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## Nachricht vom 07.04.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Montag, 7. April 2008:
I. Internationales > Ägypten
Eskalation: Tote werden gemeldet, viele Verletzte, Massenverhaftungen
Die angekündigten Proteste gegen die explodierenden Preiserhöhungen bei
Lebensmitteln und gegen die allgemein rasant anwachsende Inflation, sind
nach aktuellen Meldungen völlig eskaliert. Unterschiedliche Quellen
sprechen von 2-7 Toten, hunderten von Verletzten und Massenverhaftungen
von 500 bis 700 Demonstranten. Die Lage ist zur Zeit sehr unübersichtlich.
Wir haben dazu einen aktuellen Bericht von Natalie, die gestern um 7:00
Uhr Ortzeit mit dem Zug nach Mahalla gefahren ist. Ihr Bericht endet mit
der Bemerkung, dass sie um 18:30 eine SMS erhält mit dem Inhalt, dass
Tränengas und Gummigeschosse auf Demonstranten abgefeuert werden. Siehe
dazu:
- 6. April 2008/ Streik in Mahalla al-Kubra
Ein aktueller Bericht von Natalie aus Mashalla
http://www.labournet.de/internationales/eg/natalie.html
b) äNewsflash: Tote durch Schüsse auf streikende Arbeiter in Ägypten
ô
Eine Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse bei der LinkenZeitung vom
06.04.2008
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&i
dC27&Itemid!4
c) äStreik gegen niedrige Löhne und steigende Preise von Polizei unterd
rücktô
Beitrag von Hossam el-Hamalawy in der LinkenZeitung vom 06.04.2008
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&i
dC26&Itemid!4
d) Weblog 3arabawy: Pigs abort Mahalla strike; HELL BREAKS LOOSE
Darin dann die Updates über Meldungen von Toten: UPDATE: Hell breaks loose
in Mahalla!!!!!!!!!! Stay tuned for updatesà UPDATE: Troops fire on
protesters in Mahallaà At least two were killedà Other activist sources
put the number at seven.. still trying to confirmà UPDATE: Sometime after
3pm, demonstrations broke out in El-Shoun Sq, chanting against price
increases.. MubarakÆs police fired on the demonstrators.. A man and a
child were killed.. Police trucks attacked.. Buses caught on fireà Mass
round ups of activists and citizensà Der Link direkt zum Blog
http://arabist.net/arabawy/2008/04/06/police-abort-mahalla-strike/
II. Internationales > Iran > Gewerkschaften > Freiheit für Mahmud Salehi
Mahmoud Salehi freigelassen
Nach Angaben des ôCommittee in Defense of Mahmoud Salehiö ist der Kolle
ge
Salehi am Sonntag, dem 6.04.2008 um 15:00 Uhr Ortszeit freigelassen
worden. Die Kaution betrug 40 Million Toman ($40.000) Das Komitee bedankt
sich bei allen Unterstützern. Weitere Informationen folgen.
http://www.workers-iran.org/News/Mahmoud%20Salehi%20Freed,%20April%206,%202
008.htm
III. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Streiks
und Demonstrationen bei SBB Cargo
Streik in Bellinzona nach einem Monat abgebrochen: Einstimmiger Entscheid
der Betriebsversammlung bei SBB Cargo
äDer Streik im Industriewerk Bellinzona von SBB Cargo wird nach
einmonatiger Dauer abgebrochen. Dies beschloss die Betriebsversammlung am
Montag einstimmig auf Antrag des Streikkomitees. Damit werden
Verhandlungen am «runden Tisch» über die Zukunft des Standorts Bellin
zona
der SBB-Güterverkehrstochter möglichàô Bericht in der NZZ vom 07.04
