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Pressemitteilung
Bündnis "Bahn für Alle"
Frankfurt am Main, 31. März 2008
- Wahre Bilanz der DB AG: Gewinne auf Kosten von Kunden und Bürgern
- "Bahn für Alle" fordert Ende des Privatisierungskurses
"Die wahre Bilanz der Deutschen Bahn AG sieht anders aus als von Hartmut
Mehdorn vorgelegt: Sie ist im Sinne des Eigentümers Bund, im Sinne der
Kunden und im Sinne des Bahnverkehrs negativ", hat Bernhard Knierim vom
Bündnis "Bahn für Alle" die aktuellen Gewinnzahlen der DB AG kritisiert.
"Deshalb sind 70 Prozent der Menschen gegen alle
Privatisierungsvarianten, wie jüngste Umfrageergebnisse bestätigen."
Aktivisten von "Bahn für Alle" zeigten vor der Bilanzpressekonferenz der
DB AG, wie die positiven Bilanzzahlen bei genauerem Hinsehen platzen wie
Luftballons. Als Investoren verkleidete Demonstranten zogen aus einer
von Hartmut Mehdorn gehaltenen Bilanzkiste Schautafeln, die darstellen,
dass die DB AG Strecken und Arbeitsplätze abgebaut, aber Preise,
Vorstandsgehälter und die Zahl der Langsamfahrstellen erhöht hat.
"Kurzfristige Gewinne werden mit massiven, mittel- und langfristig
wirkenden Verschlechterungen erkauft. Diese werden den Steuerzahlenden,
den Beschäftigten und den Bahnkunden aufgebürdet. Insbesondere leidet
die Substanz der Bahn", erklärte Knierim, Bahnexperte beim
globalisierungskritischen Netzwerk Attac, einem der 15 Träger des
Bündnisses "Bahn für Alle". Seit 1994 seien 6.000 Streckenkilometer
abgebaut, 600 Bahnhöfe geschlossen und fast 60.000 Weichen und
Kreuzungen herausgerissen worden. "Damit wird Flexibilität aufgegeben
und das Netz anfälliger für Verspätungen", sagte Knierim.
Die ausgewiesene Kapitalrendite komme vor allem zustande durch zu
niedrig angegebenes Anlagevermögen. "Durch öffentliche Gelder
finanzierte Neubauten werden nicht bilanziert. Bei Verkäufen von
Immobilien wird oft mehr eingenommen als in der Bilanz steht ",
kritisierte Knierim. Die 2007 für einen mittleren zweistelligen
Millionenbetrag verkauften 490 Bahnhofsgebäude seien in der Bilanz
lediglich mit 15 Millionen Euro geführt worden.
Gewinne der vergangenen Jahre seien zum Teil erzielt wurden, in dem
zuvor angelegte Rückstellungen aufgelöst wurden. 2002 betrugen die
Rückstellungen etwa 14 Milliarden Euro, 2006 nur noch 6,3 Milliarden Euro.
"Es ist unverschämt, wie DB-Chef Mehdorn versucht, die Gewerkschaften
für schlechtere Gewinnzahlen verantwortlich zu machen. Tatsächlich hat
Mehdorn den Lokführer-Streik mit seiner sturen Haltung verursacht und
damit am Ende für die Bahn nichts gewonnen", sagte Knierim. Die DB AG
weise pro Mitarbeiter einen Gewinn von mehr als 10.000 Euro aus. "So
hoch sind die Lohnsteigerungen pro Mitarbeiter gewiss nicht."
Gewinn macht die DB AG vor allem mit dem Nahverkehr - also mit
öffentlichen Aufträgen für Bahnverkehr. "Den Gewinn, den heute der Bund
erhält, hat er zuvor als Zuschüsse ausgegeben. Falls die DB AG zum Teil
privatisiert wird, würde der Bund nur noch die Hälfte dieses Gewinns
erhalten, aber weiter voll zahlen", kritisierte Jürgen Mumme von der
Umweltorganisation Robn Wood, einem weiteren Träger von "Bahn für Alle".
Der Bund gebe dieses Geld zu Recht für Bahnverkehr im Allgemeinwohl aus.
"Die Gewinne dürfen keinesfalls an Private fließen", forderte Mumme.
Anders, als Mehdorn behauptet, habe die DB AG seit 1994 nicht mehr
Verkehr auf die Schiene gebracht. "Die leichten Zunahmen der vergangenen
Jahren gleichen die Verluste der Vorjahre kaum aus", sagte Mumme.
