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CONTRASTE im April 2008 - Aus dem Inhalt
REPRESSION
Drei des "Hausfriedensbruchs" in der Kölner Arbeitsagentur Angeklagte
betraten am 5. März den Amtsgerichtssaal in Mafia-outfit: schwarze Anzüge
und schwarze Sonnenbrillen. Rund fünfzig ZuhörerInnen mussten sich durch
Sicherheitsschleusen, Durchsuchungen und Barrieren quälen, bevor sie
hinter Trennscheiben wie bei einem Terroristenprozess Platz nehmen
durften. "Rebel Clowns vor Gericht" auf
Seite 1.
STRIKE BIKE
Über die Betriebsbesetzung der ehemaligen Fahrradfabrik "Bike Systems
GmbH" in Nordhausen, die Produktion des "Strike Bike" und der endgültigen
Schließung Anfang November hatte CONTRASTE in den vergangenen Ausgaben
berichtet. Einige der ehemaligen Beschäftigten möchten nach dem Erfolg des
"Strike Bike" auch weiterhin Fahrräder in Eigenregie produzieren. Ab Mitte
des Jahres soll es mit einer neu gegründeten Fahrrad-Manufaktur wieder
losgehen.
Seite 3
LOS APISQUILLOS
Die Kommune "Los Apisquillos" wurde im Herbst 2000 in dem in den Bergen
von Madrid liegenden Dorf "Puebla de la Sierra" gegründet. Heute besteht
sie aus zehn jungen Erwachsenen und einem Kind.
Seite 3
FREIRÄUME
"Bei dem, was wir "Freiräume" nennen, handelt es sich um Orte, die
provozierend sind und die den sie umgebenden gesellschaftlichen Raum zur
Weiterentwicklung zwingen. Aber wovon sind diese Freiräume frei? Die Idee
kann der Realität näher kommen, wenn die Freiräume sich auch selbst
herausfordern und über die Machtpositionen und sozialen Normen
reflektieren, die in ihrem Inneren eine Rolle spielen", so die Gruppe KRAN
aus Kopenhagen in ihrem Beitrag über die inneren Widersprüche der
Solidaritätsbewegung zum im März 2007 abgerissenen Zentrum
"Ungdomshuset".
Seite 4
VON DER FABRIK, IN DIE STADT
Mitten im Wahlkampf 1969, zwischen den Schildern, die dafür einnehmen
sollten, den Kommunismus zu fürchten oder die Demokratie zu wagen,
entschlossen sich die Arbeitenden der Hoesch-Stahlwerke in Dortmund zu
Streik. Schon in den beiden Jahrzehnten zuvor hatten die Beschäftigten der
drei fusionierten Werke, vor allem die der "Westfalenhütte", immer wieder
die Arbeit niedergelegt. Meistens jedoch gelangten diese "wilden" Proteste
gegen Ungerechtigkeiten bei den Löhnen und Unerträglichkeiten der
Arbeitsbedingungen nicht an die Öffentlichkeit, sondern wurden "diskret"
vor Ort erledigt, und es hatte dabei Zugeständnisse an die Streikenden
gegeben.
Seite 5
BEFREIUNG IM 21. JAHRHUNDERT
Mit seinem neuesten Buch legt der in Brasilien lebende Helmut Thielen ein
leidenschaftliches Plädoyer für eine Gesellschaft jenseits von Staat und
Kapital vor. Mit seinen produktiven Ideen und seiner manches Mal polemisch
zugespitzten Kritik, mit seinen Gedanken zu Widerstand und zu konstruktiven
Alternativen zeigt der Autor Wege für die dringend notwendigen
Veränderungen auf.
Seite 6
NETZ SOZIALE ÖKONOMIE BASEL
Die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie besteht aus
zivilgesellschaftlichen und kommerziellen Organisationen, die nach dem
Prinzip "eine Person, eine Stimme"
selbstverwaltet werden. Ende Februar fand die erste "BonNetzBon"-Messe in
Basel statt. Mehr dazu auf
Seite 6
GREENWASHING
Ölkonzerne lassen Blumen wachsen, Autofahren ist gut für das Klima und
Fliegen verursacht weniger Emissionen als ein Familienauto. Grüne
Imagewerbung ist groß im Kommen. Kaum ein Tag, an dem nicht irgendein
Unternehmen auf schön gestalteten Anzeigen und Werbeplakaten erklärt, wie
es sich für den Umweltschutz einsetzt, oder ein grünes Vorzeigeprojekt
anpreist.
Seite 11
KRITISCHE STUDIE "DEMOKRATIE"
Der hessische Umweltaktivist und Buchautor Jörg Bergstedt geht mit seiner
Studie "Demokratie. Die Herrschaft des Volkes. Eine Abrechnung" hart mit
dem Demokratie-Verständnis, wie es in Deutschland von Politik und Medien
geprägt wird, ins Gericht.
Seite 12
STRAFVOLLZUG
Man muss kein ausgewiesener Gegner von Privatisierungen öffentlicher
Einrichtungen oder des Strafvollzugssystems an sich sein, um sich
vorstellen zu können, dass Verlagerungen im Bereich des Justizvollzuges
vom Öffentlichen Dienst weg, hin zur Privatwirtschaft zumindest nicht
förderlich für die Gefangenen sein werden. In der Realität dürften die
Privatisierungsbestrebungen viel mehr drastische Verschlechterungen zur
Folge haben, so dass die jetzt schon teilweise krisenhafte Lebenslage
Inhaftierter sich weiter zuspitzen dürfte.
Seite 12
CONTRASTE ist die einzige überregionale Monatszeitung
für Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als
monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.
Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
Lebensbereichen breit macht, wird hier regelmäßig aus dem
Land der gelebten Utopien berichtet: über Arbeiten ohne
ChefIn für ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugründungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhänge.
Des weiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nützliche Infos über Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.
CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und
ein Spiegel dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen
Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
undogmatisch und unabhängig. Die RedakteurInnen sind selbst
in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
ehrenamtlich und aus Engagement.
Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und
kostet im Abonnement 45 EUR. Wer CONTRASTE erstmal
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