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[LabourNet Germany] Neu am Montag, 14. April 2008

## Nachricht vom 14.04.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de

Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Montag, 14. April 2008:

I. Branchen > Sonstige Industrie > Fahrzeugbau > Bike Systems Nordhausen

Wie Phoenix aus der Asche? Die Nordhäuser Fahrradbauer produzieren jetzt ohne Chefs weiter

äIn der Tradition des Strike-Bike wollen 21 Nordhäuser Fahrradwerker ab Sommer selbstbestimmt weiterproduzieren. Als die Belegschaft des Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen Anfang November 2007 nach fast vier Monaten Besetzung schweren Herzens den Betrieb räumte und in eine Transfergesellschaft überwechselte, wollten einige Belegschaftsangehöri ge
den Gedanken nicht aufgeben, eines Tages doch wieder Fahrräder in Nordhausen zu produzieren. Eine Woche lang hatten sie im Rahmen der Besetzung letzten Oktober in eigener Regie und Verantwortung 1800 »Strike Bikes« produziert und damit sich selbst und aller Welt bewiesen, dass eine selbstverwaltete Produktion in einer Fabrik mitten in Deutschland möglich istàô Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 11.04.20 08
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126952.html

Siehe dazu:

Der Aufbruch - wie Phoenix aus der Asche

äAm 17.03.2008 gründeten wir die Strike-Bike GmbH, in der 21 ehemalige Mitarbeiter der Bike Systems einen neuen Arbeitsplatz erhalten werden. Um zu zeigen, dass wir wieder auf dem Fahrradmarkt zurückgekehrt sind, beginnen werden wir die Aufnahme unserer Fahrradproduktion mit einen auf 2000 Stück limitierten schwarzen 28ô Tourensportfahrrades namens äBla ck
Editionô. Es handelt sich bei dem Herren- und Damenfahrrad um eine technische und qualitative Weiterentwicklung des vorangegangen roten Strike Bike Modells.
Unsere hohen qualitativen Ansprüche für zukünftige Produkte, die wir im
Fahrradfachhandel anbieten werden, finden Anlehnung bei diesen Fahrrädern. Die Fahrräder wirken elegant und wertvoll. Diese Edition wird in den Monaten Mai und Juni 2008 produziert und an die Besteller ausgeliefert. Die Fahrräder sind zu 95% vormontiert. Pedale einschrauben, Lenker in Fahrtrichtung einstellen, dann kann es schon losgehen à.Die Einnahmen dieser einmaligen Direktvermarktungsaktion werden für den Neuaufbau und weitere Produktionsanlagen für die geplanten Spezialfahrräder (u. a. mit Elektroantrieb) und einen robusten Fahrradanhänger bzw. Handwagen, den äRollfixô verwendetàô Die aktuelle Meldung auf der Strike-Bike-Seite http://www.strike-bike.de/1/index.php?hlÞ_DE

II. Branchen > Auto international: Streiks bei der rumänischen Renault-Tochter Dacia

Streik bei Renault-Tochter Dacia beendet

äDer Streik der rund 13.000 Autobauer der Renault- Tochter Automobile Dacia im südrumänischen Pitesti ist beendet. Die Gewerkschaften nahmen ein
verbessertes Lohnangebot der Werksleitung an. Die Arbeit sei am Freitagmittag wieder aufgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax. Die Dacia-Arbeiter hatten knapp drei Wochen für höhere Löhne gestreikt. Gewerkschaft und Werksleitung einigten sich darauf, dass alle Dacia-Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 300 Lei (knapp 90 Euro) m ehr
Lohn im Monat erhalten und ab September eine weitere Lohnerhöhung um 60 Lei. Ferner soll jeder Arbeiter als Gewinnbeteiligung eine Jahresprämie in Höhe seines Bruttolohnes, aber nicht weniger als 900 Lei erhalten. Das ergibt nach Aussagen eines Gewerkschaftsführers von Dacia
zusammengerechnet im Schnitt eine Lohnerhöhung um rund 450 Lei im Monat àô
Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt17586

