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## Nachricht vom 14.04.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Montag, 14. April 2008:
I. Branchen > Sonstige Industrie > Fahrzeugbau > Bike Systems Nordhausen
Wie Phoenix aus der Asche? Die Nordhäuser Fahrradbauer produzieren jetzt
ohne Chefs weiter
äIn der Tradition des Strike-Bike wollen 21 Nordhäuser Fahrradwerker ab
Sommer selbstbestimmt weiterproduzieren. Als die Belegschaft des
Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen Anfang November 2007 nach fast
vier Monaten Besetzung schweren Herzens den Betrieb räumte und in eine
Transfergesellschaft überwechselte, wollten einige Belegschaftsangehöri
ge
den Gedanken nicht aufgeben, eines Tages doch wieder Fahrräder in
Nordhausen zu produzieren. Eine Woche lang hatten sie im Rahmen der
Besetzung letzten Oktober in eigener Regie und Verantwortung 1800 »Strike
Bikes« produziert und damit sich selbst und aller Welt bewiesen, dass eine
selbstverwaltete Produktion in einer Fabrik mitten in Deutschland möglich
istàô Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 11.04.20
08
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126952.html
Siehe dazu:
Der Aufbruch - wie Phoenix aus der Asche
äAm 17.03.2008 gründeten wir die Strike-Bike GmbH, in der 21 ehemalige
Mitarbeiter der Bike Systems einen neuen Arbeitsplatz erhalten werden. Um
zu zeigen, dass wir wieder auf dem Fahrradmarkt zurückgekehrt sind,
beginnen werden wir die Aufnahme unserer Fahrradproduktion mit einen auf
2000 Stück limitierten schwarzen 28ô Tourensportfahrrades namens äBla
ck
Editionô. Es handelt sich bei dem Herren- und Damenfahrrad um eine
technische und qualitative Weiterentwicklung des vorangegangen roten
Strike Bike Modells.
Unsere hohen qualitativen Ansprüche für zukünftige Produkte, die wir
im
Fahrradfachhandel anbieten werden, finden Anlehnung bei diesen Fahrrädern.
Die Fahrräder wirken elegant und wertvoll. Diese Edition wird in den
Monaten Mai und Juni 2008 produziert und an die Besteller ausgeliefert.
Die Fahrräder sind zu 95% vormontiert. Pedale einschrauben, Lenker in
Fahrtrichtung einstellen, dann kann es schon losgehen à.Die Einnahmen
dieser einmaligen Direktvermarktungsaktion werden für den Neuaufbau und
weitere Produktionsanlagen für die geplanten Spezialfahrräder (u. a. mit
Elektroantrieb) und einen robusten Fahrradanhänger bzw. Handwagen, den
äRollfixô verwendetàô Die aktuelle Meldung auf der Strike-Bike-Seite
http://www.strike-bike.de/1/index.php?hlÞ_DE
II. Branchen > Auto international: Streiks bei der rumänischen
Renault-Tochter Dacia
Streik bei Renault-Tochter Dacia beendet
äDer Streik der rund 13.000 Autobauer der Renault- Tochter Automobile
Dacia im südrumänischen Pitesti ist beendet. Die Gewerkschaften nahmen
ein
verbessertes Lohnangebot der Werksleitung an. Die Arbeit sei am
Freitagmittag wieder aufgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur
Mediafax. Die Dacia-Arbeiter hatten knapp drei Wochen für höhere Löhne
gestreikt. Gewerkschaft und Werksleitung einigten sich darauf, dass alle
Dacia-Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 300 Lei (knapp 90 Euro) m
ehr
Lohn im Monat erhalten und ab September eine weitere Lohnerhöhung um 60
Lei. Ferner soll jeder Arbeiter als Gewinnbeteiligung eine Jahresprämie in
Höhe seines Bruttolohnes, aber nicht weniger als 900 Lei erhalten. Das
ergibt nach Aussagen eines Gewerkschaftsführers von Dacia
zusammengerechnet im Schnitt eine Lohnerhöhung um rund 450 Lei im Monat
àô
Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt17586
III. Branchen > Auto Allgemein/Zulieferindustrie: Tarifverhandlungen
KFZ-Handwerk
"Die Grenze ist erreicht"
äHunderte Streikende aus dem Kfz-Handwerk blockierten am Freitag die
Flensburger Grenze. Sie demonstrieren damit gegen den Abbruch der
Tarifverhandlungen. Bleibt die Frage: Wo ist der Zusammenhang? taz: Herr