Berechne man die seit 1998 anders berechneten Fahrgastzahlen nach der
alten Formel, so ergeben sich für das Jahr 2006 knapp 1,7 Milliarden
Fahrgäste. Dem stehen 1,5 Milliarden Fahrgäste im Jahr 1994 gegenüber.
Im Fernverkehr gingen in diesem Zeitraum durch gestrichene Verbindungen
30 Millionen Fahrgäste verloren. Im Güterverkehr sank die Tonnage von
1994 bis 2006 um eine Million auf 308 Millionen Tonnen.
"In der Tat braucht die DB AG eine klare Entscheidung ihres Eigentümers
Bund: Dass sie in öffentlicher Hand öffentliche Aufgaben zu erledigen
hat statt kurzfristigen Gewinnen für wenige zu erwirtschaften ",
forderte Mumme.
"Bahn für Alle" ist ein Bündnis von 15 Organisationen aus
Globalisierungskritikern, Umweltorganisationen, politischen
Jugendverbänden und Gewerkschaften und setzt sich ein für eine
verbesserte Bahn in öffentlicher Hand. Träger des Bündnisses sind Attac,
Bahn von unten, BUND, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Eurosolar, Grüne
Jugend, Grüne Liga, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid,
NaturFreunde Deutschlands, Robin Wood, Umkehr, VCD Brandenburg und Verdi.
Informationen im Internet:
http://www.DeineBahn.de
Ausführliches Dossier zur DB-Bilanz 2007:
http://privatisierungstoppen.deinebahn.de/download/BfA_Bilanz-Dossier_2007.pdf
Druckfähige Fotos der Aktion zum Download:
http://www.deinebahn.de/story/73/273.html
Für Rückfragen:
- Bernhard Knierim (Attac), über Pressestelle: 06421 / 93 30 50
- Jürgen Mumme (Robin Wood), Telefon 01577 / 466 12 30
--
Ute Bertrand
ROBIN WOOD e. V., Pressesprecherin
Nernstweg 32, 22765 Hamburg
Tel. +(0)40 380 892-22; Fax: -14
Ute.Bertrand@robinwood.de
www.robinwood.de
- * *
25 Jahre ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionen für Natur und Umwelt
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Kto-Nr. 84 555 00, BLZ: 251 205 10
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<p class="MsoNormal">Pressemitteilung</p>
<p class="MsoNormal">Bündnis "Bahn für Alle"</p>
<p class="MsoNormal">Frankfurt am Main, 31. März 2008</p>
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<p class="MsoNormal">* Wahre Bilanz der DB AG: Gewinne auf Kosten von
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<p class="MsoNormal">* "Bahn für Alle" fordert Ende des
Privatisierungskurses</p>
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<p class="MsoNormal">"Die wahre Bilanz der Deutschen Bahn AG sieht
anders
aus als von Hartmut Mehdorn vorgelegt: Sie ist im Sinne des Eigentümers
Bund,
im Sinne der Kunden und im Sinne des Bahnverkehrs negativ", hat
Bernhard
Knierim vom Bündnis "Bahn für Alle" die aktuellen Gewinnzahlen der DB
AG kritisiert. "Deshalb sind 70 Prozent der Menschen gegen alle
Privatisierungsvarianten, wie jüngste Umfrageergebnisse bestätigen."</p>
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<p class="MsoNormal">Aktivisten von "Bahn für Alle" zeigten vor der
Bilanzpressekonferenz der DB AG, wie die positiven Bilanzzahlen bei
genauerem
Hinsehen platzen wie Luftballons. Als Investoren verkleidete
Demonstranten
zogen aus einer von Hartmut Mehdorn gehaltenen Bilanzkiste Schautafeln,
die
darstellen, dass die DB AG Strecken und Arbeitsplätze abgebaut, aber
Preise,
Vorstandsgehälter und die Zahl der Langsamfahrstellen erhöht hat.</p>
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<p class="MsoNormal">"Kurzfristige Gewinne werden mit massiven, mittelund
langfristig wirkenden Verschlechterungen erkauft. Diese werden den
Steuerzahlenden, den Beschäftigten und den Bahnkunden aufgebürdet.
Insbesondere
leidet die Substanz der Bahn", erklärte Knierim, Bahnexperte beim
globalisierungskritischen Netzwerk Attac, einem der 15 Träger des
Bündnisses
"Bahn für Alle". Seit 1994 seien 6.000 Streckenkilometer abgebaut,
600 Bahnhöfe geschlossen und fast 60.000 Weichen und Kreuzungen
herausgerissen
worden. "Damit wird Flexibilität aufgegeben und das Netz anfälliger für
Verspätungen", sagte Knierim.</p>
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<p class="MsoNormal">Die ausgewiesene Kapitalrendite komme vor allem
zustande
durch zu niedrig angegebenes Anlagevermögen. "Durch öffentliche Gelder
finanzierte Neubauten werden nicht bilanziert. Bei Verkäufen von
Immobilien
wird oft mehr eingenommen als in der Bilanz steht ", kritisierte
Knierim.