.2008
http://www.nzz.ch//nachrichten/schweiz/streik_in_bellinzona_nach_einem_mona
t_abgebrochen__1.703435.html
IV. Branchen > Auto international
Streiks bei der rumänischen Renault-Tochter Dacia - Presseschau vom
05.04.2008
Am kommenden Mittwoch wird erneut auf Antrag der Geschäftsführung von
Dacia-Renault vor Gericht entschieden, ob der Streik als illegal erklärt
werden kann. Nach rumänischen Recht ist ein Streik nicht legal, wenn
weniger als die Hälfte der Beschäftigten daran teilnehmen. Die
Gewerkschafter der SAD (Sindicat Autoturisme Dacia) hatten bereits
zweimal eine solche Entscheidung hinausschieben können und damit die
Fortführung des Streiks gesichert. Momentan versucht das Unternehmen mit
Hilfe der Abteilungsleiter und Vorarbeiter Streikende, deren Vertrag
befristet ist, mit einem unbefristeten Vertrag zu erpressen, falls sie
unverzüglich die Arbeit aufnehmen sollten. Die Streikenden von Dacia
erhalten derzeit kein Streikgeld. Französische Gewerkschaften haben
angekündigt, dass sie die Löhne, die die Streikenden aufgrund des
Ausstands derzeit verlieren, in Form von Streikgeld zahlen wollen. Dazu
mehr in den folgenden aus der rumänischen Presse übersetzten Artikeln
äAdevarul vom 05.04.2008: Renault hat den Streik bei Dacia gespaltenô,
äEvenimentul Zilei (EVZ) vom 05. April 2008: Kann sich Renault leisten,
aus Pitesti wegzugehen?ô und äSOLIDARITATE: Hilfe aus Frankreichôà
Die
Presseschau vom 05.04.2008
http://www.labournet.de/branchen/auto/int/dacia_streik1.html
Siehe dazu auch:
- Rumänische Autoarbeiter streiken gegen Hungerlöhne
äSeit mittlerweile fast zwei Wochen streiken rund 10.000 Arbeiter des
Dacia-Werkes im rumänischen Pitesti. Die Belegschaft des
Tochterunternehmens des französischen Autobauers Renault fordert eine
Gehaltssteigerung von 42 Prozent, zusätzliches Weihnachtsgeld und eine
Beteiligung am Gewinn des Unternehmens. Der Streik legt seit Ende März
die gesamte Produktion des ca. 120 Kilometer von Bukarest entfernten
Werkes lahm, was zu erheblichen Produktionsverzögerungen und Einbußen f
ür
Dacia führt. Der Schaden wird pro Tag auf mehrere Millionen Euro
geschätzt. Das rumänische Konzern-Management versucht derzeit, den Stre
ik
per Gerichtsbeschluss für illegal erklären zu lassen. Es begründet di
es
damit, dass weniger als die Hälfte der Angestellten den Streikaufruf
unterschrieben hätten. Nach rumänischem Recht muss es dafür eine Mehr
heit
geben. Tatsächlich hat sich aber nur eine Minderheit der 13.000 Arbeiter
dem Streikaufruf nicht angeschlossen. Bereits zweimal wurde das Verfahren
vor Gericht verschoben. Der nächste Termin ist am kommenden Mittwochà
ô
Artikel von von Markus Salzmann auf der World Socialist Web Site vom
05.04.2008
http://www.wsws.org/de/2008/apr2008/daci-a05.shtml
b) Auf der Aufholspur
äSie bauen Europas billigstes Auto û denn sie selbst sind auch billig.
Doch nun streiken die Arbeiter im rumänischen Dacia-Werk für mehr Lohn.
Es
könnte ein Präzedenzfall werden. Das Wolfsburg Rumäniens ragt aus ein
er
staubigen Ebene auf: ein bewaldeter Hügel, darauf zwei mächtige, weiße
Gebäudeblocks. Der eine schlank und elegant, der andere breit und klotzig.
Drum herum eine bröcklige Betonmauer. Davor flattern Fahnen im Aprilwind.
