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## Nachricht vom 20.03.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 20. März 2008:
I. Kosovo und andere Kriege > Irakkrieg - Proteste und Hintergründe
- Fünf Jahre Irak-Krieg: Wie Bush der Wirklichkeit trotzt
ä"Nobel", "notwendig", "gerecht" nennt US-Präsident Bush den Irak-Krieg
zum fünften Jahrestag. Und blendet das Desaster im Land einfach aus: Kein
Wort zu den enormen Kosten, der politischen Zerrissenheit, den vielen
Toten - die Schönfärberei nehmen ihm auch die meisten Amerikaner nicht
mehr abàô Artikel von Marc Pitzke, New York, in Spiegel online vom 19.
März 2008
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,542553,00.html
- Proteste gegen den Irak-Krieg. 200 Demonstranten festgenommen
äBei Demonstrationen zum fünften Jahrestag des Irak-Kriegs sind in den
USA
rund 200 Personen festgenommen worden. Kriegsgegner blockierten Straßen
und Behördengebäude in Washington, San Francisco, New York und anderen
Städtenàô ap-Meldung in Frankfurter Rundschau vom 20.03.2008
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt06881
c) Reporter ohne Grenzen zieht Bilanz nach fünf Jahren Irak-Krieg
Reporter ohne Grenzen hat am Mittwoch einen detaillierten Bericht zur Lage
irakischer Journalisten veröffentlicht, die seit Kriegsbeginn vor fünf
Jahren aus ihrem Land flüchten mussten. Demnach sind viele von ihnen nach
Drohungen oder überlebten Attentaten nach Jordanien oder Syrien geflohen.
Hunderte versuchen, in Damaskus oder Amman zu überleben. Nur wenige
konnten in Länder Europas oder in Nordamerika einreisen.
Seit Kriegsbeginn sind 210 Journalisten und Medienassistenten getötet
worden. Das irakische Innenministerium hat zwar Ermittlungen eingeleitet,
doch die Mehrzahl verlief ergebnislos. Nur in wenigen Fällen gab es
Festnahmen. Seit Kriegsbeginn sind 87 Journalisten gekidnappt worden. Das
Schicksal von 15 Journalisten gilt als ungewiss. Siehe den Bericht
äHundreds of journalists forced into exile in five years since launch of
US-led invasion of Iraqö (pdf)
http://www.rsf.org/IMG/pdf/RapportRefugies_GB.pdf
d) Wir erinnern an unsere Infos zum Ostermarsch 2008
http://www.labournet.de/krieg/antimilit.html
II. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Vorratsdaten- speicherung
Vorratsdatenspeicherung einstweilig eingeschränkt
- Eilantrag in Sachen "Vorratsdatenspeicherung" teilweise erfolgreich
Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes vom 19. März 2008 zum
Beschluss vom 11. März 2008 û 1 BvR 256/08 û
http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-037.html
und die Entscheidung
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20080311_1bvr025608
.html
b) Bundesverfassungsgericht schränkt Vorratsdatenspeicherung ein -
Zypries' Rücktritt gefordert
äDer Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung begrüßt die heute verkünd
ete
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die von CDU, CSU und SPD
beschlossene verdachtslose Sammlung der Verbindungs- und Standortdaten der
gesamten Bevölkerung (Vorratsdatenspeicherung) durch einstweilige
Anordnung einzuschränken. Die Verfassungsrichter entschieden: "In dem
Verkehrsdatenabruf selbst liegt ein schwerwiegender und nicht mehr
rückgängig zu machender Eingriff in das Grundrecht aus Art. 10 Abs. 1 GG
(Schutz des Telekommunikationsgeheimnisses). Ein solcher Datenabruf
ermöglicht es, weitreichende Erkenntnisse über das Kommunikationsverhal
ten
und die sozialen Kontakte des Betroffenen zu erlangen."àô Pressemitteil
ung
des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung vom 19.3.08 mit vielen weiteren
Hintergrundinfos
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/209/55/lang,de/
c) Einstweilige Anordnung gegen Vorratsdatenspeicherung: Das
Verfassungsgericht zieht die Notbremse
äDas Verfassungsgericht hängt etliche Waggons ab und lässt das Gesetz
vorläufig nur in sehr langsamer Fahrt weiterfahren - wegen "erheblicher
Gefährdung des Persönlichkeitsschutzes"àô Kommentar von Heribert Pr
antl in
Süddeutsche Zeitung vom 19.3.08
http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/deutschland/artikel/745/164283/
d) Bitte bevorraten Sie sich
äNach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur
Vorratsdatenspeicherung dürfen die Daten nur genutzt werden, wenn eine
schwere Straftat vorliegt, aber es gibt noch weitere Konsequenzenàô
Artikel von Burkhard Schröder in telepolis vom 19.03.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27544/1.html
e) Rückschlag für Abmahnanwälte und Abfrageprovider? Mögliche Konse
quenzen
aus der gestrigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur
Vorratsdatenspeicherung
äDas, was das Bundesverfassungsgericht gestern vorläufig verbot û n
ämlich
die Weitergabe von Vorratsdatenspeicherungsdaten zur Verfolgung von
Bagatelldelikten - könnte potentiell Auswirkungen auf das Geschäft mit
Filesharing-Abmahnungen habenàô Artikel von Peter Mühlbauer in telepo
lis
vom 20.03.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27547/1.html
III. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz
- Hausdurchsuchung am 18.03.2008 in den Vereinsräumen des ôAlhambraö.