Die 2007 für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag verkauften
490
Bahnhofsgebäude seien in der Bilanz lediglich mit 15 Millionen Euro
geführt
worden.</p>
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<p class="MsoNormal">Gewinne der vergangenen Jahre seien zum Teil
erzielt wurden,
in dem zuvor angelegte Rückstellungen aufgelöst wurden. 2002 betrugen
die
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Euro. </p>
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<p class="MsoNormal">"Es ist unverschämt, wie DB-Chef Mehdorn versucht,
die
Gewerkschaften für schlechtere Gewinnzahlen verantwortlich zu machen.
Tatsächlich hat Mehdorn den Lokführer-Streik mit seiner sturen Haltung
verursacht und damit am Ende für die Bahn nichts gewonnen", sagte
Knierim.
Die DB AG weise pro Mitarbeiter einen Gewinn von mehr als 10.000 Euro
aus.
"So hoch sind die Lohnsteigerungen pro Mitarbeiter gewiss nicht."</p>
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<p class="MsoNormal">Gewinn macht die DB AG vor allem mit dem
Nahverkehr - also
mit öffentlichen Aufträgen für Bahnverkehr. "Den Gewinn, den heute der
Bund erhält, hat er zuvor als Zuschüsse ausgegeben. Falls die DB AG zum
Teil
privatisiert wird, würde der Bund nur noch die Hälfte dieses Gewinns
erhalten,
aber weiter voll zahlen", kritisierte Jürgen Mumme von der
Umweltorganisation Robn Wood, einem weiteren Träger von "Bahn für
Alle". Der Bund gebe dieses Geld zu Recht für Bahnverkehr im
Allgemeinwohl
aus. "Die Gewinne dürfen keinesfalls an Private fließen", forderte
Mumme.</p>
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<p class="MsoNormal">Anders, als Mehdorn behauptet, habe die DB AG seit
1994
nicht mehr Verkehr auf die Schiene gebracht. "Die leichten Zunahmen der
vergangenen Jahren gleichen die Verluste der Vorjahre kaum aus", sagte
Mumme. Berechne man die seit 1998 anders berechneten Fahrgastzahlen
nach der
alten Formel, so ergeben sich für das Jahr 2006 knapp 1,7 Milliarden
Fahrgäste.
Dem stehen 1,5 Milliarden Fahrgäste im Jahr 1994 gegenüber. Im
Fernverkehr
gingen in diesem Zeitraum durch gestrichene Verbindungen 30 Millionen
Fahrgäste
verloren. Im Güterverkehr sank die Tonnage von 1994 bis 2006 um eine
Million
auf 308 Millionen Tonnen.</p>
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<p class="MsoNormal">"In der Tat braucht die DB AG eine klare
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forderte Mumme.</p>
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<p class="MsoNormal"><a name="OLE_LINK1">"Bahn für Alle" ist ein
Bündnis von 15 Organisationen aus Globalisierungskritikern,
Umweltorganisationen, politischen Jugendverbänden und Gewerkschaften
und setzt
sich ein für eine verbesserte Bahn in öffentlicher Hand. Träger des
Bündnisses
sind Attac, Bahn von unten, BUND, Bürgerbahn statt Börsenbahn,
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Jugend, Grüne Liga, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid,
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<p class="MsoNormal"><span style="">Ausführliches Dossier
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<p class="MsoNormal"><span style="">Druckfähige Fotos der
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<p class="MsoNormal"><span style="">Für Rückfragen: </span></p>
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<p class="MsoNormal">* Bernhard Knierim (Attac), über Pressestelle:
06421 / 93 30
50</p>
<p class="MsoNormal">* Jürgen Mumme (Robin Wood), Telefon 01577 / 466
12 30</p>
<pre class="moz-signature" cols="72">--
Ute Bertrand
ROBIN WOOD e. V., Pressesprecherin
Nernstweg 32, 22765 Hamburg
Tel. +(0)40 380 892-22; Fax: -14
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:Ute.Bertrand@robinwood.de">Ute.Bertrand@robinwood.de</a>
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.robinwood.de">www.robinwood.de</a>
- * *
25 Jahre ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionen für Natur und Umwelt
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Kto-Nr. 84 555 00, BLZ: 251 205 10
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