Schmidt, Sie haben am Freitagmorgen mit Ihren Streiks den Flensburger
Grenzübergang nach Dänemark blockiert. Was hat die Grenze mit den
Tarifverhandlungen im Kfz-Handwerk zu tun?...ô Interview von Elisabeth
Weydt mit Michael Schmidt, Sekretär für Handwerk der IG Metall Flensburg
und Verweigerer von Grenzüberschreitungen in der Taz-Nord vom 12.04.2008
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F04%2F12%
2Fa0035&src=UA&cHashr91dd11c0
Siehe dazu auch: Tarifrunde Kfz-Handwerk
Sonderseite der IG-Metall mit weiteren Infos über die bundesweiten
Verhandlungen
http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID-0A456501-C40DC7B8/internet/style.xs
l/view_17314.htm
IV. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > Berliner
Verkehrsbetriebe (BVG)
BVG kommt pünktlich
äVer.di will sich am Mittwoch über die nächsten Schritte im
BVG-Tarifstreit beraten. Vorher keine Aktionen geplant. Die Fahrgäste der
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dürften bis zum kommenden Mittwoch von
neuen Streiks verschont bleiben. An diesem Tag werde die große
Tarifkommission über weitere Schritte im Tarifstreit mit der BVG beraten,
sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di am Samstag. "Zurzeit ist nicht
erkennbar, dass es bis dahin Streikaktionen gibt." Die Gewerkschaft werde
nicht zu spontanen Arbeitsniederlegungen aufrufen, sagte der Sprecher.
Auch am Samstag haben die Streitparteien hinter den Kulissen nach Lösungen
für den Tarifkonflikt gesucht. Eine Einigung ist aber offenbar nicht in
Sichtàô Bericht in der Taz-Berlin vom 14.04.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/bvg-kommt-puenktlich/?s
rc=TE&cHash¾6c88f883
V. Branchen > Medien u. IT > Druck und Papier allgemein
Warnstreiks in Papierindustrie - Ver.di fordert 8 Prozent mehr Geld
äMehr als 1000 Beschäftigte der Papier- und Kunststoffindustrie haben n
ach
Gewerkschaftsangaben am Donnerstag zeitweise die Arbeit niedergelegt. Die
Gewerkschaft ver.di hatte im laufenden Tarifkonflikt in 50 Betrieben zu
Warnstreiks aufgerufen. Schwerpunkte waren Nordrhein-Westfalen und
Baden-Württemberg. Ver.di fordert für die knapp 100 000 Mitarbeiter der
Branche acht Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben in der ersten
Verhandlungsrunde Ende März kein Angebot vorgelegtàô dpa-Meldung bei
ver.di vom 10.04.2008
http://presse.verdi.de/service_neu/dpa2008/0410_4
Siehe dazu auch: Warnstreiks in der Papier-, Pappe- und
Kunststoffverarbeitung: Erfolgreiche Aktionen und Warnstreiks
Streik û Info von ver.di vom 11. April 2008 (pdf)
http://druck.verdi.de/papierverarbeitung_tarifrunde_2008/data/Info_Warnstre
ik_1_PPV_110408.pdf
VI. Branchen > Medien und IT > Medien > Frankfurter Rundschau
Zerschlagung der Frankfurter Rundschau û Tarifflucht geplant -
Personalabbau soll weitergehen
äDer von der Geschäftsführung der Frankfurter Rundschau am Donnerstag
, den
10. April 2008 öffentlich angekündigte Umbau des Unternehmens in so
genannte moderne, zukunftsorientierte Strukturen und das Ausnutzen von
Synergien bedeutet nichts anderes als Tarifflucht durch Abspaltung und
weiteren Arbeitsplatzverlust. Betroffen von diesen Maßnahmen sind vorerst
ca. 50 Kolleginnen und Kollegenàô Erklärung des Betriebsrates und der
Verdi-Vertrauensleute der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2008 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/medien-it/fr110408.pdf
Siehe dazu: FR gliedert Grafik aus
äDie Frankfurter Rundschau fasst zum 1. Juli Grafik, Layout, Bild,
technische Redaktion und Produktionssteuerung in einer eigenen,
selbstständigen Einheit zusammen. Die neue Gesellschaft mit dem Namen
FR-Design GmbH, eine 100%-ige Tochter der Druck- und Verlagshaus Frankfurt
am Main GmbH, wird rund 30 Mitarbeiter haben. Sie soll ihre Leistungen in
Zukunft auch dem FR-Mehrheitsgesellschafter M. DuMont Schauberg (u.a.
