpunkt für Menschen, die mit Zukunftswerkstätten ihre konkrete
Profession oder ihr gesellschafts-politisches Engagement verbinden.
Zukunftswerkstätten als Beiträge einer Bildung für nachhaltige
Entwicklung neu entdecken.
Termin: 2.-4.5.2008
Information & Anmeldung:
Evangelische Landjugendakademie, Dieperzbergweg 13-17, 57610 Altenkirchen
Tel.: (0 26 81) 95 16 23
E-Mail: heuser(at)lja.de, www.lja.de
ANARCHISMUS
Anarchie in Europa
Am 1. und 3. Juniwochenende 2008 führen wir in Hannover zwei Treffen zu
anarchistischen Perspektiven in Europa durch. Eingeladen sind alle
Interessierten.
Am 1. Juniwochenende werden wir aus anarchistischer Sicht den Vertrag von
Lissabon diskutieren (ehem. EU-"Verfassung") und die langfristige
Entwicklung der EU analysieren.
Am 3. Juniwochenende haben wir Aktive aus anarchistischen Zusammenhängen
in Osteuropa und Frankreich/Schweiz eingeladen, um gemeinsam über die
Situation und Perspektiven des Anarchismus in Europa zu diskutieren. Dabei
haben wir bewusst keine "Fach"leute eingeladen, sondern einfach aktive
AnarchistInnen. Der Rahmen ist informell und es geht primär darum sich
auszutauschen und zu diskutieren. Ihr könnt auch an nur einem der
Wochenenden teilnehmen.
Weitere Infos unter:
http://3tes-jahrtausend.org/europaeische_union/eu_verfassung.html
Anarchistisches Sommercamp 2008
Widerstand, das heißt für uns Lebendigkeit - in diesem Sinne wollen wir
beim dritten anarchistischen Sommercamp in Österreich eine Woche lang
gemeinsam leben, lieben, lachen, diskutieren, Pläne aushecken, tanzen,
Ideen sammeln, baden, kuscheln oder machen, worauf wir gerade Lust haben.
Dabei ist das A-Camp kein "Urlaub" im üblichen Sinn, weil dieser Begriff
schon die Trennung von Arbeit und Freizeit beinhaltet. Dagegen wollen wir
für die Zeit des Camps versuchen, unser Leben gemeinsam ohne Herrschaft zu
gestalten, uns kennen zulernen und unsere Träume von einem befreiten Leben
umzusetzen: bei den Dingen des alltäglichen Lebens ebenso, wie bei
Diskussionen oder Workshops.
Uns ist bewusst, dass es sich dabei nur um relative Herrschaftsfreiheit
handeln kann - denn erstens tragen wir alle Herrschaftsmechanismen in
unseren Köpfen und Körpern mit uns herum und zweitens ist das
anarchistische Camp eine räumlich und zeitlich begrenzte Insel in einer
von Herrschaft bestimmten Gesellschaft. Aber vielleicht gelingt es uns für
die Zeit des Camps einen Freiraum jenseits dieser gesellschaftlichen
Normalität mit all ihren alltäglichen Widerwärtigkeiten zu schaffen, wo
wir spüren, wofür wir eigentlich kämpfen und wo wir hin wollen.
Grundvoraussetzung dafür ist, dass Diskriminierungen und
Unterdrückungsmechanismen jeder Art auf dem Camp nicht geduldet werden und
sich dafür auch jedeR verantwortlich fühlt. Das heißt: aufmerksam sein,
selbst eingreifen und thematisieren, wenn solche Verhaltensweisen
wahrgenommen werden - bei anderen oder bei sich selbst.
Herrschaftsfreiheit und Solidarität wirklich erlebt gibt Liebe& Kraft für
unser alltägliches Engagement.
Du brauchst dich weder mit irgendwelchen Theorien auskennen noch in
politischen Gruppen/Kollektiven aktiv sein, um am A-Camp teilzunehmen.
JedeR ist eingeladen, die/der sich mit emanzipatorischen und
herrschaftskritischen Ideen identifizieren kann.
