Nadeshda
Forum: cl.medien.allgemein
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

Neues tazkritisches Blog gestartet: "Achtung: tazblog!"

Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer persönlichen Information.


http://www.taz.de/digitaz/2008/04/23/a0056.nf/text

Das gibt zu denken

Hans Pfitzinger, 62, Münchner Schreiber, betreibt seit Sonntag unter www.hans-pfitzinger.de das kritische Blog "Achtung: tazblog!" Er sagt: "Aus Notwehr". Es sei "ein Ventil" für seine Wut, die er manchmal beim Lesen kriege. Er wolle die Redakteure erinnern, wofür die Zeitung gegründet wurde. Nämlich: "Um 'systemkritischen Sichtweisen' eine Stimme zu geben, andere Themen für wichtig zu halten als der Rest der Presse, anderswo unterdrückte Nachrichten an die Öffentlichkeit zu bringen." Die Zeiten hätten sich zwar geändert - aber doch zum Schlechten: "Es gibt keine Opposition mehr!" Alle Medien, taz inklusive, seien sich zu oft einig, etwa in der Bewertung der Ereignisse in Tibet. Pfitzinger sagt, kurz, es gehe ihm um
"Gesellschaftskritik am Beispiel der taz". Und er ist froh, dass es das Internet gibt: "weil ein Dissident wie ich sonst ja keine Möglichkeit mehr kriegt, zu veröffentlichen".

taz vom 23.4.2008


http://www.hans-pfitzinger.de/page8.php

Achtung: tazblog!

Die tageszeitung: Lob & Tadel, Perlen & Mist

Solidarisches, Kritisches, Ärgerliches, Erfreuliches

        "Die taz gehört doch auch zum Meinungskartell dazu." 
        Heiner Geißler

Wie einst das gallische Dorf die letzte Bastion gegen die Römer war, so stemmt sich die taz tapfer gegen die Übermacht der weitgehend gleichgeschalteten (bürgerlichen) Presseerzeugnisse. Die ganze taz? Nö, es gibt Schreiber und Redakteure, die längst nicht mehr wissen (oder wissen wollen), weshalb diese Tageszeitung einmal gegründet wurde: Um "systemkritischen Sichtweisen" eine Stimme zu geben, andere Themen für wichtig zu halten als der Rest der Presse, anderswo unterdrückte Nachrichten an die Öffentlichkeit zu bringen. Und zwar im Zweifelsfall mit linkem Anspruch - wenn links bedeutet, "dass Menschen nicht an ihrem materiellen Besitz gemessen werden sollten, sondern ihrer Fähigkeit, das Leben der anderen - der Armen und Benachteiligten - zu verändern; dass die Wirtschaft gemäß den Interesssen aller und nicht einiger weniger neu organisiert werden müsse; und dass Sozialismus ohne Demokratie niemals funktionieren würde."

(Hinzufügen sollte man die Fähigkeit, nicht nur das Leben der anderen, sondern auch und vor allem sein eigenes zu verändern.) Und dann ergänzt Tariq Ali, von dem dieses Zitat[*] stammt, noch: "Vor allem glaubten wir an die Redefreiheit."

Weshalb selbstverständlich auch die Redakteure und Autoren, die ich nicht besonders schätze, in der taz zu Wort kommen dürfen/sollen (müssen?). Ihnen gilt aber mein kritisches Augenmerk ganz besonders.

Und so funktioniert "Achtung: tazblog!": Der oberste Eintrag ist immer der letzte. Sie können Ihren Kommentar abgeben, wenn sie hier klicken <mailto:hanspfitz@web.de?subject=Achtung: tazblog!> . Wenn Ihr Kommentar der Wahrheitsfindung dient, kopiere ich ihn an der entsprechenden Stelle ein.

Zum tazblog klicken Sie hier!
http://www.hans-pfitzinger.de/page8.php


[*] Tariq Ali: Sag mir, wo der Zorn ist, taz vom 19.4.2008
http://www.taz.de/?id=archivseite&dig=2008/04/19/a0060&type=98

24.04.08    Matthias Bauer <matthias.bauer@jpberlin.de>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.medien.allgemein