Beim Anstieg über eine steile Straße liest man auf dem Klotz äDacia
ô, in
Kapitalen. Darunter: ägroupe Renaultô. Der französische Konzern hat
Rumäniens größte Autoschmiede 1999 gekauft, modernisiert und vor dem
sicheren Ruin bewahrt. Nun wird hier oben das billigste Auto Europas
gebaut, 7200 Euro kostet der Dacia Logan in Deutschland. 230 000 Stück
verließen 2007 das Werk, und wegen der reißenden Nachfrage sollten es
dieses Jahr fast doppelt so viele werden. Doch danach sieht es heute nicht
ausàô Artikel von Philipp Lichterbeck im Tagesspiegel vom 5.4.2008
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,2507057
V. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Krankenhäuser in
Schleswig-Holstein
Tarifstreit bei Klinikum beendet
äBis 2015 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen und keine
Privatisierung der Krankenversorgung im Uniklinikum Schleswig-Holstein
(UKSH) geben. Zudem erhalten die 6.500 nichtwissenschaftlichen
Beschäftigten 2,9 Prozent mehr Lohn, arbeiten dafür aber pro Woche eine
halbe Stunde länger. Darauf haben sich Ver.di und UKSH geeinigt. CDU und
SPD begrüßten die Einigung. Die Klinikleitung betont, durch den Verzicht
auf Privatisierung werde die Sanierung des UKSH erschwert. Der
UKSH-Aufsichtsratsvorsitzende Jost de Jager hält eine Sanierung bis 2010
dennoch für möglich.ô DPA-Meldung in der Taz-Nord vom 04.04.2008
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F04%2F04%
2Fa0014&src=UA&cHashad3a9b78
VI. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Konflikte und
Arbeitskämpfe allgemein
- Geringerer Verdienstzuwachs für Krankenhausbeschäftigte in 2008
äDie Arbeitgeber wollten die Krankenhäuser abhängen. Wird der Abschlu
ss so
umgesetzt, ist ihnen das teilweise gelungen. Die Arbeitgeber
argumentierten für eine komplette Abkopplung: Der Budget-Deckel, den sie
den Krankenhäusern verordnet haben, würde eine Lohnerhöhung nicht
hergeben. Doch der Deckel verhindert nicht nur eine höhere Bezahlung, er
verhindert auch die Finanzierung eines Gesundheitswesens nach den
Bedürfnissen der PatientInnen. Die Tarifrunde bot daher die Chance, durch
deutliche Steigerung der Entgelte den Deckel zu sprengen. Das könnte der
Auftakt dazu sein, für ein voll staatlich finanziertes, kostenloses
Gesundheitssystem bei guten Arbeitsbedingungen und Löhnen zu streiten! Die
Rekordgewinne der Großkonzerne und die Selbstbereicherung der Vermögend
en
zeigen auf, welcher Wohlstand heute geschaffen wird. Nutzen wir ihn im
Interesse der Masse der Bevölkerungàô Beitrag auf der Seite des äNe
tzwerk
für eine kämpferische und demokratische ver.diô
http://www.netzwerk-verdi.de/86.0.html
b) »Diese Ungleichbehandlung ist nicht akzeptabel«
Krankenhausbeschäftigte werden beim Tarifergebnis im öffentlichen Dienst
benachteiligt. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Dieter Janssen,
Personalrat, ver.di-Vertrauensmann im Klinikum Stuttgart und aktiv im
»Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di«, in der j
ungen
Welt vom 07.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-07/029.php
VII. Branchen > Dienstleistungen: Einzelhandel > Aldi
Verdeckte Zahlungen über Anwaltskanzlei: Aldi hat heimlich
Gegenorganisation zu Verdi gefördert
äDie Supermarktkette Aldi, die mit Niedrigst-Preisen Millionen von Kunden
anlockt, könnte jetzt in den Sog der Affären um verdeckte Einflussnahmen
auf Arbeitnehmer-Organisationen und die Tätigkeit von Betriebsräten
geraten. Der Handelskonzern Aldi Nord hat nach Informationen der
Süddeutschen Zeitung über Jahre hinweg heimlich die arbeitgeberfreundli
che
Betriebsräte-Organisation AUB unterstützt. Offenbar ging es darum, ein
Gegengewicht zur Gewerkschaft Verdi zu schaffen. Aldi leistete über eine
Anwaltskanzlei verdeckte Zahlungen an den damaligen AUB-Chef Wilhelm
Schelsky, der wegen Zuwendungen durch Siemens in Millionenhöhe in
Untersuchungshaft sitztàô Artikel von Uwe Ritzer und Klaus Ott in der
Süddeutschen Zeitung vom 07.04.2008
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wirtschaft/artikel/879/167397/
VIII. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Privatisierung
der Bahn
- Transnet für Bahn-Privatisierung: Gewerkschaft fürchtet ohne Börse
ngang
»Nachteile im Wettbewerb«
äIm Streit um die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn sprechen sich die
beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA für das sogenannte Holding-Modell
aus. Es biete die Möglichkeit, daß Tarifverträge bestehen und
Arbeitsplätze erhalten blieben. Dies müsse »in Verträgen und ähnl
ichem
sauber abgesichert werden«, erklärten Transnet-Chef Norbert Hansen und
GDBA-Chef Klaus Dieter Hommel am Freitag in Berlin. Ein Verzicht auf
private Investoren brächte der Deutschen Bahn »Nachteile im Wettbewerb
«àô
Artikel von Rainer Balcerowiak in der jungen Welt vom 05.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-05/058.php
b) Eisenbahner-Gewerkschaft lehnt Holding-Modell ab
äDer geschäftsführende Bundesvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA k
ommt
zu dem Schluss: "Das vorliegende Modell [ist] der Einstieg in die
Zerschlagung des DB-Konzerns." Die GDBA könne dem Modell darum nicht
zustimmen. Damit setzt die GDBA anders als bisher die Gewerkschaft
Transnet einen gemeinsamen Beschluss der beiden Gewerkschaften vom 13.
