|
## Nachricht vom 31.03.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Montag, 31. März 2008:
I. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > ver.di:Tarifrunde
2008 bei Bund und Kommunen
äDifferenzierteô Tarifeinigung?
- Durchbruch im öffentlichen Dienst
äà Nach AP-Informationen umfasst das Paket mit einer Laufzeit von zwei
Jahren ein Gesamtvolumen von acht Prozent und nach Branchen gestaffelte
Arbeitszeiterhöhungen, was die Gewerkschaften zunächst abgelehnt hatten.
Im Gegenzug setzten die Arbeitnehmervertreter für 2008 eine
durchschnittliche Entgelterhöhung von 5,1 Prozent und für 2009 von 2,8
Prozent durch. Die 5,1 Prozent für dieses Jahr setzen sich aus einem
Sockelbetrag von 50 Euro und einer prozentualen Erhöhung von 3,1 Prozent
zusammen. Damit sollen untere Lohngruppen stärker von dem Zuschlag
profitierenàô AP-Meldung vom 31.3.08
http://de.news.yahoo.com/ap/20080331/tde-durchbruch-im-ffentlichen-dienst-e
65a892_3.html
b) Letzte Gespräche in Potsdamer Tarifpoker
äà Die strittigste Fragen neben der Einkommenserhöhung war die Forder
ung
der Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten. Dies soll jetzt mit
Sonderregelungen gelöst werden. Zunächst soll eine etwas längere
Arbeitszeit im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
festgeschrieben werden. Offen war am Vormittag noch, ob dies 39 oder 39,5
Stunden sein könnten. In den gesonderten Tarifverträgen für Krankenh
äuser,
Versorgungsbetriebe und den Nahverkehr soll es nach dpa-Informationen
besondere Regelungen mit zusätzlichen freien Tagen geben. Damit könnte
die
Forderung der Gewerkschaften berücksichtigt werden, Krankenschwestern oder
die Beschäftigten bei der Müllabfuhr zeitlich nicht noch stärker zu
belastenàô DPA-Meldung vom 31.3.08
http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080331/tde-letzte-gesprche-in-potsdamer-tar
ifpo-b33f0ce_1.html
II. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > BVG Berl
in
- Streik steht an
Bei der BVG wird wohl ab Dienstag gestreikt - wenn ein Gespräch mit
Sarrazin am Montagabend dies nicht verhindert. Dpa-Meldung in der
Taz-Berlin vom 31.03.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/streik-steht-an/?srcTE&cHashdb4edf20
b) »Tarifkampf bei Bahn AG war Signal«
Großteil der GDL-Neumitglieder im Berliner Nahverkehr war zuvor nicht
gewerkschaftlich organisiert. Ein Interview von Daniel Behruzi mit
Hans-Joachim Kernchen, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher
Lokomotivführer (GDL) im Bezirk Berlin-Sachsen-Brandenburg, in der jungen
Welt vom 31.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-31/058.php
c) Zaghafte Expansion
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer wird auch im Nahverkehr aktiv.
Betriebsgruppe bei den Berliner Verkehrsbetrieben gegründet. Artikel von
Rainer Balcerowiak in der jungen Welt vom 31.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-31/056.php
d) Ver.di muss für alle sprechen
Kommentar von Antje Lang-Lendorff in der Taz-Berlin vom 28.03.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/verdi-muss-fuer-alle-sp
rechen/?src=TE&cHash‚3b38664f
Aus dem Text: äàSo entsteht eine Neiddebatte auf unterstem Niveau. Nach
dem Motto: Wenn ich schlecht verdiene, warum sollte es anderen besser
gehen? Diese Reaktion ist bedauerlich, weil kontraproduktiv. Wer sich an
den niedrigsten Löhnen orientiert, zieht auch die anderen nach unten.