Termin: 18.-27.7.2008
Info: www.a-camps.net/AST
BREMEN
2. Kongress Solidarische Ökonomie
Mit sanfter Hochtechnologie zu einer menschlichen Gesellschaft
Die Schäden des globalisierten Kapitalismus häufen sich: immer mehr
Menschen werden ins gesellschaftliche Abseits gedrängt, der Klimawandel
zerstört unsere Lebensgrundlagen, das Massensterben in den
Entwicklungsländern hört nicht auf. Solidarische Ökonomie ist der Name
einer weltweiten Bewegung, die mit Fabrikbesetzungen, landwirtschaftlichen
Kooperativen, Genossenschaften, Wikipedia, freier Software ... nach
Alternativen sucht. Steckt in der solidar- ökonomischen Nutzung von
sanfter Hochtechnologie eine neue menschliche Qualität? Konkrete Projekte
werden vor- und zur Diskussion gestellt.
Termin: 25.-27. April 2008
im globalisierungskritischen Stadtteilzentrum, Bauernstr. 2, 28203 Bremen
Information & Anmeldung:
Info(at)solidarische-oekonomiebremen.de
www.solidarische-oekonomie-bremen.de
KLIMA-CAMP 2008
Kultur für ein anderes Klima:
Wir wollen Euch für das KLIMA-CAMP 2008 !
Für das geplante KLIMA-CAMP werden gesucht: MusikerInnen,
SchauspielerInnen, BüchervorleserInnen, FilmvorführerInnen,
BildermalerInnen, TänzerInnen,
GroßfigurenbauerInnen, Performance-KünstlerInnen und mehr... Wir wollen
mit Euch zusammen tanzen und singen, schauen und staunen, nachdenken,
zuhören, weinen und lachen UND direkte Aktionen künstlerisch gestalten.
Gebt Konzerte, spielt Theater, zeigt Filme und stellt Bilder aus, baut
Großfiguren.... Kultur hat die Fähigkeit, sich durchaus positiv auf das
zwischenmenschliche Klima auszuwirken.
All Ihr KünstlerInnen da draußen - ob nun professionell, Amateur oder ewig
verkanntes Genie - wenn ihr mögt, dann unterstützt das Klima Aktions Camp
2008 mit eurer Kreativität! Das Camp wird voraussichtlich im Sommer (Juli
oder August) bei dem Kraftwerk Staudinger bei HANAU in der
Rhein-Main-Region stattfinden.
Meldet Euch bei uns:
Programm(at)klimacamp.org
Infos unter: www.klimacamp.org
TAGUNG
Perspektiven der Zusammenarbeit
CL-Frühjahrstagung 2008
Antifaschismus, Antirassismus, Flüchtlingsarbeit einerseits,
Vorratsdatenspeicherung, Überwachung, Datenschutz andererseits. Die
genannten Schwerpunkte sind die Leitthemen für das /CL-Netz im Jahre 2008.
Wer engagiert sich in welchem Bereich? Wie finden die AktivistInnen
zueinander? Wo gibt es Schnittmengen? Welche
künftigen Möglichkeiten der Vernetzung sehen wir?
Im Anschluss an den erfolgreichen Kongress "Wem gehört das Internet ?"
greift die diesjährige /CL-Tagung einige der Themenschwerpunkte auf um sie
weiter zu vertiefen und die Vernetzung voran zu bringen. In einer
Zukunftswerkstatt wollen wir die uns bewegenden Fragen sammeln, Ideen
zusammentragen und Wege für eine gemeinsame Arbeit finden. Dazu treffen
wir uns am 26./27. April 08 in Nürnberg im Bildungszentrum der Stadt
Nürnberg.
Information & Anmeldung:
Nürnberger Medienakademie e.V., Peter Lokk, Humboldtstr. 117, 90459
Nürnberg
Tel.: (09 11) 43 58 67, Fax (0 89) 13 14 06
E-Mail: medienakademie(at)link-m.de
JUNGE LINKE
Kritik des Kapitalismus
Wochenendseminar zur Kapitalismuskritik
(Drohende) Arbeitslosigkeit, ein Arbeitsplatz, an dem man einiges an
körperlichem und psychischem Stress auszuhalten hat, und eine Freizeit, in
der man zu fertig ist oder zu wenig Geld hat, um sie für sich zu nutzen;
dies alles sind Sachen, mit denen die meisten Menschen irgendwann mal
Bekanntschaft machen. Warum gibt es neben dem Reichtum in den
kapitalistischen Gesellschaften soviel Armut?
