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Ikea verfehlt Zielmarke für ökologisch erzeugtes Holz
Hamburg (ots) - Der Möbelkonzern Ikea gibt sein Ziel auf, den
Anteil von Holzprodukten aus ökologischer Forstwirtschaft im
Sortiment auf 30 Prozent zu steigern. Angesichts des schnellen
Wachstums von Ikea gebe es Probleme, "überhaupt ausreichend Holz zu
beschaffen", räumte Konzernsprecherin Sabine Nold gegenüber dem
"Greenpeace Magazin" ein.
Vor drei Jahren hatte sich die schwedische Einrichtungskette das
Ziel gesteckt, bis Ende kommenden Jahres 30 Prozent Holzprodukte mit
dem FSC-Zertifikat für ökologische Forstwirtschaft (Forest
Stewardship Council) zu verkaufen. Seitdem ist der Anteil
FSC-zertifizierter Produkte bei Ikea jedoch von zwölf auf sechs
Prozent gesunken. Zur Begründung sagte die Sprecherin: "Die
Zertifizierung von Wäldern lief langsamer ab als erwartet, vor allem
in Russland und China, zwei Ländern, die uns große Volumen liefern."
Im Geschäftsjahr 2007 verarbeitete Ikea rund sieben Millionen
Kubikmeter Holz, davon jeweils mehr als eine Million Kubikmeter aus
Russland und China. Nach Schätzungen wird im östlichen Sibirien - der
Heimat des stark bedrohten Amurtigers - jeder zweite Baum illegal
geschlagen. Von dort schmuggeln Händler in großem Stil Baumstämme
nach China, dessen Holzimporte sich in den vergangenen zehn Jahren
verneunfacht haben.
In den beiden Ländern sollen nach Angaben der Konzernsprecherin
acht Forstwirte für Ikea sicherstellen, dass die
forstwirtschaftlichen Vorgaben eingehalten werden. Man sei dabei,
"die Zertifizierung weiter voranzutreiben." Auf einen neuen Termin
für das 30-Prozent-Ziel wollte sich Nold aber nicht festlegen.
Im Gegensatz zu anderen Handelsketten macht Ikea zertifizierte
Ware nicht mit dem FSC-Logo kenntlich, sodass sich Kunden nicht
bewusst für ökologisch erzeugte Holzprodukte entscheiden können.
Originaltext: Greenpeace Magazin
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