November 2007 um, in dem es heißt: "Die Gewerkschaft Transnet und
Verkehrsgewerkschaft GDBA werden keine Absichten unterstützen, die direkt
oder indirekt darauf hinauslaufen, eine Trennung von Infrastruktur und
Betrieb zu ermöglichen bzw. vorzubereiten. Gegen eine Zerschlagung der DB
AG werden wir alle uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel
einsetzen." Die GDBA sieht nun sogar keinen Grund mehr für eine
Privatisierung der Bahnàô Beitrag auf DeineBahn vom 3.4.2008.
http://privatisierungstoppen.deinebahn.de/story/09/2709.html
IX. Diskussion > Wipo > Tarifpolitik der Wirtschaft und Politik >
Tariftreuegesetz
EuGH verwirft lokale Tarifbindung bei staatlichen Aufträgen
äBund, Länder und Gemeinden dürfen ihre Aufträge nicht an die Einha
ltung
örtlicher Tarifverträge koppeln: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in
Luxemburg verwarf entsprechende Regelungen des Vergabegesetzes des Landes
Niedersachsen. Eine solche Bindung sei allenfalls bei
allgemeinverbindlichen Tarifverträgen gerechtfertigt. Ein Tarifvertrag,
der nach festen, EU-weiten Regeln für allgemeinverbindlich erklärt wurd
e,
gilt für alle Arbeitgeber, auch wenn sie nicht Mitglied des
tarifschließenden Verbandes sind. Das Vergabegesetz des Landes
Niedersachsen verlangt, dass der Auftragnehmer und auch alle von ihm
beauftragten Subunternehmer mindestens den örtlichen Tariflohn bezahlen
müssen. Mit seiner Klage wehrte sich ein Bauunternehmer gegen eine
Vertragsstrafe, weil ein Subunternehmen sich daran nicht gehalten hatte.
Wie der EuGH entschied, können die öffentlichen Auftraggeber nur die
Einhaltung allgemeinverbindlicher Tarifverträge verlangenàô AFP-Meldu
ng
vom 3.4.08
http://de.news.yahoo.com/afp/20080403/tde-d-eu-justiz-polen-arbeit-tarife-a
4484c6_2.html
Siehe dazu
- die Pressemitteilung des EuGH vom 3. April 2008 zum Urteil des
Gerichtshofs in der Rechtssache C-346/06 (pdf)
http://curia.europa.eu/de/actu/communiques/cp08/aff/cp080020de.pdf
- Stellungnahmen des EGB zu den EuGH-Urteilen (pdf)
http://www.etuc.org/IMG/pdf_ResolutionDE-2.pdf
- Sommer: Gesetzliche Mindestlöhne sind nach der EuGH-Entscheidung
wichtiger denn je
DGB-Pressemitteilung vom 03.04.2008
http://www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=3
175
d) Lohndumping von oben
äDer Europäische Gerichtshof (EuGH) bleibt sich treu. Die als Speerspit
ze
der neoliberalen Deregulierung bekannten Richter verkündeten am Donnerstag
in Luxemburg ein Urteil, welches gravierende Auswirkungen auf die
Mindestlohndebatte in Deutschland haben könnte. Demnach dürfen öffent
liche
Institutionen die Vergabe von Aufträgen nicht von der Einhaltung gültig
er
Tarifverträge oder pauschaler Lohnuntergrenzen abhängig machen. Eine
Ausnahme bilden allerdings gesetzliche Mindestlöhne, wie sie in
Deutschland in einigen Branchen über das Entsendegesetz festgelegt worden
sindàô Artikel von Rainer Balcerowiak in junge Welt vom 04.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-04/064.php
X. Diskussion > Wipo > GATS, Privatisierung und Gegenkämpfe >
Privatisierung und Widerstand: Dienstleistungen
Knast privat
- Hinter Gittern ist ein Traum geplatzt
äPrivates Gefängnis teurer als Staatsknast: Im Jahr 2007 kostete ein
Haftplatz in der teilprivatisierten JVA Hünfeld mehr als in der
vergleichbaren staatlichen Einrichtung in Darmstadt. Damit erscheint der