"Kölner Stadt-Anzeiger", "Express") und externen Unternehmen anbieten. Bei
dem Schritt stehe die "Weiterentwicklung der Qualität im Vordergrund", so
die FR in einer Pressemitteilung. Geschäftsführer des neuen Unternehmens
wird Hans-Dieter Klein. Auch im Finanz- und Rechnungswesen sowie im
Controlling kommt es zu Änderungen: Ebenfalls zum 1. Juli wird M. DuMont
Schauberg diese Aufgaben nach Köln holen, "um die Gruppensynergien und
Services besser nutzen zu können".ô Meldung auf Mediendienst Kress
http://www.kress.de/cont/home.php
VII. Internationales > Indien> Coca Cola in Indien
FAX ACTION: Coca-Cola: Sofortige Schließung der Abfüllanlagen in in Kala
Dera und Mehdiganj
Eine Aktion des India Resource Centers mit der Bitte um Unterstützung.
Weitere Informationen (englisch) auf der Seite der Initiative
http://www.indiaresource.org/action/faxcoke.php
VIII. Internationales > Bangladesch
Hungeraufstand von 20000 TextilarbeiterInnen in Bangladesh: Armee greift ein
äAm Samstag protestierten in Dhaka mehr als 20000 TextilarbeiterInnen
gegen den unaufhaltsamen Anstieg der Lebensmittelpreise und für
Lohnerhöhungen.
Die Arbeiter aus mehr als einem Dutzend Textilfabriken setzten sich gegen
die Spezialeinheiten der Polizei zur Wehr, die mit Tränengas,
Schlagstockeinsätzen und Warnschüssen versuchten den Protest zu
unterdrücken. Die Arbeiter wehrten sich mit Steinwürfen, errichteten
Barrikaden.Es wurden über 100 Arbeiter verletzt. Schließlich wurde der
Aufstand durch den Einsatz der Armee niedergeschlagen. Die hungernden
Arbeiter hatten sich teilweise die Nahrungsmittel aus den Geschäften
geholt, in denen diese in ausreichender Menge aber zu unbezahlbar hohen
Preisen vorhanden warenàô Beitrag in der LinkeZeitung vom 13.04.2008
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&i
dC49&Itemid9
IX. Internationales > Senegal
Zu den Brotrevolten in Westafrika
Interview von Bernard Schmid mit Souleymane Ndiaye, « Exekutivsekretär
»
(secrétaire exécutif) der Vereinigung der senegalesischen
Konsumenten/Verbraucher ASCOSEN - Association des consommateurs du Séné
gal
http://www.labournet.de/internationales/sn/bernard2.html
X. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Syna
verrät die Lonza ArbeiterInnen
Unia schafft erfolgreich einen Durchbruch in den Verhandlungen mit Lonza
äDas Resultat der Verhandlungen mit der Lonza-Spitze lässt sich sehen:
Rückzug der GAV-Kündigung, keine Arbeitszeiterhöhung, Kündigungssch
utz bis
2015, automatischer Teuerungsausgleich, hohe Investitionen am Standort
Visp, Einblick der Gewerkschaft in die Investitionsentscheide und ein
umfangreiches Abkommen zur Qualifizierung der Arbeitenden. Die breite
