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NABU: Politik soll Zukunft des Verpackungsrecyclings sichern
Berlin (ots) - Anlässlich der heutigen Bundestagsanhörung zur
Novelle der Verpackungsverordnung hat der NABU die Politiker erneut
dazu aufgefordert, noch bestehende Schlupflöcher endgültig zu
schließen. "Es geht darum, die Zukunft des Verpackungsrecyclings zu
sichern,", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Aktuell sei
der Rückzug vieler Händler und Hersteller aus der Beteiligung an den
Kosten für das Verpackungsrecycling das größte Problem. Das Recycling
von Verpackungsabfällen leiste heute einen bedeutenden Beitrag zur
Ressourcenschonung und zum Klimaschutz. Außerdem sprach sich Miller
für die qualitative Weiterentwicklung des Recyclings in Deutschland
auf der Basis der Getrenntsammlung aus.
Eine klare Absage erteilte der NABU dem Wunsch des
Zentralverbandes des deutschen Bäckerhandwerks, von der Verpflichtung
zum Recycling befreit zu werden. Ziel müsse es sein, so viele
Rohstoffe wie möglich aus den Verpackungen zu gewinnen. Das Motto
muss lauten "Es darf für Niemanden Ausnahmen von der Recyclingpflicht
geben", forderte Miller von den Parlamentariern und äußerte -
angesichts der Ergebnisse eines von Bundeswirtschaftsminister Glos in
Auftrag gegebenen Gutachtens - sein Unverständnis über die
Unterschriftensammlung des Zentralverbandes. "Das ist eine klare
Positionierung gegen den Umweltschutz", so Miller.
Miller begrüßte die im Regierungsentwurf zur Novelle der
Verpackungsverordnung geplante konsequente Trennung zwischen den
Aufgabenbereichen der dualen Systeme und der Selbstentsorger. Künftig
sollen alle beim Endverbraucher anfallenden Verpackungen
ausschließlich durch haushaltsnahe Erfassungssysteme gesammelt
werden. Die Rücknahme von Verpackungen am Ort der Übergabe - die so
genannte Selbstentsorgung - soll künftig nur noch für Verpackungen,
die im gewerblichen Bereich anfallen, bestehen.
Aus NABU-Sicht sollte auch die generelle weitere Entwicklung der
Recyclingsysteme in Deutschland intensiver diskutiert werden.
Angesichts von Rohstoffknappheit und aus Klimaschutzgründen sei es an
der Zeit, die Kreislaufwirtschaft noch effizienter zu machen. "Der
Bundestag könnte dafür eine Expertenkommission einsetzen, die
unabhängig vom politischen Tagesgeschäft arbeitet", regte Miller an.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Originaltext vom NABU
Originaltext: NABU
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- Pressekontakt
- Jörg-Andreas Krüger, NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz und
Umweltpolitik, Tel. 030-284984-1601.
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