Damit ist keinem geholfen. (à) Die Gewerkschaft sollte versuchen, sich zum
Sprachrohr aller Unzufriedenen zu machen. Sie muss den Menschen
vermitteln, dass ein guter Abschluss bei der BVG Symbolcharakter haben
kannà.ô
III. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Privatisierung
der Bahn
- Protest gegen Börsengang wächst
äTrommeln, Plakate, Aktionsgruppen - zur Aufsichtsratssitzung der
Deutschen Bahn (DB) machte das Bündnis "Bahn für Alle" am Freitag am
Potsdamer Platz in Berlin kräftig mobil. Die Privatisierungsgegner - eine
Allianz von Attac, Verdi, IG Metall, BUND, den SPD-Jusos, Grüner Liga,
Verkehrsclub Deutschland und acht weiteren Organisationen - wollen am
Montag gleich mehrfach wieder antreten. Denn dann legt Bahnchef Hartmut
Mehdorn in Berlin die Konzernbilanz vor. Ebenfalls am Montag trifft sich
die neue SPD-Arbeitsgruppe zur Bahnprivatisierung. SPD-Chef Kurt Beck hat
das Thema zur Chefsache erklärt. Ein riskantes Unterfangen - denn der
Widerstand gegen den Teilverkauf des Staatskonzerns wächst. 70 Prozent der
Deutschen sind laut Emnid gegen die Privatisierungàô Artikel von Thomas
Wüpper in der Frankfurter Rundschau vom 29.03.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt10443
b) Du bist am Zug
äIn diesem Audiobeitrag wird erklärt, wohin die Bahnprivatisierung fü
hrt.
Die Absurdität der geplanten Bahnprivatisierung und des aktuell
diskutierten Holdingmodells werden dargestellt. Die Fakten werden genau
auf den Punkt gebracht. Zu hören sind Informationen zur geplanten
Bahnprivatisierung und das Versprechen des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, die
Bedenken des Hamburger Parteitages ernst zu nehmen und bei Bedarf einen
erneuten Parteitag zur Zukunft der Bahn zu befragen, und der
eindrucksvolle Satz des Sozialdemokraten Peter Conradi: "Die Bahn gehört
auf die Schiene und nicht auf die Börse!" Direkt im Anschluss gibt es als
Bonus noch einen Bahnsong von Groovty. Der gesamte Beitrag dauert zwölf
Minuten. Die Datei ist elf Megabyte groß, also nichts für schwache
Verbindungen.ô Die Audio-Datei bei Bahn für Alle (mp3)
http://www.bahn-fuer-alle.de/media/audio/cd-gew/du-bist-am-zug.mp3
c) Der gefügige Transnet-Gewerkschaftschef und andere Merkwürdigkeiten
äDie mächtige Bahn-Gewerkschaft Transnet hat die SPD aufgefordert, die
Teilprivatisierung des Staatskonzerns nicht zu blockieren, heißt es in
einer Meldung von Reuters vom vergangenen Freitag. Viele
Gewerkschaftsmitglieder von Transnet verstehen diesen weiteren Umfaller
ihres Gewerkschaftsvorsitzenden nicht. Noch im November 2007 hatte sich
die Gewerkschaft Transnet für den Plan B ausgesprochen. Damals lehnte
Transnet das jetzt zur Entscheidung stehende Holding Modell ab, siehe
Ziffer 3 der Erklärung vom 13.11.2007. Plan B bedeutete, dass alles im
Bundesbesitz bleiben soll. Doch der Gewerkschaftsvorsitzende Hansen macht
wohl alles mit, was Bahnchef Mehdorn will. Deshalb übt er jetzt Druck auf
die entscheidende Arbeitsgruppe der SPD aus. Diese Arbeitsgruppe tagt
heute zum ersten Mal. Sie ist mehrheitlich mit Personen besetzt, die im
Widerspruch zu den Wünschen des Hamburger SPD-Parteitags und einer
Mehrheit von 70% der Bevölkerung zumindest eine Teilprivatisierung der
Bahn durchsetzen willàô Beitrag von Albrecht Müller auf den Nachdenks
eiten
vom 31.03.2008
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p107
IV. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn >
Gewerkschaften/Tarifkonflikt > GDL-Tarifabschluß 2008: Kommentare und
Bewertungen
äDann vertreten wir uns selber àô - Innenansichten aus dem
Eisenbahnerstreik 2007
äDer Eisenbahnerstreik ist auf große Sympathien gestoßen und hat
Hoffnungen geweckt, dass nach Jahren des Verzichts nun wieder der Kampf
für ein besseres Leben auf der Tagesordnung steht. Endlich mal wieder eine
unbescheidene Forderung, und endlich haben mal wieder ArbeiterInnen
gezeigt, dass sie keineswegs so verzichtbar sind, wie von interessierter
Seite gerne behauptet wird. Ein unbefristeter Vollstreik der Bahn hätte
das Leben in der BRD nachhaltig lahmlegen können. Hätte à denn mit ih
rer
systematischen
Zögerlichkeit hat die GDL den unbefristeten Streik immer wieder vertagt
und schließlich mit einem kläglichen Abschluss ganz vom
Verhandlungstischgefegt.
