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Pressemitteilung
30.05.2012
Auch in Braunschweig Proteste gegen Atommüllschiff
+ + + Pressemitteilung von ROBIN WOOD und AG Schacht Konrad + + +
Das mit Atommüll beladene Binnenschiff "Edo" wird voraussichtlich heute
Abend Braunschweig passieren. Aus Protest gegen den Transport wollen
sich AtomkraftgegenerInnen, darunter Aktive von ROBIN WOOD und der AG
Schacht Konrad, heute um 18 Uhr auf einer Brücke über den
Mittellandkanal (Straße: Aschenkamp) im Braunschweiger Stadtteil Thune
treffen. ROBIN WOOD und die AG Schacht Konrad fordern den sofortigen
Atomausstieg, den Stopp sinnloser Atommüll-Verschieberei und einen
tatsächlichen Neuanfang in der Endlagersuche.
Die "Edo" transportiert radioaktive Komponenten aus dem AKW Obrigheim
und soll diese in das Atommüllzwischenlager Nord bei Lubmin bringen.
Bereits am Pfingstmontag hatten AktivistInnen von ROBIN WOOD und aus
dem Münsterland mit einer mehrstündigen Aktion in Münster auf das
Atomschiff aufmerksam gemacht.
Rund um Braunschweig ist die Bevölkerung mit massiven Problemen der
Atommülllagerung konfrontiert: In den Schacht Asse II, in dem über
120.000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktiven Atommüll lagern,
laufen schon jetzt 12.000 Liter Lauge pro Tag, und es droht eine
weitere Zunahme der Wassereintritte. Dadurch steigt die Gefahr einer
radioaktiven Verseuchung des Grundwassers. Selbst der Einsturz des
Salzstocks kann nicht ausgeschlossen werden. Nicht weit davon entfernt
wird derzeit der Schacht Konrad zum atomaren Endlager ausgebaut, obwohl
es massive Zweifel an seiner Langzeitsicherheit gibt. Und im Stadtteil
Thune will die Nuklear-Firma Eckart und Ziegler ihren am Rande eines
Wohngebietes gelegenen Betrieb erweitern, um dort Atommüll für die
Endlagerung zu verpacken. Erst massive Proteste aus der Bevölkerung und
auch von ROBIN WOOD haben dazu geführt, dass diese Pläne vorerst auf
Eis gelegt wurden.
"Atommüll wird hin und her gekarrt, von einem Zwischenlager zum
nächsten. Ein Konzept für eine auf Dauer sichere Beseitigung von
Atommüll gibt es bis heute nicht. Die Bundesregierung spricht von einem
Neustart in der Endlagersuche und einer ,weißen Landkarte'. In
Wirklichkeit ist die Karte mit radioaktiven Atommüll-Flecken übersät",
sagt Thomas Erbe von ROBIN WOOD in Braunschweig.
"Ob Castoren mit hochradioaktivem Müll oder AKW-Abriss-Komponenten: Es
ist ein Skandal, wie Atommüll kreuz und quer durchs Land verschoben
wird. Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen. Deshalb werden wir heute
in Sichtweite von Eckert und Ziegler gegen diesen Atommülltransport auf
dem Mittellandkanal protestieren", erklärt Peter Dickel für die
Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.
- Kontakt
- Thomas Erbe, ROBIN WOOD Braunschweig, Tel. 0175 / 15 82 329
Peter Dickel, AG Schacht Konrad, Tel. 0531 / 89 56 01
Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferat, Tel. 040 / 380 892 21,
energie(at)robinwood.de
Weitere Informationen:
www.robinwood.de/energie/
www.ag-schacht-konrad.de/
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