III. Branchen > Auto Allgemein/Zulieferindustrie: Tarifverhandlungen KFZ-Handwerk

"Die Grenze ist erreicht"

äHunderte Streikende aus dem Kfz-Handwerk blockierten am Freitag die Flensburger Grenze. Sie demonstrieren damit gegen den Abbruch der Tarifverhandlungen. Bleibt die Frage: Wo ist der Zusammenhang? taz: Herr Schmidt, Sie haben am Freitagmorgen mit Ihren Streiks den Flensburger Grenzübergang nach Dänemark blockiert. Was hat die Grenze mit den Tarifverhandlungen im Kfz-Handwerk zu tun?...ô Interview von Elisabeth Weydt mit Michael Schmidt, Sekretär für Handwerk der IG Metall Flensburg und Verweigerer von Grenzüberschreitungen in der Taz-Nord vom 12.04.2008 http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F04%2F12% 2Fa0035&src=UA&cHashr91dd11c0

Siehe dazu auch: Tarifrunde Kfz-Handwerk

Sonderseite der IG-Metall mit weiteren Infos über die bundesweiten Verhandlungen
http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID-0A456501-C40DC7B8/internet/style.xs l/view_17314.htm

IV. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

BVG kommt pünktlich

äVer.di will sich am Mittwoch über die nächsten Schritte im BVG-Tarifstreit beraten. Vorher keine Aktionen geplant. Die Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dürften bis zum kommenden Mittwoch von neuen Streiks verschont bleiben. An diesem Tag werde die große Tarifkommission über weitere Schritte im Tarifstreit mit der BVG beraten, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di am Samstag. "Zurzeit ist nicht erkennbar, dass es bis dahin Streikaktionen gibt." Die Gewerkschaft werde nicht zu spontanen Arbeitsniederlegungen aufrufen, sagte der Sprecher. Auch am Samstag haben die Streitparteien hinter den Kulissen nach Lösungen für den Tarifkonflikt gesucht. Eine Einigung ist aber offenbar nicht in Sichtàô Bericht in der Taz-Berlin vom 14.04.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/bvg-kommt-puenktlich/?s rc=TE&cHash¾6c88f883

V. Branchen > Medien u. IT > Druck und Papier allgemein

Warnstreiks in Papierindustrie - Ver.di fordert 8 Prozent mehr Geld

äMehr als 1000 Beschäftigte der Papier- und Kunststoffindustrie haben n ach
Gewerkschaftsangaben am Donnerstag zeitweise die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di hatte im laufenden Tarifkonflikt in 50 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen. Schwerpunkte waren Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Ver.di fordert für die knapp 100 000 Mitarbeiter der Branche acht Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde Ende März kein Angebot vorgelegtàô dpa-Meldung bei ver.di vom 10.04.2008
http://presse.verdi.de/service_neu/dpa2008/0410_4

Siehe dazu auch: Warnstreiks in der Papier-, Pappe- und
Kunststoffverarbeitung: Erfolgreiche Aktionen und Warnstreiks

Streik û Info von ver.di vom 11. April 2008 (pdf)
http://druck.verdi.de/papierverarbeitung_tarifrunde_2008/data/Info_Warnstre ik_1_PPV_110408.pdf

VI. Branchen > Medien und IT > Medien > Frankfurter Rundschau

Zerschlagung der Frankfurter Rundschau û Tarifflucht geplant - Personalabbau soll weitergehen

äDer von der Geschäftsführung der Frankfurter Rundschau am Donnerstag , den
10. April 2008 öffentlich angekündigte Umbau des Unternehmens in so genannte moderne, zukunftsorientierte Strukturen und das Ausnutzen von Synergien bedeutet nichts anderes als Tarifflucht durch Abspaltung und weiteren Arbeitsplatzverlust. Betroffen von diesen Maßnahmen sind vorerst ca. 50 Kolleginnen und Kollegenàô Erklärung des Betriebsrates und der Verdi-Vertrauensleute der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2008 (pdf) http://www.labournet.de/branchen/medien-it/fr110408.pdf