Während des Arbeitskampfs haben viele Leute Sympathie für die GDL bekun
det
und allgemeine Hoffnungen geäußert, dass kleine Gewerkschaften außerh
alb
des DGB im Gegensatz zum schwerfälligen DGB-Apparat sehr wohl
Organisationen für den Kampf sein könnten. In einer Diskussionsrunde
Anfang des Jahres (noch vor dem Ende der Verhandlungen) haben zwei
Eisenbahnerkollegen in frei gehaltenen Vorträgen auf sehr lebendige und
anschauliche Weise erklärt, warum die GDL û ganz in der üblichen
Gewerkschaftslogik û mit diesem Streik nicht für die Interessen der
EisenbahnerInnen, sondern vor allem um die eigene Existenz und Anerkennung
als Verhandlungspartner gekämpft hat, warum sie es für nötig halten,
sich
selbst zu organisieren, wenn sie wirklich
und wirksam für die eigenen Interessen kämpfen wollen, und welche ersten
Ansätze es dazu während des Streiks gab. Der eine Kollege ist Lokführ
er
(LF), der andere Zugbegleiter (ZB), sie kommen aus zwei verschiedenen
Großstädten. Die fast wörtliche und nur leicht gekürzte
Abschrift ihrer mündlichen Beiträge stellen sie hiermit Labournet zur
Verfügung.ô (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/innenansichten.pdf
V. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Speditionen und Logistik
> Post AG
Deutsche Post AG: Tarifverhandlungen ohne Ergebnis vertagt
äDie Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Deutschen Post AG für d
ie
130.000 Tarifbeschäftigten sind am späten Freitag abend ohne Ergebnis
vertagt worden. Der Arbeitgeber hatte vorgeschlagen, über die strittigen
Fragen der Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter
Beendigungskündigungen und der Arbeitszeit in den nächsten drei Monaten
bis Ende Juni 2008 zu verhandeln. Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende
Andrea Kocsis stellt dazu fest: äDas Problem ist seit langem bekannt. Es
muss zügig gelöst und nicht vor sich hin geschoben werden. Der Post geht
es gut. Unsere Mitglieder brauchen keine Versprechen sondern Verträge.