Im Gegensatz zu manch anderen "Kapitalismuskritikern" meinen wir, dass all
das nicht von Managementfehlern oder Heuschrecken mit schlechten
moralischen Grundsätzen herrührt, sondern dass es die notwendigen
Resultate einer Produktion für den Markt sind. Bei der fortschreitenden
Technik springt für die Leute, die mit ihrem Einkommen kalkulieren müssen,
wenig heraus. Viele werden entlassen und diejenigen, die noch dabei sein
dürfen, werden noch härter ran genommen - die teuere Maschinerie muss sich
ja rentieren.
Zusehend, wie alles bei gleichem Aufwand in größeren Massen hergestellt
werden kann, sollen heute die Lohnabhängigen endlich einsehen, dass ihr
Lohn ständig zu hoch ist für das Glück, beschäftigt zu sein. Trotz des
rasanten Fortschritts in der Produktion heißt es, dass man sich bestimmte
Sachen, z.B. in der Gesundheitsversorgung, einfach nicht mehr leisten
könne.
Manche meinen, dass der Staat den freien Markt zügeln müsse, damit alles
besser wird. Auf dem Seminar wollen wir deshalb über die ökonomischen
Fragen hinaus diskutieren, warum der angeblich rettende Einsatz des
Staates für die Bedürftigen in dieser Gesellschaft immer so dürftig
ausfällt. Nicht der Mangel, sondern der Überfluss ist einigen
Kapitalismuskritikern in der Linken ein Dorn im Auge. Konsumterror,
Werbung, Image, kurz die "Konsumgesellschaft" ist für sie das zentrale
Problem. Was die Unterscheidung von "eigentlichen" und
"künstlichen/fremden" Bedürfnissen bringt, wird ein weiterer
Diskussionspunkt auf dem Seminar sein. Termin: 16.-18.5.2008 bei Berlin
Die Gewalt der Ordnung
Wochenendseminar zur Kritik an den Rechtfertigungen der bürgerlichen
Gesellschaft für ihr Strafwesen und ihre Knäste
Bei den öffentlichen Debatten um die Bekämpfung von Kriminalität geht es
oft um die Frage nach dem Sinn und Unsinn härterer Strafen bzw. der
Ausgestaltung des Strafvollzugs. Eine Seite sorgt sich darum, ob der Staat
dem Schutzbedürfnis seiner Bürger genügend Rechnung trage und hart genug
gegen Verbrecher durchgreife. Eine andere Seite macht hingegen geltend,
dass härtere Strafen bzw. das Gefängnis wenig effektiv sind für das Ziel,
Verbrecher zu anständigen Bürgern zu machen. Ihr fällt an der
Freiheitsstrafe auf, dass ausgerechnet durch das Wegsperren und Isolieren
von Menschen deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft erreicht werden
soll. Die Politik verschlechtere die Resozialisierungschancen dadurch, dass
sie immer miesere Haftbedingungen herstelle (Überbelegung, wenig Geld für
Ausbildung und Sozialarbeit).
So gegensätzlich die Positionen auch erscheinen, sie sind sich doch in den
Annahmen einig, dass Recht diene dazu, ein friedliches Zusammenleben zu
sichern und der Staat mit seinem Strafrecht und seinen Knästen habe damit
den Schutz der Bürger im Auge. Beide Seiten setzen voraus, dass die Gründe
für die Kriminalität nicht in der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer
Rechtsordnung zu suchen sind, die alle auf Eigentum/ Konkurrenz
verpflichtet, sondern bei den Störern dieser Ordnung. Deshalb streiten sie
darüber, welcher der Strafzwecke - Schutz der Allgemeinheit oder
Resozialisierung - wichtiger sei, ob bei der Strafbemessung individuelle
Lebensumstände strafmildernd anzuerkennen seien, ob die Freiheitsstrafe
effektiver sei oder der offene Vollzug. Bestrafen halten sie aber alle für
notwendig.