hessische Sonderweg im Strafvollzug zweifelhaftàô Artikel von Christoph
Hickmann in der Süddeutschen Zeitung vom 31.03.2008
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/719/166243/
b) »Die wollen die Menschen für dumm verkaufen«
Der Bund der Strafvollzugsbediensteten hält die erste Teilprivatisierung
eines Knasts für eine Mogelpackung. Ein Interview von Ralf Wurzbacher mit
Anton Bachl, Vorsitzender des Bundes der Strafvollzugsbediensteten (BSBD),
der mit 25 000 Mitgliedern größten Beschäftigtenorganisation im
Justizvollzug, in der jungen Welt vom 03.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-03/020.php
XI. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Datenschutz > Arbeitnehmerdatenschutz
- Verbesserung beim Arbeitnehmerdatenschutz erforderlich
äAnlässlich der Berichte über die heimliche Überwachung von Arbeitn
ehmern
in einer Einzelhandelskette fordert der Bundesbeauftragte für den
Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar einen verbesserten
Arbeitnehmerdatenschutzàô Meldung beim BfDI ohne Datum
http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_533554/DE/Home/homepage__Kurzmeldungen20
08/PM12__ArbeitnehmerDS.html
b) Verdi will auf Arbeitnehmerdatenschutz drängen
äNach den Skandalen bei deutschen Supermarktketten um die Überwachung v
on
Mitarbeitern drängt die Gewerkschaft Verdi auf ein Gesetz zur Regelung des
Arbeitnehmerdatenschutzesàô AFP-Meldung vom 6.4.08
http://afp.google.com/article/ALeqM5iHBlLuDSVZaWdU6H9y4AbMK-gCug
XII. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Datenschutz > elektronische Gesundheitskarte
Ist die elektronische Gesundheitskarte sicher"?
äIn einem Brief an die Abgeordneten des Bundestags (siehe Anlage) nimmt
das Komitee für Grundrechte und Demokratie Stellung zur Entwicklung der
elektronischen Gesundheitskarte. (à) Das Grundrechtekomitee listet in
seinem Brief an die Abgeordneten , einige der grundlegenden Mängel auf.
Diese fangen an bei den unterschätzten Datenschutzproblemen angesichts der
Fülle zu erwartender weiterer Innovationen. Mit der eGK sollen Daten
gerade nicht hochgesichert und unerreichbar unter Verschluss gebracht
werden, sondern gemäß der vielfältigen Interessen gesammelt und genut
zt
werdenàô Presseinformation des Komitee für Grundrechte und Demokratie
vom
3.4.08
http://www.grundrechtekomitee.de/ub_showarticle.php?articleID&8
und der Brief an die Abgeordneten des Bundestags vom Komitee für
Grundrechte und Demokratie (pdf)
http://www.grundrechtekomitee.de/files/articles/egkdatenschutz.pdf
XIII. Diskussion > Grundrechte > Demonstrationsrecht
Abbau von Grundrechten als Kampf gegen Rechts? In Bayern wehrt sich ein
großes Bündnis gegen geplante Verschärfungen beim Versammlungsrecht
äKönnten Streikposten in Bayern bald illegal sein? Diese Frage stellen
sich zur Zeit viele Gewerkschafter im Freistaat. Sie haben sich gemeinsam
mit Bürgerrechtsorganisationen und Oppositionsparteien zum Initiative
Rettet die Versammlungsfreiheit in Bayern zusammengeschlossenàô Artikel
von Peter Nowak in telepolis vom 04.04.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27650/1.html
Siehe dazu Kampagne "Rettet die Grundrechte - Gegen den Notstand der
Republikô von ver.di Bayern
http://muenchen.verdi.de/aktive_gruppen/kampagne_rettet_die_grundrechte
XIV. Diskussion > Grundrechte > Terrorismusbekämpfung und Grundrechte >
129a- Verfahren gegen die militante gruppe (m.g.)