Ohne Druck bewegt sich offenbar am Verhandlungstisch nichts. Die
Beschäftigten brauchen jetzt sichere Arbeitsplätze und dafür werden s
ie
sich in den nächsten Tagen mit Nachdruck einsetzen.ô ver.di fordert den
Ausschluss der betriebsbedingten Kündigungen bis 30. Juni 2011. Der
entsprechende Tarifvertrag läuft zum 31. März 2008 aus. Zudem fordert
ver.di für die Tarifkräfte zehn Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr,
um
die arbeitsplatzvernichtende Wirkung der Erhöhung der Wochenarbeitszeit
für die 55.000 Postbeamten von 38,5 auf 41 Stunden auszugleichen. Die
Tarifverhandlungen werden am 9. April 2008 in Köln fortgesetzt.ô
Pressemitteilung von verdi vom 29.03.2008
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?idUcb826e-fd80-11dc-
48a3-0019b9e321e1
VI. Branchen > Dienstleistungen: Einzelhandel > Lidl
»Da wird mit harten Bandagen gekämpft«
Einschüchterung und Bespitzelung bei Skandal-Discounter Lidl. Beschäfti
gte
sprechen von Sektenmethoden. Ein Interview von Claudia Wangerin mit Björn
Krings, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Handel der
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in München und Mitorganisator der
Lidl-Kampagne von ver.di in Hamburg, in der jungen Welt vom 28.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-28/062.php
VII. Branchen > Dienstleistungen: Einzelhandel > Schlecker
Nach Lidl-Skandal erhebt Verdi auch Vorwürfe gegen Schlecker
äNach dem Überwachungsskandal bei Lidl hat die Gewerkschaft Verdi auch
Vorwürfe gegen die Drogeriekette Schlecker erhoben. Dort spähten Detekt
ive
und Sicherheitskräfte durch Lochwände teils stundenlang in die
Verkaufsräume, sagte der Handelssekretär des Verdi-Bezirks
Berlin-Brandenburg, Achim Neumann, der "Bild am Sonntag". Mitarbeiter
berichteten, dass sie sich in dadurch in ihrem Verhalten und ihrer
Leistung "ausgespäht und überwacht" fühlten. Schlecker und Lidl seien
keine Einzelfälle. "Viele Discounter überwachen ihre Mitarbeiter."..ô
AFP-Meldung auf Yahoo-Nachrichten vom 30.03.2008
http://de.news.yahoo.com/afp/20080330/tbs-d-einzelhandel-unternehmen-gewerk
sch-f41e315_1.html
VIII. Branchen > Dienstleistungen Allgemein
Protest: Museumsreife Arbeitgeber
Das Technikmuseum entlässt zahlreiche seiner zumeist studentischen
Kundenbetreuer. Die bekamen nur Niedriglöhne. Die Belegschaft hat
mittlerweile einen Betriebsrat gegründet. Am Freitag wird vor dem
Ausstellungsgebäude demonstriert. Artikel von Peter Nowk in der Taz-Berlin
vom 27.03.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/museumsreife-arbeitgebe
r/?src=TE&cHash½2c9c8236
Siehe dazu auch:
- UPDATE Deutsches Technikmuseum
äHeute, am 28. März, trafen sich zwischen 50-70 Demonstranten vor dem
Technikmuseum Berlin um gegen die Entlassungen von 50 Mitarbeitern der
museumseigenen "Technik & Marketing Gmbh" (T&M) zu protestieren.
Verschiedene Gruppen ergänzten das "Abschiedsfest" solidarisch. Neben
ver.di Vertretern war das Maydaybündnis Berlin, Vertreter der Berliner
Montagsdemonstration, die Jusos, die Überflüssigen und weitere Aktivist
en
vorbei gekommenàô Beitrag auf Indymedia vom 28.03.2008
http://de.indymedia.org/2008/03/211720.shtml
b) Aktuelle Entwicklungen im Deutschen Technikmuseum Berlin
äDemo von Besucherbetreuern Am Freitag haben die Besucherbetreuer_Innen
des Deutschen Technikmuseums Berlin mit einer Aktion vor dem Museum auf
sich aufmerksam gemacht. Sie kämpfen für reguläre Arbeitsverträge u
nd
gegen die Abwicklung der Besucherbetreuung im Deutschen Technikmuseum
Berlin (eine Dokumentation). Mit Papierfliegern, Flaggen, Transparenten
und jeder Menge Handzettel postierten sich die ca. 50 Teilnehmer_Innen für
eineinhalb Stunden an der Ecke Trebbiner Straße/Möckernufer in Kreuzber
g,
um auf ihre prekäre Lage hinzuweisen. Dabei wurden sie neben ver.di
dankenswerter Weise auch von anderen Gruppen unterstützt. Das
Mayday-Bündnis Berlin, die Montagsdemo sowie die Jusos Berlin waren
vertretenàô Beitrag von Mathilde im Blog äAnalyse, Kritik & Aktion -
Berliner Assoziation für Theorie und Praxisô vom 30. März 2008
http://aka.blogsport.de/2008/03/30/aktuelle-entwicklungen-im-deutschen-tech
nikmuseum-berlin/
IX. Branchen > Dienstleistungen allgemein > Wach- und Sicherheitsgewerbe
Skandal am Frankfurter Flughafen - Securitas entlässt potenzielle
Wahlvorstände und Betriebsräte
äEtwa ein halbes Jahr haben sich Mitarbeiter der Frankfurter Niederlassung
der Securitas Flugverkehr Services GmbH auf die Wahl in dem
betriebsratslosen Betrieb vorbereitet. Fünf Tage vor dem Termin der
Einsetzung eines Wahlvorstandes durch den Konzernbetriebsrat der Securitas
hagelte es fristlose Kündigungen. Fünf von sieben Wahlvorstandsmitglied
ern
sowie einige weitere Unterstützer der Betriebsratswahl, die ihre
Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatten, erhielten eine fristlose
Kündigung ohne Nennung eines Grundes. Ver.di Hessen hält dies für ein
en
skandalösen Versuch, die Betriebsratswahl zu torpedieren um die
Mitarbeiter von der Wahrnehmung gesetzlich verbriefter Rechte abzuhalten.
