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Michael Schlecht: Verlängerung der Lebensarbeitzeit ist unmenschlich
Berlin (ots) - Morgen jährt sich zum ersten Mal der Beschluss des
Bundestages zur Rente mit 67. Dazu erklärt Michael Schlecht, Mitglied
des Parteivorstandes und gewerkschaftspolitischer Sprecher:
Vor einem Jahr, am 9. März, beging die SPD mit ihrem
Arbeitsminister Müntefering Wahlbetrug. Ohne Not verlängerte die
große Koalition das Renteneintrittsalter um zwei Jahre. Der
Beitragssatz soll im Jahre 2029 um 0,5 Prozent niedriger liegen. Das
sind beim Durchschnittsverdiener gerade einmal 12 Euro im Monat.
Ein Großteil der Beschäftigten schafft kaum die 65. Deshalb ist
die Verlängerung der Lebensarbeitzeit unmenschlich! Und wenn man
nicht bis 67 durchhält, führt das zu einer Rentenkürzung um 7,2
Prozent.
Die Gewerkschaften und DIE LINKE haben im Vorfeld erheblichen
Widerstand geleistet. Über 300.000 Kolleginnen und Kollegen haben
während der Arbeitszeit protestiert, faktisch ein politischer Streik.
Der Druck reichte nicht aus. Die Gewerkschaften wollen jetzt die
Bundestagswahl 2009 zur Volksabstimmung über die Rente mit 67 machen.
DIE LINKE wird sich dieser Volksabstimmung stellen. Denn wir
wollen die Rente mit 65! Und wir wollen bei vorzeitigen
gesundheitlichen Problemen den abschlagsfreien Rentenbeginn mit 60.
DIE LINKE will die Altersarmut bekämpfen - durch die Reparatur der
Rentenformel, die von Riester, Schmidt und Schröder massiv
beschnitten wurde. Voraussetzung für eine gute Rente ist eine gute
Arbeit. Deshalb tritt DIE LINKE ein für anständige Einkommen und
Arbeitsbedingungen, die einen sorgenfreien Lebensabend möglich
machen.
Originaltext: DIE LINKE
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