Siehe dazu: FR gliedert Grafik aus

äDie Frankfurter Rundschau fasst zum 1. Juli Grafik, Layout, Bild, technische Redaktion und Produktionssteuerung in einer eigenen, selbstständigen Einheit zusammen. Die neue Gesellschaft mit dem Namen FR-Design GmbH, eine 100%-ige Tochter der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH, wird rund 30 Mitarbeiter haben. Sie soll ihre Leistungen in Zukunft auch dem FR-Mehrheitsgesellschafter M. DuMont Schauberg (u.a. "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express") und externen Unternehmen anbieten. Bei dem Schritt stehe die "Weiterentwicklung der Qualität im Vordergrund", so die FR in einer Pressemitteilung. Geschäftsführer des neuen Unternehmens wird Hans-Dieter Klein. Auch im Finanz- und Rechnungswesen sowie im Controlling kommt es zu Änderungen: Ebenfalls zum 1. Juli wird M. DuMont Schauberg diese Aufgaben nach Köln holen, "um die Gruppensynergien und Services besser nutzen zu können".ô Meldung auf Mediendienst Kress http://www.kress.de/cont/home.php

VII. Internationales > Indien> Coca Cola in Indien

FAX ACTION: Coca-Cola: Sofortige Schließung der Abfüllanlagen in in Kala Dera und Mehdiganj

Eine Aktion des India Resource Centers mit der Bitte um Unterstützung. Weitere Informationen (englisch) auf der Seite der Initiative http://www.indiaresource.org/action/faxcoke.php

VIII. Internationales > Bangladesch

Hungeraufstand von 20000 TextilarbeiterInnen in Bangladesh: Armee greift ein

äAm Samstag protestierten in Dhaka mehr als 20000 TextilarbeiterInnen gegen den unaufhaltsamen Anstieg der Lebensmittelpreise und für Lohnerhöhungen.
Die Arbeiter aus mehr als einem Dutzend Textilfabriken setzten sich gegen die Spezialeinheiten der Polizei zur Wehr, die mit Tränengas, Schlagstockeinsätzen und Warnschüssen versuchten den Protest zu unterdrücken. Die Arbeiter wehrten sich mit Steinwürfen, errichteten Barrikaden.Es wurden über 100 Arbeiter verletzt. Schließlich wurde der Aufstand durch den Einsatz der Armee niedergeschlagen. Die hungernden Arbeiter hatten sich teilweise die Nahrungsmittel aus den Geschäften geholt, in denen diese in ausreichender Menge aber zu unbezahlbar hohen Preisen vorhanden warenàô Beitrag in der LinkeZeitung vom 13.04.2008 http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&i dC49&Itemid9

IX. Internationales > Senegal

Zu den Brotrevolten in Westafrika

Interview von Bernard Schmid mit Souleymane Ndiaye, « Exekutivsekretär »
(secrétaire exécutif) der Vereinigung der senegalesischen
Konsumenten/Verbraucher ASCOSEN - Association des consommateurs du Séné gal
http://www.labournet.de/internationales/sn/bernard2.html

X. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Syna verrät die Lonza ArbeiterInnen