äWer die Sicherung des Flugverkehrsrechtes als Firmenauftrag im Portofolio
stehen hat, kann unmöglich Recht brechend agierenô, wie Gerhard König
heute im Pressedienst seiner Organisation mitteilte. Dieser Vorgang sei
der äbrutalstmögliche Eingriff in Mitbestimmungsrechte der Beschäftig
tenô,
ein solcher Rückfall in die Methoden des Frühkapitalismus zeige auf,
welchen Wert die von der Securitas-Konzernspitze gerne dargestellte
Unternehmensphilosophie habe. Ver.di Hessen reiche für die betroffenen
Beschäftigten Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt
ein und prüfe derzeit, Strafanträge gegen die Verantwortlichen wegen
Behinderung der Betriebsratswahl zu stellen.ô Pressemitteilung von verdi
Hessen vom 28.03.2008
http://hessen.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id!37be3a-fccb-11dc-
56c7-0019b9e321e1
X. Branchen > Medien u. IT > Bild und Ton: Rundfunk / Fernsehen / Kino
allgemein
Verfahren à la Metternich û Rote Zelle entsorgt: Der Deutschlandfunk
stellt unbequeme Literaturredakteure kalt
äUnter dem neuen Namen Andruck - das Magazin für politische Literatur
strahlt der Deutschlandfunk ab dem 7. April die bisherige Sendung
Politische Literatur aus. Nicht nur der Name ändert sich, auch das Format
wird angepasst." Die Presseerklärung des Kölner Senders verheimlicht
jedoch die wichtigste "Anpassung": Den für das vielfach ausgezeichnete
politische Feature zuständigen Redakteuren Karin Beindorff und Hermann
Theißen, die auch die Politische Literatur über Jahre geprägt und sie
zur
interessantesten Sachbuchsendung im öffentlich-rechtlichen Hörfunk gema
cht
haben, wurde die redaktionelle Verantwortung entzogen. Sie sollen auch als
Moderatoren nicht mehr zu hören seinàô Artikel von Daniela Dahn in Fr
eitag
vom 28.03.2008
http://www.freitag.de/2008/13/08130501.php
XI. Internationales > Iran > Gewerkschaften > Freiheit für Mahmud Salehi
Mahmoud Salehi nicht freigelassen und wieder im Hungerstreik
Unserer Meldung, dass Herr Salehi am letzten Mittwoch freigelassen werden
sollte, hat sich nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil. Nun droht ihm das
Absitzen der ganzen Gefängnisstrafe, nicht einmal auf Kaution soll er
freigelassen werden. Der Grund: Herr Salehi hat Nachrichten aus dem
Gefängnis gesandt, in dem er sich bei Gewerkschaften für
Solidaritätsschreiben bedankt hatte. Der äVorfallô selbst liegt zwar
schon
Monate zurück, wird aber jetzt als Grund für die Weiterinhaftierung
benutzt. Herr Salehi befindet sich nun wieder im Hungerstreik. Siehe dazu
den (englischen) Artikel äMahmoud Salehi on hunger strikeô vom Iranian
Workers' Solidarity Network vom 27.03.2008
http://www.iwsn.org/campaigns/salehi-hunger-strike-27mar08.htm
Siehe dazu auch:
Amnesty International and international trade union bodies condemn
repressive measures meted out against trade union leader Mahmoud Salehi
ôAmnesty International, the International Trade Union Confederation (ITUC)
and the International Transport WorkersÆ Federation (ITF) are calling on
