|
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer
persönlichen Information.
Greenpeace wettert gegen Games-Industrie
Nutzer sollen Konzerne zu mehr Umweltbewusstsein auffordern
London/Wien (pte/13.12.2007/12:54) - Die Umweltschutzorganisation
Greenpeace http://www.greenpeace.org übt herbe Kritik an dem
Umweltbewusstsein der Games-Industrie. Im Zuge ihrer Kampagne für eine
"grünere Elektronik-Industrie" habe die Organisation festgestellt, dass
die Konsolenhersteller es bislang verabsäumten, die toxischen Belastungen
bei der Produktion ihrer Geräte zu reduzieren. Sowohl Microsoft als auch
Sony und Nintendo lägen in punkto Umweltschutz weit hinter
Mobilfunkbetreibern und PC-Herstellern zurück. Nun appelliert Greenpeace
an die Gamer mitzuhelfen und die großen Games-Konzerne von der
Wichtigkeit einer "grünen Industrie" zu überzeugen, berichtet BBC Online.
"Die Konsolenhersteller hinken weit hinter Herstellern von Mobiltelefonen
und PCs hinterher, die ihre Giftstoffbelastungen bei der Produktion im
Laufe des vergangenen Jahres reduziert haben", sagt Zenia Al Hajj,
Toxikologin bei Greenpeace. Spielekonsolen würden viele der Komponenten
enthalten, die sich auch bei Computern finden und die Hersteller könnten
sehr viel mehr tun. Inwieweit das Umweltbewusstsein innerhalb des
Unternehmens fortgeschritten ist und was bislang aktiv unternommen wurde,
wollte Sony Austria auf Nachfrage von pressetext nicht kommentieren.
Nintendo ließ in einem offiziellen Statement verlauten, alle europäischen
Standards zu erfüllen. "Wir achten gewissenhaft darauf, alle geltenden
Vorschriften in Bezug auf die Vermeidung von gefährlichen Substanzen,
Materialrecycling usw. einzuhalten." Darüber hinaus wollte auf Anfrage
von pressetext auch Nintendo keine weitere Stellung beziehen. Der
Konsolenhersteller hatte kürzlich die härteste Kritik seitens Greenpeace
einstecken müssen. Das Unternehmen bekam im vierteljährlichen
Greenpeace-Ranking, das im Zuge der Kampagne für grünere Elektronik
veröffentlicht wird, null Punkte und landete am untersten Ende der Skala
(pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=071127024 ).
"Grundsätzlich halten wir uns natürlich an die gesetzlichen Bestimmungen
des jeweiligen Landes. Bis 2011 wollen wir auch das Ziel erreichen, auf
alle schädlichen Schwermetalle in der Produktion zu verzichten", sagt
Thomas Kritsch, Manager Xbox 360 Österreich, gegenüber pressetext.
Natürlich sei Umweltschutz ein wichtiges Thema für Microsoft und das
Unternehmen setze auch darüber hinaus Aktionen, wie etwa die
Einschränkung von Verpackungen. Laut Greenpeace reichen die derzeit
herrschenden Gesetze nicht weit genug. Die größte Gefahr sieht die
Organisation in der Nutzung von feuerhemmenden Mitteln und PVC. Vor allem
chinesische und indische Arbeiter in den Produktionsfirmen der Konzerne
seien dadurch erheblich gefährdet.
Um auf das Problem aufmerksam zu machen hat die Organisation nun auch ein
Video veröffentlicht, in dem die mitunter bekanntesten Charaktere der
drei Games-Riesen - Microsofts Master Chief, Nintendos Mario und Sonys
Kratos - um den Preis für eine grünere Spielekonsole wetteifern. Die
Nutzer können vergleichen, wie jede einzelne Konsole in Hinblick auf
Giftstoffe, Recycling und Energieeffizienz beschaffen ist:
http://www.greenpeace.org/international/clashoftheconsoles (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Claudia Zettel
email: zettel@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-314
pte071213024
Medien/Kommunikation, Umwelt/Energie
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=071213024
|