Unia schafft erfolgreich einen Durchbruch in den Verhandlungen mit Lonza

äDas Resultat der Verhandlungen mit der Lonza-Spitze lässt sich sehen: Rückzug der GAV-Kündigung, keine Arbeitszeiterhöhung, Kündigungssch utz bis
2015, automatischer Teuerungsausgleich, hohe Investitionen am Standort Visp, Einblick der Gewerkschaft in die Investitionsentscheide und ein umfangreiches Abkommen zur Qualifizierung der Arbeitenden. Die breite Mobilisierung der Lonza-Belegschaft zahlt sich aus und setzt neue Massstäbe in der Sozialpartnerschaft. Der Lonza-Konzern zieht die Kündigung des Kollektivvertrages (KAV) bei Lonza Visp zurück. Die Arbeitszeit wird nicht erhöht. Das sind erste Eckpunkte einer Vereinbarung, die den Arbeitskonflikt bei Lonza beilegt. Zudem annulliert die Firmenleitung die kollektive Abstrafung der gesamten Belegschaft bei tödlichen Arbeitsunfällenàô Pressemitteilung der Unia vom 08.04.2008 http://unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]5 92&tx_ttnews[backPid]=1&cHash&hibar;5f635172

XI. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Streiks und Demonstrationen bei SBB Cargo

  1. Es geht ums Leben

Die SBB haben ihre Abbaupläne für die Cargo-Werkstätte vorerst zurückgezogen. Über den Streik in Bellinzona und vom Streik an und für sich. Artikel von Oliver Fahrni in der WOZ vom 10.04.2008
http://www.woz.ch/artikel/2008/nr15/schweiz/16189.html

b) Streik mit vier Gegentoren

Der Cargo-Streik wurde gewonnen, zum Sieg im Schweizer Fussballcup hat es dann doch nicht gereicht. Ein Wochenende in der angriffigsten Stadt der Schweiz. Artikel von Gino Filadoro und Daniel Ryser in der WOZ vom 10.04.2008
http://www.woz.ch/artikel/2008/nr15/schweiz/16190.html

XII. Internationales > Mexiko > Arbeitskämpfe > Lehrer > Oaxaca

Oaxaca: Wiederbelebung des Widerstandes

äVom 09. - 10.April 2008 fand in Oaxaca das äForo Estatal por la Defensa de los derechos de los Pueblos de Oaxacaô (Bundesstaatliche Treffen zur Verteidigung der Rechte der Bevölkerung von Oaxaca) unter dem Titel ôLa lucha sigue hasta vencer por una Oaxaca libreô (Der Kampf geht weiter bis zu einem freien Oaxaca) statt. Der 10. April ist zugleich der Todestag des mexikanischen Revolutionsführers Emiliano Zapata. Zu dieser Konferenz kamen um die 200 Leute darunter ungefähr 10 internationale AktivistInnen und JournalistInnen. Überschattet wurde das Treffen durch die Ermordung zweier Aktivistinnen des freien Radios ôLa voz que rompe el silencioô ( Die Stimme die das Schweigen durchbricht). Die beiden Compañeras Teresa Bautista Merino (24 Jahre) und Felícitas Martínez Ramírez (20 Jahre) wurden auf dem Weg zur Konferenz nach Oaxaca Stadt von schwer bewaffneten ermordet. Verletzt wurden drei weitere Menschen die sich im selben Auto befanden: die 22 Jahre alte Cristina Martínez Flores, ihr 30 jähriger M ann
Francisco Vásquez Martínez und deren dreijähriger Sohn Jaciel Vásqu ez
Martínez. Die beiden Radiosprecherinnen wollten die äDiskussionsrunde d er
Informationsverbreitung in den Gemeinden und unabhängige freie Medienô bei
demselbigen Forum leiten.
Dieser Gewaltakt wurde ganz klar als Einschüchterungsversuch seitens der Regierung verstanden um die Reorganisierung des Widerstandes in Oaxaca zu unterdrücken. Trotz dieses schrecklichen Vorfalls fand die Konferenz stattàô Bericht von H. und S. auf Indymedia vom 12.04.2008
http://de.indymedia.org/2008/04/213076.shtml

XIII. Internationales > Frankreich > Gewerkschaften

Vive la révolution - Das Verhältnis zwischen den Sozialpartnern wird in Frankreich grundlegend reformiert