the Iranian authorities to immediately and unconditionally release Mahmoud
Salehi, the former leader of the Saqez BakersÆ Union, who was imprisoned
in 2007 for the pursuit of legitimate trade union activitiesàö Die
Mitteilung von Amnesty International vom 19.03.2008 (pdf)
http://www.amnesty.org.uk/uploads/documents/doc_18321.pdf
XII. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Streiks
und Demonstrationen bei SBB Cargo
- Konfliktparteien bei SBB Cargo bleiben stur: SBB brechen Gespräche ab -
Streikende wollen besseres Angebot
äIm Arbeitskonflikt um das SBB-Cargo-Werk in Bellinzona demonstrieren
beide Seiten Härte. Die SBB-Geschäftsleitung bereitet nach der Ablehnung
ihres Kompromissvorschlags «weitere Massnahmen» vor. Die Gewerkschaften
verlangen weitere Gespräche, und die Streikenden wollen am Sonntag erneut
demonstrieren. ...ô Artikel in der NZZ Online vom 29.03.2008
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/konfliktparteien_bei_sbb_cargo_bleibe
n_stur_1.697065.html
b) SBB-Cargo Streik - Kein Ende in Sicht
äDie SBB hatte die Gespräche mit den Gewerkschaften und dem Streikkomit
ee
unterbrochen. Mit dem Beharren auf Garantien für die Stellen in Bellinzona
verletzten die Gewerkschaften angeblich die Rahmenbedingungen für den vom
Bund angeregten runden Tisch. Nun beschloss der SBB-Verwaltungsrat am
Mittwoch, "den Spielraum der Geschäftsleitung bezüglich den verlangten
Garantien etwas zu erweitern"...ô Artikel von Müßiggang mit Lautenkla
ng
auf Indymedia vom 27.03.2008
http://de.indymedia.org/2008/03/211631.shtml
XIII. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Syna
verrät die Lonza ArbeiterInnen
Gewerkschaft Unia appelliert an das soziale und unternehmerische Gewissen
der Lonza-Aktionäre
äHeute morgen hat die Gewerkschaft Unia die Lonza-Aktionäre empfangen,
welche im Basler Messenzentrum an der ordentlichen Generalversammlung des
Unternehmens teilnehmen wollten. Die Aktionäre erhielten je einen
Gutschein für «64 Stunden Gratisarbeit» und die frisch gedruckte
Aktionszeitung zu den Verhandlungen über einen neuen
Kollektivarbeitsvertrag (KAV) bei Lonzaàô Pressemitteilung der Unia vom
26.03.2008
http://unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]5
57&tx_ttnews[backPid]=1&cHash¬e23d8471
Siehe dazu auch:
Die aktuelle Ausgabe des «Montags Click»
Die Online-Ausgabe Nr. 4 vom 24.03.2008 (pdf) mit dem Gutschein für 64
Stunden-Gratisarbeit in der Lonza Visp.
http://unia.ch/uploads/media/montags_click_Nr_4.pdf
XIV. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > verdi:
Tarifrunde 2007/2008 Einzelhandel
- Vor dem Superstreik: Tarifgespräche im NRW-Einzelhandel geplatzt
äEin Streik wird kommen - und was für einer: Die Gewerkschaft Verdi
erwägt, Angestellten aus dem Einzelhandel und dem öffentlichen Dienst
gemeinsam in den Ausstand zu schicken. "Ich kann mir das gut vorstellen",
sagte Lieselotte Hinz, Verhandlungsführerin von Verdi bei den
Einzelhandelstarifgesprächen in Nordrhein-Westfalen, am Freitag der FR.