Keine Beugehaft für die ZeugInnen im mg-Verfahren! Soligruppe XY -
ômg-Verfahren bleibt ungelöstö
äIm 129-Verfahren gegen vermeintliche Mitglieder der militanten Gruppe
hat der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich für April zwei richterlicher
Vernehmungen (9. April & 16. April) nach Karlsruhe verfügt. Dies ist nicht
nur ein massiver Druck für die Vorgeladenen, die bei Aussageverweigerung
mit Geldstrafen und Beugehaft von bis zu 6 Monaten bedroht sind. Auch für
alle bereits im vergangenen Oktober Vorgeladenen und weitere Personen aus
dem Umfeld der Beschuldigten ist dieses massive Vorgehen beunruhigend.
(..) Wir rufen daher alle solidarischen UnterstützerInnen dazu auf, bei
Verhängung von Beugehaft in ihren Städten an den darauffolgenden Samsta
gen
(12. April & 19. April) an geeigneter Stelle zu protestieren, ihren
Protest zu dokumentieren und öffentlich bekannt zu machenàô Aufruf vom
05.04.2008
http://einstellung.so36.net/de/940
XV. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Mindestlohndebatte >
Mindestlöhne in der Europäischen Union: 05.04.2008: Demonstration
europäischer GewerkschafterInnen in Ljubljana (Slowenien): Für
Mindestlöhne in Europa
Europäische Gewerkschaften: Hoch die Solidarität
äLjubljana. Die Minister tagen abgeschieden in Titos altem Feriendomizil
am Fuße der Alpen, die Gewerkschafter ziehen mitten durch das Zentrum von
Ljubljana. Die einen sorgen sich vor allem um die Preisstabilität, den
anderen geht es um "Löhne, die einen vernünftig ernähren können". So
formuliert es Peter Schubert aus dem niederbayrischen Deggendorf. Er ist
einer von Tausenden Gewerkschaftsmitgliedern aus 28 europäischen Ländern
von Norwegen über Rumänien bis Portugal, die die Straßen der slowenis
chen
Hauptstadt in ein Meer von bunten Fahnen und Schildern verwandeln. Die
Veranstalter sprechen von 35.000, die Polizei von 10.000 Teilnehmernàô
Artikel von Werner Balsen in FR vom 7. April 2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt14835
Aus dem Text: äàMichael Sommer, der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbun
des
(DGB), marschiert an der Spitze des Zuges und hält mit Spitzenkollegen
anderer europäischer Gewerkschaften ein Spruchband mit der Kernforderung
des Zuges: "Wir brauchen höhere Löhne". Der Frankfurter Rundschau
gegenüber formuliert er, um was es den Demonstranten geht: "Wir fordern
eine Stärkung der allgemeinen Kaufkraft nach Jahren des Lohnverzichts. Und
die Arbeiter und Angestellten müssen fair an den Gewinnen der Unternehmen
beteiligt werden."àô
XVI. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hartz IV > Proteste gegen
1-Euro- Jobs & äweisse Schafe: Ins Wespennest gestochen. Wiesbaden:
Lokalpolitiker schäumen wegen Aufklärungsaktion zu »Ein-Euro-Jobs«
Schlagt nicht den falschen Weg ein!
äDen Offenen Brief der Bezirksgeschäftsführung Wiesbaden vom 12.03.20
08 zu
den gewerkschaftlichen Aktivitäten im Haus Krenkel und zur Einrichtung
Mühltal habe ich gelesen. Ich bin erschrocken und empört. Aufgrund mein
er
langjährigen Erfahrungen in der äSzeneô möchte ich dazu Stellung ne
hmen.