Uns interessieren auf dem Seminar dagegen andere Fragen: Welche Ordnung
schützt der Staat durch sein Recht und wie sorgt er dafür, dass
Strafverfolgung und Strafvollzug ihr entsprechen? Was bedeutet das für die
Gefängnisinsassen? Wie verhält sich der Schutz der Rechtsordnung durch den
Staat zum Schutzbedürfnis seiner Bürger? Dabei wollen wir diskutieren,
warum der Schutz seiner Rechtsordnung durch den Staat etwas anderes ist
als der Schutz der Bürger vor Gewalt und Schädigung, und, inwiefern das
Strafsystem selbst und die Ordnung, der das Recht dient, die Gründe für
das Verbrechen wie auch das Interesse der Bürger an Strafen und ihrer
Verschärfung immer wieder hervorbringen. Eine praktische Konsequenz
vorneweg: Es geht nicht darum, für ein besseres Strafsystem einzutreten,
sondern soziale Verhältnisse zu kritisieren, die ein solches nötig
machen.
Termin: 30.5.-1.6.2008 bei Berlin
Information & Anmeldung:
junge linke, Postfach 91 04 29, 30424 Hannover
Tel.:(05 11) 838 62 26
Hannover(at)junge-linke.de
www.junge-linke.de
FIAN
"Agrarreformen im 21. Jahrhundert"
Alte Ansprüche und neue Herausforderungen aus der Perspektive des Rechts
auf Nahrung
Welches Potenzial haben Agrarreformen heute zur Umsetzung des
Menschenrechts auf angemessene Ernährung? Diese Frage wird im Seminar
anhand historischer Beispiele und aktueller Agrarreformprozesse
diskutiert. Neben der Situation vor Ort spielen internationale
Entwicklungen und Zusammenhänge immer wieder eine bedeutende Rolle. Der
Boom im Agrartreibstoffsektor bspw. wirkt sich direkt auf die
Verfügbarkeit von Brachland, einem klassischen Fokus von Agrarreformen,
aus. Die bi- und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit fördert
einseitig Markt gestützte und technische Ansätze und verdrängt umfassende
und umverteilende Agrarreformen. Aber auch ganz direkte und konkrete
Behinderungen ergeben sich, wie das Beispiel des
Investitionsschutzabkommens zwischen Deutschland und Paraguay zeigt. Im
Seminar werden neben der Auseinandersetzung mit aktuellen Agrarreformen
auch Strategien und konkrete Aktionen erarbeitet, die dazu beitragen
sollen, dass menschenrechts-basierte Agrarreformen mehr Beachtung in der
entwicklungspolitischen Debatte und der deutschen Politik finden.
Termin: 25.-27.4.2008, Kassel
Information & Anmeldung:
r.herre(at)fian.de
MultiplikatorInnen-Training
"Agrarhandel und das Menschenrecht auf Nahrung"
Das zweiteilige Training vermittelt das Grundlagenwissen über die
Auswirkungen des Weltagrarhandels auf das Menschenrecht auf Nahrung.
ExpertInnen mehrerer NRO stellen den menschenrechtlichen Rahmen vor und
führen ein in die europäische Agrarpolitik und die Liberalisierung des
Welthandels auf multilateraler und bilateraler Ebene. Konkrete Beispiele
veranschaulichen die Auswirkungen auf das Recht auf Nahrung insbesondere
von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Neben Inhalten werden mit Hilfe von
erfahrenen Trainern auch Methoden der Veranstaltungsplanung und der
Rhetorik vermittelt. Das Training ist kostenlos.
TeilnehmerInnen sollen im Gegenzug drei Veranstaltungen in ihrem lokalen
Umfeld konzipieren, organisieren und durchführen.
Termine: 16.-18.5.2008, Kassel,
19.-21.9.2008, Köln
Information & Anmeldung:
a.paasch(at)fian.de
FIAN Deutschland e.V., Düppelstr. 9-11, 50679 Köln
Tel.: (02 21) 800 87 90, www.fian.de
MEDIEN
Öffentlichkeit herstellen
Öffentlichkeit herstellen: Pressearbeit für Politik und Engagement. Wie
bringe ich meine Themen und Termine in die Medien? Wie baut man Kontakte
zu Journalisten auf? Wie stellt man einen Presseverteiler zusammen? Wie
formuliert man eine Pressemitteilung? Beim Seminar arbeiten die
Teilnehmer/innen am PC an Aufgabenstellungen aus der Praxis. Die
Ergebnisse werden gemeinsam besprochen und durch Tipps und Checklisten
ergänzt. Das Seminar wird aus Mitteln der politischen Bildung durch die
Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert.