Eine entsprechende Entscheidung werde im Laufe der kommenden Woche
getroffenàô Artikel von Antje Schüddemag in der Frankfurter Rundschau
vom
29.03.2008
http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt10423
b) Kein Ende des Arbeitskampfes
äFür die rund 2,7 Millionen Einzelhandelsbeschäftigten zeichnet sich
weiter keine Lösung im laufenden Tarifstreit ab. Ver.di fordert je nach
Region zwischen 4,5 und 6,5 Prozent mehr Lohn. Der Arbeitgeberverband HDE
knüpft eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent an die Abschaffung der Zuschl
äge
für Spätschichten und Samstagsarbeit, was einem deutlichen Minusgesch
äft
für die Beschäftigten gleichkäme. In Hamburg erhielten die Verkäufe
rInnen
im letzten Jahr 20 Prozent Zuschlag für die Arbeit am Samstag nach 14.30
Uhr und 50 Prozent nach 20.00 Uhr û als Zeitgutschrift oder Auszahlung.
Bei einem Bruttostundenlohn von im Schnitt 12,30 Euro macht der Zuschlag
bei 20 Prozent 2,46 Euro aus; bei 50 Prozent sind es 6,15 Euro. Die
Verluste, die den Beschäftigten mit der Abschaffung entstünden, können
durch eine allgemeine Lohnerhöhung von unter 2 Prozent nicht ausgeglichen
werden. Angesichts steigender Preise würden die Beschäftigten sogar noch
tiefer in den Niedriglohnbereich gedrücktàô Artikel von Elisabeth Bau
m und
Joachim Bischoff im Neues Deutschland vom 28.03.2008
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126239.html
XV. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Datenschutz
CCC publiziert die Fingerabdrücke von Wolfgang Schäuble
äMit einer spektakulären Aktion protestiert der Chaos Computer Club (CC
C)
gegen die fortschreitende Verwertung biometrischer Daten. In der aktuellen
Ausgabe der Clubzeitschrift Die Datenschleuder veröffentlichen die Hacker
den Fingerabdruck von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Die Hacker
wollen sich damit gegen die zunehmende Erfassung biometrischer Daten zur
Wehr setzen. Besonders die Speicherung der Fingerabdrücke im E-Pass stö
ßt
dem CCC übel auf. "Wir wollen mit der Veröffentlichung ein warnendes
Zeichen setzen", erklärt CCC-Sprecher Dirk Engling gegenüber heise onli
ne.
Fingerabdrücke seien nicht so sicher, wie die Politik behauptet, erklärt
Engling: "Sie gehören in keine sicherheitskritische Anwendung û und erst
recht nicht in den E-Pass."àô Artikel von Torsten Kleinz vom 29.03.2008
bei heise news
http://www.heise.de/newsticker/CCC-publiziert-die-Fingerabdruecke-von-Wolfg
ang-Schaeuble-Update--/meldung/105701/from/rss09
Siehe dazu auch:
- Chaos Computer Club konkretisiert Biometrie-Debatte an Schäubles
Fingerabdruck
äDie Debatte um die biometrische Kompletterfassung der Bundesbürger war
bisher eher abstrakt. Um ihr eine konkretere Form zu geben, hat der Chaos
Computer Club (CCC) seiner Vereinszeitschrift "Die Datenschleuder" ein
biometrisches Sammelalbum für die Fingerabdrücke schnüffelfreudiger
Politiker beigelegt. Eröffnet wird das heitere Abdrucksammeln mit einem
Fingerabdruck unseres geliebten Innenministers, Dr. Wolfgang Schäuble. Der
Abdruck wurde durch CCC-Aktivisten von einem Wasserglas sichergestellt,
das Dr. Schäuble bei einer öffentlichen Veranstaltung benutzt hatte.