Mobilisierung der Lonza-Belegschaft zahlt sich aus und setzt neue
Massstäbe in der Sozialpartnerschaft. Der Lonza-Konzern zieht die
Kündigung des Kollektivvertrages (KAV) bei Lonza Visp zurück. Die
Arbeitszeit wird nicht erhöht. Das sind erste Eckpunkte einer
Vereinbarung, die den Arbeitskonflikt bei Lonza beilegt. Zudem annulliert
die Firmenleitung die kollektive Abstrafung der gesamten Belegschaft bei
tödlichen Arbeitsunfällenàô Pressemitteilung der Unia vom 08.04.2008
http://unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]5
92&tx_ttnews[backPid]=1&cHash&hibar;5f635172
XI. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Streiks
und Demonstrationen bei SBB Cargo
- Es geht ums Leben
Die SBB haben ihre Abbaupläne für die Cargo-Werkstätte vorerst
zurückgezogen. Über den Streik in Bellinzona und vom Streik an und für
sich. Artikel von Oliver Fahrni in der WOZ vom 10.04.2008
http://www.woz.ch/artikel/2008/nr15/schweiz/16189.html
b) Streik mit vier Gegentoren
Der Cargo-Streik wurde gewonnen, zum Sieg im Schweizer Fussballcup hat es
dann doch nicht gereicht. Ein Wochenende in der angriffigsten Stadt der
Schweiz. Artikel von Gino Filadoro und Daniel Ryser in der WOZ vom
10.04.2008
http://www.woz.ch/artikel/2008/nr15/schweiz/16190.html
XII. Internationales > Mexiko > Arbeitskämpfe > Lehrer > Oaxaca
Oaxaca: Wiederbelebung des Widerstandes
äVom 09. - 10.April 2008 fand in Oaxaca das äForo Estatal por la Defensa
de los derechos de los Pueblos de Oaxacaô (Bundesstaatliche Treffen zur
Verteidigung der Rechte der Bevölkerung von Oaxaca) unter dem Titel ôLa
lucha sigue hasta vencer por una Oaxaca libreô (Der Kampf geht weiter bis
zu einem freien Oaxaca) statt. Der 10. April ist zugleich der Todestag des
mexikanischen Revolutionsführers Emiliano Zapata. Zu dieser Konferenz
kamen um die 200 Leute darunter ungefähr 10 internationale AktivistInnen
und JournalistInnen. Überschattet wurde das Treffen durch die Ermordung
zweier Aktivistinnen des freien Radios ôLa voz que rompe el silencioô (
Die Stimme die das Schweigen durchbricht). Die beiden Compañeras Teresa
Bautista Merino (24 Jahre) und Felícitas Martínez Ramírez (20 Jahre)
wurden auf dem Weg zur Konferenz nach Oaxaca Stadt von schwer bewaffneten
ermordet. Verletzt wurden drei weitere Menschen die sich im selben Auto
befanden: die 22 Jahre alte Cristina Martínez Flores, ihr 30 jähriger M
ann
Francisco Vásquez Martínez und deren dreijähriger Sohn Jaciel Vásqu
ez
Martínez. Die beiden Radiosprecherinnen wollten die äDiskussionsrunde d
er
Informationsverbreitung in den Gemeinden und unabhängige freie Medienô
bei
demselbigen Forum leiten.