äIn Paris haben sich die Gewerkschaften und Unternehmer auf neue Umgangsformen geeinigt. Dies soll den Arbeitsmarkt "flexibler" gestalten. Kleinere Arbeitnehmerorganisationen drohen aber leer auszugehenàô Artik el
von Stefan Brändle in der Frankfurter Rundschau vom 12.04.2008 http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt17748

Siehe dazu auch: »Mit Sarkozy hat eine Art Generaloffensive begonnen«

In Frankreich vergeht keine Woche ohne neue Angriffe gegen das Arbeitsrecht. Die Linke hat bislang kein schlüssiges Konzept dagegen. Ein Interview von Andreas Schuchardt mit Michel Rousseau, er ist in der französischen Basisgewerkschaft SUD aktiv, außerdem in der
Arbeitslosenorganisation AC! sowie den parteiübergreifenden, linken »Collectifs Unitaires«. Erschienen in der jungen Welt vom 14.04.2008 http://www.jungewelt.de/2008/04-14/044.php

XIV. Internationales > Dänemark > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe

Druck fürs Streikrecht

äDie von der EU verfolgte Harmonisierung der Arbeitsmarktregeln stellt eine potenzielle Bedrohung für die Gesetze dar, mit denen die einzelnen Länder ihre Arbeitnehmer schützen. In Dänemark wehrt sich nun eine gewerkschaftliche Basisinitiative gegen Beschneidungen des Streikrechts. Urteile des Europäischen Gerichtshofs in Sachen Arbeitnehmerrecht sorgten in letzter Zeit wiederholt für Unmut. In Dänemark steht schon seit eini ger
Zeit das Streikrecht unter Beschuss. Die lettische Firma Laval hatte letztes Jahr gegen die schwedische Bauarbeitergewerkschaft Svenska Byggnadsarbetareförbundet geklagt, weil diese mit anderen schwedischen Gewerkschaften Laval dazu zwingen wollte, ihren lettischen Arbeitern schwedische Mindestlöhne zu zahlen. Das Gericht urteilte, die Gewerkschaft hätte zwar das Recht zu streiken, nicht aber, gegen eine ausländische Firma und ihre Arbeitsverträge zu kämpfen. Der freie Verkehr von Dienstleistungen und das Niederlassungsrecht von Unternehmen innerhalb der EU dürften von Gewerkschaften nicht blockiert werdenàô Artikel von An dreas
Knudsen im Neues Deutschland vom 11.04.2008
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126950.html

XV. Internationales > Italien

»Mit Berlusconi werden die Reichen reicher«

Italiens Gewerkschaften fordern steuerliche Entlastung für Beschäftigte. Ein Interview von Micaela Taroni mit Guglielmo Epifani, Vorsitzender des Gewerkschaftsverbandes CGI (Die »Confederazione Generale Italiana del Lavoro« hat mehr als fünf Millionen Mitglieder), in der jungen Welt vom 12.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-12/030.php

XVI. Internationales > Italien > soziale Bewegungen

Beppe Grillo: Weblogger und italienisches Enfant terrible

äAm 13. und 14. April sind in Italien Parlamentswahlen. Nachdem die Mitte-Links-Regierung von Romano Prodi gescheitert ist, müssen die Wähl er
erneut an die Urnen. Viele Bürger sind darüber nicht gerade begeistert, kündigt sich immerhin der neunte Regierungswechsel seit 1992 an. Einer, der den chronischen Unmut vieler Italiener aufgreift und bedient, heißt Beppe Grillo und ist populärer Komiker und erfolgreicher Weblogger. Mithilfe des Internet kämpft er für ein sauberes Parlament und für me hr
Demokratie von unten. Für den 25. April ruft er Italiens Bürger zum zweiten Mal zu einem Aktionstag auf, dem sogenannten "Vaffanculo-Day"àô Artikel von Christian Marx auf telepolis vom 12.04.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27619/1.html