»..ô
CCC-Meldung vom 29. März 2008 mit Links und weiterführenden Information
en
zum Abdruck, der Bastelanleitung und einer zwei-Minuten-Anleitung als
Video
http://www.ccc.de/updates/2008/schaubles-finger?languageÞ
b) äDie 92. Ausgabe der Datenschleuder ist erschienen und auf dem Weg zu
den Abonnenten. Als besonderes Gimmick liegt ihr dieses Mal eine
Fingerattrappe nach dem Bild unseres geliebten Innenministers beiàô Sie
he
die Homepage von Die Datenschleuder, ein Organ des Chaos Computer Clubs
http://ds.ccc.de/
c) Schäubles Zeigefinger gehackt
äDer Chaos Computer Club hat den Abdruck des rechten Zeigefingers des
Innenministers veröffentlicht. Der sagt, ädas lässt mich kaltô, er
habe
nichts zu befürchten
Innenminister Wolfgang Schäuble will eigentlich genau solche Unsicherheit
verhindern: Immerhin heißt es im neuen Passgesetz zur Begründung, warum
unbedingt Fingerabdrücke in Pässen gespeichert werden müssen, nur so
könne
äzukünftig zweifelsfrei überprüft werden, ob die Identität der
betreffenden Person mit den im Dokument abgespeicherten Originaldaten
übereinstimmtô. Zweifelsfrei? Was aber, wenn mehr als eine Person diese
Fingerabdrücke besitzt oder darauf Zugriff hat? Kritiker warnen von Anfang
an vor dieser Gefahràô Artikel von Kai Biermann in ZEIT online vom
30.3.2008
http://www.zeit.de/online/2008/14/fingerabdruck-schaeuble-ccc
XVI. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Vorratsdatenspeicherung > Registrierung aller Flugreisen
Fluggastdatensammlung grundrechtswidrig - Klageschriften veröffentlicht
äDer Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat heute zwei Klageschriften
des Europäischen Parlaments gegen die Fluggastdatenübermittlung in die
USA
veröffentlicht. Daraus geht
hervor, dass sowohl die Fluggastdatensammlung in den USA wie auch die von
den EU-Staaten aktuell geplante Aufzeichnung des Reiseverhaltens
grundrechtswidrig sindàô Pressemitteilung des Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung vom 31.03.2008:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/214/79/
XVII. Solidarität gefragt > Free Mumia Abu-Jamal!
Todesurteil gegen Mumia Abu Jamal aufgehoben, aber neues Verfahren abgelehn
t!
- Mumias Verfahren abgelehnt! DAY AFTER
äDer afroamerikanische Journalist und politische Gefangene Mumia
Abu-Jamal versucht seit 1982, ein neues Verfahren zu erkämpfen. Heute
lehnte das 3. Bundesberufungsgericht seinen Antrag ab und entschied, ein
bereits 2001 von Bundesrichter Yohn gefälltes Urteil aufrecht zu
erhaltenàô Beitrag der Mumia-Hörbuchgruppe auf Indymedia vom 27.03.20
08
http://de.indymedia.org/2008/03/211637.shtml
b) »Mumia bleibt im Todestrakt«
US-Berufungsgericht hebt Todesurteil auf, Verurteilung wegen
Polizistenmordes bleibt aber bestehen. Verteidigung kämpft um neues
Verfahren. Ein Interview von Jürgen Heiser mit Rechtsanwalt Robert R.
Bryan, Hauptverteidiger des schwarzen US-Journalisten Mumia Abu-Jamal, in
der jungen Welt vom 29.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-29/116.php
c) Das Leben Mumia Abu-Jamals ist weiterhin bedroht - Nur einer von drei
US-Berufungsrichtern hatte Mut
äDas Leben Mumia Abu-Jamals ist weiterhin bedroht, auch wenn die
Todesstrafe gegen ihn erst einmal aufgehoben wurde. Bleibt es dabei, soll
der schwarze Journalist und Autor mit den wachen Augen und den langen
Locken lebenslänglich eingesperrt werdenàô Artikel von Victor Grossma
n im
Neues Deutschland vom 29.03.2008
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126330.html
XVIII. Über uns > Fördern!
Nach mal wieder einer viel zu langen Pause freuen wir uns über ein neues
Fördermitglied û siehe die Liste unserer bekennenden UnterstützerInne
n:
http://www.labournet.de/ueberuns/foerdern/foerderer.html
Lieber Gruss, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
--
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
|