Dieser Gewaltakt wurde ganz klar als Einschüchterungsversuch seitens der
Regierung verstanden um die Reorganisierung des Widerstandes in Oaxaca zu
unterdrücken. Trotz dieses schrecklichen Vorfalls fand die Konferenz
stattàô Bericht von H. und S. auf Indymedia vom 12.04.2008
http://de.indymedia.org/2008/04/213076.shtml
XIII. Internationales > Frankreich > Gewerkschaften
Vive la révolution - Das Verhältnis zwischen den Sozialpartnern wird in
Frankreich grundlegend reformiert
äIn Paris haben sich die Gewerkschaften und Unternehmer auf neue
Umgangsformen geeinigt. Dies soll den Arbeitsmarkt "flexibler" gestalten.
Kleinere Arbeitnehmerorganisationen drohen aber leer auszugehenàô Artik
el
von Stefan Brändle in der Frankfurter Rundschau vom 12.04.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt17748
Siehe dazu auch: »Mit Sarkozy hat eine Art Generaloffensive begonnen«
In Frankreich vergeht keine Woche ohne neue Angriffe gegen das
Arbeitsrecht. Die Linke hat bislang kein schlüssiges Konzept dagegen. Ein
Interview von Andreas Schuchardt mit Michel Rousseau, er ist in der
französischen Basisgewerkschaft SUD aktiv, außerdem in der
Arbeitslosenorganisation AC! sowie den parteiübergreifenden, linken
»Collectifs Unitaires«. Erschienen in der jungen Welt vom 14.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-14/044.php
XIV. Internationales > Dänemark > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe
Druck fürs Streikrecht
äDie von der EU verfolgte Harmonisierung der Arbeitsmarktregeln stellt
eine potenzielle Bedrohung für die Gesetze dar, mit denen die einzelnen
Länder ihre Arbeitnehmer schützen. In Dänemark wehrt sich nun eine
gewerkschaftliche Basisinitiative gegen Beschneidungen des Streikrechts.
Urteile des Europäischen Gerichtshofs in Sachen Arbeitnehmerrecht sorgten
in letzter Zeit wiederholt für Unmut. In Dänemark steht schon seit eini
ger
Zeit das Streikrecht unter Beschuss. Die lettische Firma Laval hatte
letztes Jahr gegen die schwedische Bauarbeitergewerkschaft Svenska
Byggnadsarbetareförbundet geklagt, weil diese mit anderen schwedischen
Gewerkschaften Laval dazu zwingen wollte, ihren lettischen Arbeitern
schwedische Mindestlöhne zu zahlen. Das Gericht urteilte, die Gewerkschaft
hätte zwar das Recht zu streiken, nicht aber, gegen eine ausländische
Firma und ihre Arbeitsverträge zu kämpfen. Der freie Verkehr von
Dienstleistungen und das Niederlassungsrecht von Unternehmen innerhalb der
EU dürften von Gewerkschaften nicht blockiert werdenàô Artikel von An
dreas
Knudsen im Neues Deutschland vom 11.04.2008
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126950.html
XV. Internationales > Italien
»Mit Berlusconi werden die Reichen reicher«
Italiens Gewerkschaften fordern steuerliche Entlastung für Beschäftigte.
Ein Interview von Micaela Taroni mit Guglielmo Epifani, Vorsitzender des
Gewerkschaftsverbandes CGI (Die »Confederazione Generale Italiana del
Lavoro« hat mehr als fünf Millionen Mitglieder), in der jungen Welt vom
12.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-12/030.php
XVI. Internationales > Italien > soziale Bewegungen
Beppe Grillo: Weblogger und italienisches Enfant terrible
äAm 13. und 14. April sind in Italien Parlamentswahlen. Nachdem die
Mitte-Links-Regierung von Romano Prodi gescheitert ist, müssen die Wähl
er
erneut an die Urnen. Viele Bürger sind darüber nicht gerade begeistert,
kündigt sich immerhin der neunte Regierungswechsel seit 1992 an. Einer,
der den chronischen Unmut vieler Italiener aufgreift und bedient, heißt
Beppe Grillo und ist populärer Komiker und erfolgreicher Weblogger.