Termin: 11.-12.4.2008, Nürnberg
Information & Anmeldung:
Journalistenakademie, Arnulfstr. 111-113, 80634 München
Tel. : (0 89) 167 51 06, Fax 13 14 06
www.journalistenakademie.de
REGIONALGELD
"Regio ergänzt Euro"
so lautet das Motto von Regionalgeld-Initiativen, die seit der Einführung
der europäischen Einheitswährung in mehreren Ländern entstanden sind. In
Deutschland gibt es mittlerweile 29 Initiativen, die regionale
Komplementärwährungen emittieren, und weitere 70 Initiativen, die deren
Ausgabe vorbereiten. Viele von ihnen haben sich im Frühjahr 2006 zum
"Regiogeld Verband e.V." zusammengeschlossen. Anders als die sog.
Freigeldexperimente aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg verstehen sich
die heutigen Regionalgeldinitiativen nicht nur als Modellversuche zur
praktischen Erprobung eines gerechteren Geldes. Sie wollen auch einen
zivilgesellschaftlichen Beitrag zur Stärkung regionaler, nachhaltiger
Wirtschaftskreisläufe leisten, um Transportwege abzukürzen und den damit
verbundenen Energieverbrauch reduzieren und um ein Europa der Regionen zu
verwirklichen. Als regionale Agenda-Projekte setzen sie neue Akzente im
Rahmen einer sich globalisierenden Wirtschaft. Durch die
Regionalgeld-Initiativen sind während der letzten Jahre interessante
Lernfelder entstanden. Eine erste Zwischenbilanz wurde im Herbst 2006 beim
internationalen Kongress "Monetary Regionalisation " an der Bauhaus
Universität in Weimar gezogen (www.monetaryregionalisation.com).
Eineinhalb Jahre später soll die Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen
der regionalen Komplementärwährungen im Rahmen der "Mündener Gespräche"
fortgesetzt werden. Wissenschaftliche Einwände gegen sie sollen ebenso
geprüft werden wie die Frage, welchen Beitrag regionale
Komplementärwährungen zur Regionalentwicklung leisten können und ob sich
ihre Wirkungsfelder im Sinne einer Mitwirkung von Kommunen erweitern
lassen.
Termin: 19.-20.4.2008
Information & Anmeldung:
Andreas Ehrich
Tel.: (0 40) 604 93 21, Fax: (0 32 21) 233 83 00
E-Mail: ehrich(at)sozialoekonomie.info
CONTRASTE ist die einzige überregionale Monatszeitung
für Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als
monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.
Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
Lebensbereichen breit macht, wird hier regelmäßig aus dem
Land der gelebten Utopien berichtet: über Arbeiten ohne
ChefIn für ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugründungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhänge.
Des weiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nützliche Infos über Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.
CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und
ein Spiegel dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen
Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
undogmatisch und unabhängig. Die RedakteurInnen sind selbst
in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
ehrenamtlich und aus Engagement.
Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und
kostet im Abonnement 45 EUR. Wer CONTRASTE erstmal
kennenlernen will, kann gegen Voreinsendung von 5 EUR in
Briefmarken oder als Schein, ein dreimonatiges Schnupperabo
bestellen. Dieses läuft ohne gesonderte Kündigung
automatisch aus.
Bestellungen an:
CONTRASTE e.V., Postfach 10 45 20, D-69035 Heidelberg, EMail:
CONTRASTE(at)t-online.de
Internet: http://www.contraste.org
Zusätzlich gibt es eine Mailingliste. An-/Abmeldung und
weitere Informationen unter:
http://de.groups.yahoo.com/group/contraste-list
Wenn Sie Ihr Abonnement für diese Gruppe kündigen möchten,
senden
Sie eine E-Mail an:
contraste-list-unsubscribe@yahoogroups.de
|