Als ehemaliger Geschäftsführer der "LAG Soziale Brennpunkte Hessen e.V."
(aus dieser Zeit ist mir das Mühltal-Projekt auch bekannt!) und mit
jahrzehntelangen Erfahrungshintergrund als Gewerkschafts-/Verdi- Mitglied
mit bin ich zutiefst überzeugt, das diese Überprüfungs- und
Kontrollbesuche nicht nur angebracht, sondern regelrecht notwendig sind.
Meine Erkenntnisse über das Agieren von Beschäftigungsträgern der
verschiedensten Couleur konnte ich unter anderem während meiner Tätigk
eit
als Vorsitzender der "Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit Schleswig-Holstein
ô
vertiefen und verifizieren. Euch ist auch hinreichend bekannt, das sogar
die auf gewerkschaftlichen Nährboden gewachsenen Bildungsträger auf
Verschlechterungen der Förderbedingungen mit existentieller Angst im
Nacken gewerkschaftliche Standards schleifen und sogar Tarifflucht
begehen. (..) Gewerkschaftliche Aktionen, die für den ersten Arbeitsmarkt
zur selbstverständlichen Standardausrüstung gehören, dürfen nicht
vergessen oder gar verteufelt werden, wenn es um den Versuch geht,
vermutete Missstände auf dem zweiten Arbeitsmarkt aufzudeckenà.ô Offe
ner
Brief von Niki Müller an die Bezirksgeschäftsführung Wiesbaden wg.
gewerkschaftlichen Aktivitäten Wiesbaden-Mühltal u.a.
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/verdiwiesb.html
XVII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Arbeitsamt und Arbeitszwang
> Alltägliche Schikanen: In Gütersloh ist ein Erwerbsloser gegen
ARGE-Schikanen und Kürzungen im Hungerstreik!
- Hartz IV Hungerstreik in Gütersloh nimmt dramatische Formen an
äErwerbslosen Forum Deutschland fordert ein sofortiges Einlenken des
Geschäftsführers der GT-Aktiv GmbH in Gütersloh. Das Verhalten von
Geschäftsführer Kupczyk ist schon jetzt mehr als beschämend zu
bezeichnenàô Pressemitteilung des Erwerbslosen Forum Deutschland,
03.04.2008
http://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/5_052008050405_267_1.htm
b) Solidarität mit Berndt Pfeifer: Demonstration am 10. April um 15 Uhr
vor der GT aktiv GmbH in Gütersloh
Aufruf bei Techeles e.V.
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID23
XVIII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: sozialpolitische Aktionen und Proteste 20
08
Aktionstag im Jobcenter Göttingen
äAm Donnerstag, den 03.04.08, fand im Jobcenter Göttingen eine
Protestaktion des Bündnisses gegen Ämterschikane statt. Die Aktion soll
te
von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr dauern. Am Beginn des Protestes gab es ein
Frühstück, welches von jemann/jederfrau gnutzt werden konnte. Es wurden
Flugblätter verteilt, die Aktion richtete sich gegen äfrustierende
Erfahrungenô, die Sachbearbeiter/innen den Kunden des Jobcenters angedeien
liesen. Vor dem Jobcenter wurde ein Beratungszelt aufgebaut û hier konnte
eine fachkundige Beratung in Anspruch genommen werden. Als Anregung zu
dieser Aktion diente unter anderem die Protestaktion in Köln, wo Hartz IV
Empfänger/innen ihren Unmut ausdrückten.ô Bericht von Stephan Knoblau
ch
vom 04.04.2008 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/04/212426.shtml
Siehe dazu auch:
XIX. Diskussion > (Lohn)Arbeit: sozialpolitische Aktionen und Proteste >
Agenturschluss > zahltag! Schluss mit den ARGE(n)-Schikanen!