Siehe dazu auch:

  1. Beppe GrilloÆs Blog

Die englische Seite seines Blogs mit Videos etc.
http://www.beppegrillo.it/eng/

b) "Nur Arme müssen Gesetze einhalten"

Der italienische Komiker Beppe Grillo prangert seit Jahren die landläufigen Übel Korruption, Parteiensumpf und Vetternwirtschaft an. E in
Gespräch über scheinlebendige Politiker und die Medien. Ein Interview v on
Aureliana Sorrento mit Beppe Grillo in der Frankfurter Rundschau vom 08.04.2008
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt15333&em_cnt_page=1

Darin die Antwort auf die Frage: äLaut Umfragen wären Sie aber der einz ige
ernsthafte Konkurrent Silvio Berlusconis. Warum treten Sie nicht selbst als Ministerpräsidentenkandidat auf?ô: äIch? Ich bin doch nicht bescheuert. Diese Idee des politischen Führers - die gehört zu einer Vorstellung von Politik, die nur für den Kindergarten gut ist. Den Führ er,
den sollen wir vergessen.ô

XVII. Solidarität gefragt > Free Mumia Abu-Jamal!

  1. Free Mumia Demo in Berlin - ein Bericht

äGestern, am 12. April 2008, demonstrierten gut 300 Menschen in Berlin f ür
die Freiheit von Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Anlass dafür war die Entscheidung eines
US-Bundesberufungsgerichts, das dem in einem manipulierten Prozess wegen der Ermordung eines Polizisten zum Tode verurteilten
Ex-Black-Panther-Aktivisten einen neuen Prozess verweigerteàô Bericht v on
Kurt Sonntag vom 13.04.2008 bei indymedia, mit Redebeiträgen, weiteren Infos und einem Offenen Brief an den Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland
http://de.indymedia.org/2008/04/213306.shtml

Siehe auch Fotos der Demo
http://pearlinberlin.blogspot.com/2008/04/walking-for-freedom.html

b) Interview mit Mumia Abu-Jamal (vollständig)

Vollständige Übersetzung des KfsV einer Abschrift des Interviews, das Mumia Abu-Jamal auf POCC Block Report Radio am Montag, den 7. April 2008, für die Sendung äFlashpointsô gab, bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/04/213020.shtml

XVIII. Kosovo und andere Kriege > Militarisierung und die Bundeswehr > Bundeswehr: Armee der Arbeitslosen

  1. Bernau: Kundgebung gegen Bundeswehr aufgelöst

äEine Kundgebung gegen den Auftritt der Bundeswehr in einem Bernauer Gymnasium wird von der Polizei aufgelöst. Am Freitag fand am Paulus-Praetorius Gymnasium in Bernau (bei Berlin) die jährliche Ausbildungs- und Studienbörse statt. Wie in den vergangenen Jahren sorgte auch in diesem Jahr die Anwesenheit der Bundeswehr für Protest. Mit Flyern, einem Transparent und Megafon kritisierten ca. 20
Bundeswehrgegner_innen das Auftreten der Bundeswehr als vermeintlich änormalerô Arbeitgeberàô Bericht von BernauerIn vom 12.04.2008 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/04/213159.shtml

b) HH: antimilitaristische aktion an schule

äam samstag, den 12. april 2008 begab sich ein kleiner haufen antimilitaristischer aktivistinnen zum gymnasium buckhorn in hamburg-volksdorf, um vor der schule gegen die beteiligung der bundeswehr an der "infobörse beruf und ausland" zu protestierenàô Bericht und Flugblatt von bundeswehr wegtreten vom 12.04.2008 bei indymedia http://de.indymedia.org/2008/04/213158.shtml

Lieber Gruss, Ralf und Mag

P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
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LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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14.04.08    ralf.pandorf@labournet.de <ralf.pandorf@labournet.de>
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