Mithilfe des Internet kämpft er für ein sauberes Parlament und für me
hr
Demokratie von unten. Für den 25. April ruft er Italiens Bürger zum
zweiten Mal zu einem Aktionstag auf, dem sogenannten "Vaffanculo-Day"àô
Artikel von Christian Marx auf telepolis vom 12.04.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27619/1.html
Siehe dazu auch:
- Beppe GrilloÆs Blog
Die englische Seite seines Blogs mit Videos etc.
http://www.beppegrillo.it/eng/
b) "Nur Arme müssen Gesetze einhalten"
Der italienische Komiker Beppe Grillo prangert seit Jahren die
landläufigen Übel Korruption, Parteiensumpf und Vetternwirtschaft an. E
in
Gespräch über scheinlebendige Politiker und die Medien. Ein Interview v
on
Aureliana Sorrento mit Beppe Grillo in der Frankfurter Rundschau vom
08.04.2008
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt15333&em_cnt_page=1
Darin die Antwort auf die Frage: äLaut Umfragen wären Sie aber der einz
ige
ernsthafte Konkurrent Silvio Berlusconis. Warum treten Sie nicht selbst
als Ministerpräsidentenkandidat auf?ô: äIch? Ich bin doch nicht
bescheuert. Diese Idee des politischen Führers - die gehört zu einer
Vorstellung von Politik, die nur für den Kindergarten gut ist. Den Führ
er,
den sollen wir vergessen.ô
XVII. Solidarität gefragt > Free Mumia Abu-Jamal!
- Free Mumia Demo in Berlin - ein Bericht
äGestern, am 12. April 2008, demonstrierten gut 300 Menschen in Berlin f
ür
die Freiheit von Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der
Todesstrafe. Anlass dafür war die Entscheidung eines
US-Bundesberufungsgerichts, das dem in einem manipulierten Prozess wegen
der Ermordung eines Polizisten zum Tode verurteilten
Ex-Black-Panther-Aktivisten einen neuen Prozess verweigerteàô Bericht v
on
Kurt Sonntag vom 13.04.2008 bei indymedia, mit Redebeiträgen, weiteren
Infos und einem Offenen Brief an den Botschafter der Vereinigten Staaten
in Deutschland
http://de.indymedia.org/2008/04/213306.shtml
Siehe auch Fotos der Demo
http://pearlinberlin.blogspot.com/2008/04/walking-for-freedom.html
b) Interview mit Mumia Abu-Jamal (vollständig)
Vollständige Übersetzung des KfsV einer Abschrift des Interviews, das
Mumia Abu-Jamal auf POCC Block Report Radio am Montag, den 7. April 2008,
für die Sendung äFlashpointsô gab, bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/04/213020.shtml
XVIII. Kosovo und andere Kriege > Militarisierung und die Bundeswehr >
Bundeswehr: Armee der Arbeitslosen
- Bernau: Kundgebung gegen Bundeswehr aufgelöst
äEine Kundgebung gegen den Auftritt der Bundeswehr in einem Bernauer
Gymnasium wird von der Polizei aufgelöst. Am Freitag fand am
Paulus-Praetorius Gymnasium in Bernau (bei Berlin) die jährliche
Ausbildungs- und Studienbörse statt. Wie in den vergangenen Jahren sorgte
auch in diesem Jahr die Anwesenheit der Bundeswehr für Protest. Mit
Flyern, einem Transparent und Megafon kritisierten ca. 20
Bundeswehrgegner_innen das Auftreten der Bundeswehr als vermeintlich
änormalerô Arbeitgeberàô Bericht von BernauerIn vom 12.04.2008 bei
indymedia
http://de.indymedia.org/2008/04/213159.shtml
b) HH: antimilitaristische aktion an schule
äam samstag, den 12. april 2008 begab sich ein kleiner haufen
antimilitaristischer aktivistinnen zum gymnasium buckhorn in
hamburg-volksdorf, um vor der schule gegen die beteiligung der bundeswehr
an der "infobörse beruf und ausland" zu protestierenàô Bericht und
Flugblatt von bundeswehr wegtreten vom 12.04.2008 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/04/213158.shtml
Lieber Gruss, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
--
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
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