- Düsseldorf: Aktion gegen ARGE Zumutungen am 1.April 2008
60.000 Menschen sind in Düsseldorf und über 7 Millionen Menschen
bundesweit von den Arge-Leistungen abhängig. Leistungsauszahlungen
verzögern sich um Wochen oder Monate, Anträge und Schriftstücke gehen
verloren, oft wird sogar die Antragsannahme verweigert. Anträge werden
erst nach Anrufung von Gerichten bewilligt. In Düsseldorf rief deshalb das
Bündnis äArg, Ärger, ARGEô zu einem Aktionstag vor der Düsseldorf
er ARGE
auf der Luisenstraße auf. Beteiligt waren Betroffene der ARGE-Schikanen,
TeilnehmerInnen des Mittwochsfrühstücks der Erwerbslosen im ZAKK, die
Arbeitsloseninitiative, die Altstadt-Armenküche, fiftyfifty und viele
andere Initiativen. Der ANTIFA-KOK unterstützte die Proteste, ein paar
kommentierte Bilder sind auf deren Homepage zu sehen
http://www.antifa-kok.de/index.php?option=com_content&task=view&idC
&Itemid=1
b) Köln: Heraus zum 2. Mai - Aktionscamp "Zahltag!"
Verweigerte oder verzögerte Auszahlungen, Computerpannen, Schikane,
Demütigungen und das Ausschnüffeln der Privatsphäre von Erwerbslosen,
so
stellt sich die Arbeit der ARGE für viele Erwerbslose dar. Das hat System
und das System ist: Der Druck von oben auf die ARGE-MitarbeiterInnen wird
nach unten weitergereicht. Das ist der Grund, warum wir uns am 1. und 2.
Mai zum Aktionscamp äZahltag!ô versammeln werden. Schon mehrfach hat die
Aktion äZahltag!ô für Wirbel bei den Kölner ARGEn gesorgt: In Grupp
en
setzten Erwerbslose und UnterstützerInnen an der ARGE die Auszahlung von
Geldleistungen, die Bearbeitung von Anträgen und andere Anliegen durch.
Ergänzend dazu gab es in der Eingangshalle der ARGE
Diskussionsveranstaltungen, Beratung, Livemusik und ein Umsonst-Buffet.
Die Resonanz war mit über 150 Beteiligten groß - ebenso die Erfolgsquo
te
der selbstorganisierten Gegenwehr: In allen Fällen konnten die zuvor
verweigerten Leistungen durchgesetzt werden.
- Donnerstag, 1.Mai | ab 18 Uhr | Uni-Wiesen Luxemburger
Str./Haltestelle Eifelwall
Aktionscamp (Schlafsack + Isomatte mitbringen!): Live-Musik Bam Bam
Babylon Bajasch, Birgit von Blue Flower, ôh.n.ö; Disco Brigadistak Soun
ds
/ DJ Brittinha; Infos+Vorbereitung der Aktion Zahltag; Volxküche
- Freitag, 2.Mai | von 7 bis 14 Uhr | ARGE, Luxemburger Str. /
Haltestelle Weißhausstr
Aktion Zahltag: Gemeinsam wird die Auszahlung verweigerter Leistungen
eingefordert; Offene Hartz-IV Beratung: Die Vereine äTacheles e.V.ô und
äKEA e.Vô bieten aktuelle Informationen zu Hartz IV; Beschwerdestelle:
An
einer Klagemauer werden alle Beschwerden veröffentlicht; Öffentliche
Versammlung Diskussion u. Information; Musik und Volxküche
XX. Solidarität gefragt > Free Mumia Abu-Jamal! Todesurteil gegen Mumia
Abu Jamal aufgehoben, aber neues Verfahren abgelehnt!
- Freiheit für Mumia: Alle auf die Straße am 12. April in Berlin!
Demo in Berlin am Samstag, 12. April, ab 13 Uhr, Nähe US-Botschaft (Unter
den Linden/Neustädtische Kirchstr.) Siehe den Aufruf (pdf)
http://www.partisandefense.org/events/pdf/4-12-Berlin.pdf
b) Drittes US-Bundesberufungsgericht hält abgekartetes Urteil gegen Mumia
Abu-Jamal aufrecht und verordnet Anhörung zur Wiedereinsetzung der
Todesstrafe oder lebenslanger Einkerkerung. Freiheit für Mumia, jetzt!
Presseerklärung vom Partisan Defense Committee (PDC û
US-Schwesterorganisation des KfsV) vom 27. März, Übersetzung vom 28. M
ärz
2008
http://www.partisandefense.org/pubs/deutsch/2008-03-27b.html
Lieber Gruss, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
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den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
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LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
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