äBeschlagnahmung von Computern und Servern aufgrund eines
Online-Gästebucheintrags. Als ein weiterer Schlag gegen linke, soziale
Bewegungen in Oldenburg. Am 18.03.2008 wurde das äautonome Aktions- und
Kommunikationszentrum Alhambraô in Oldenburg durchsucht. Anlass war ein
anonymer Eintrag in einem Online-Gästebuch des "Alhambra", in dem
angeblich zur Gewalt aufgerufen wurde. Dies solle den Straftatbestand der
Aufforderung zu einem "schweren Landfriedensbruch" erfüllen. Für diese
Hausdurchsuchung reichte also ein anonymer Gästebucheintrag auf der
Internet-Seite des "Alhambra". Dabei sollte auch den ermittelnden
BeamtInnen klar sein, dass die Internet-Seiten über einen
Internet-Provider ins Netz gestellt werden. Wenn überhaupt kann nur dieser
als einziger darüber Auskunft erteilen, von wem der fragliche
Gästebucheintrag stammt. (à) Wir behalten uns sowohl rechtliche wie auch
politische Schritte gegen die Hausdurchsuchung vor und würden uns freuen,
Unterstützung zu erfahren. Konto der Oldenburger Rechtshilfe: Nr. 100-006
154, Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), Bankleitzahl: 28050100. Kontakt:
alhambras[at]safe-mail.net..ô Stellungnahme einiger NutzerInnen des
ôAlhambraô
http://www.alhambra.de/stellungnahme.htm
- Weitere Infos gibt es auch bei Provinzkritik
http://provinzkritik.blogsport.de/
- Dort die neueste Meldung vom 19. März 2008: 300 Menschen protestieren.
äEtwa 300 Menschen haben am heutigen Mittwoch ihren Wut und ihren Protest
gegen die Hausdurchsuchung des Alhambra auf die Straße getragen # Massive
und brutale Übergriffe der Polizei # Demo bis zum Ende durchgesetzt. #
Kämpferische Stimmung. # Fotos und Bericht folgen.ô
b) Ins Netz gegangen. Linke Internet-Provider geraten zunehmend unter Druck.
äWirklich neu und einzigartig ist die Geschichte leider nicht.
Internet-Projekte wie z.B. Nadir.org, S036.net oder PUK.de werden immer
wieder von Anwälten belästigt, vor Gericht gezerrt oder von
Repressionsorganen genervt. Im letzten Jahr hat es dann wieder mal FREE!
erwischt. Seit 1994 ist FREE im Internet. Nur ein Jahr später gab es die
erste Zensurdrohung. 2008 ist die Lage nicht besser geworden, ganz im
Gegenteil. Auch ohne Vorratsdatenspeicherung und den ganzen
Überwachungsterror reichen auch schon lange vorhandene Rechtsmittel aus,
um Leuten das Leben schwer zu machen und sie von sinnvollen Dingen
abzuhaltenàô Artikel von Susi Sorglos vom 19.03.2008 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/03/210937.shtml
IV. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Rechte (erkämpfen!) >
Aufenthalt und Ausweisung > Aktionen: Wir wollen in normalen Häusern
wohnen und nicht in Baracken!
Einschüchterungsversuch gegen Flüchtlingsprotest in Katzhütte
äSeit gut zwei Wochen wenden sich die BewohnerInnen des Asylbewerberheims
in Katzhütte mittels öffentlicher Erklärung, Pressekonferenz, Einladu
ng
zum Besuch des Heimes und verschiedenen Protestaktionen an die
Öffentlichkeit, um so auf die Unerträgliche Lebenssituation, zu der die
ses
Lager zwingt hinzuweisen und um die bedingungslose Schließung des
Isolationslagers zu fordern. (à) In beiden Fällen hatte sich Herr Sbaih
ein palästinensischer Flüchtling aus dem Lager mit seinem Namen und sei
ner
Handy Nummer als Kontaktperson zur Verfügung gestellt. (à) Am Montag d
en
17. März 2008 kam eine Abordnung des Landratsamtes zu ihm nach Katzhütt
e.
Man zeigte ihm einen neuen palästinensischen Pass und deutete an, dass man
ihm jetzt sehr schnell nach Jordanien abschieben wolle, ein für Sbaih
fremdes Land, denn er kommt aus dem Westjordanland. (..)Einige Stunden
später kam der örtliche Leiter des Polizeireviers vorbei. Dieser Betont
e,
dass die Heimleitung künftig ävon dem Hausrecht gebrauch machen werde
ô,
d.h. Protestaktivitäten, Pressekonferenzen u.ä. künftig notfalls mit
Gewalt verhindert werden würden, und dass er (den man schon im Vorfeld
verantwortlich macht) dafür juristisch zur Rechenschaft gezogen werdeà
ô
Meldung und Protesterinnerung vom 19.3.08
http://thecaravan.org/node/1514
V. Diskussion > Wipo > GATS, Privatisierung und Gegenkämpfe >
Privatisierung und Widerstand: Wasser, Strom, Gas > Das Berliner Wasser
Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens äSchluss mit Geheimverträgen
û Wir
Berliner wollen unser Wasser zurückô abgelehnt
- Wortlaut aus der Sitzung des Senats am 4. März 2008 (Pressemitteilung
des Landes):
http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2008/03/04/95340/index.html
- Rot-Rotem Senat ist die Wahrung der Konzerninteressen wichtiger als
Transparenz und Bürgerrechte û Bürgerinitiative will Zulassung des
Volksbegehrens vor dem Verfassungsgericht einklagen
Pressemitteilung des BERLINER WASSERTISCHs vom 4. März 2008 (pdf):
http://berliner-wassertisch.net/assets/files/PDF-Dokumente/PM%20Wassertisch
%204_03_08.pdf
c) Willst du Wasser, sei liquid!
äDer Berliner Senat hat ein Volksbegehren abgelehnt, das sich gegen die
Teilprivatisierung der städtischen Wasserwerke richtet. Die Initiatoren
wollen sich damit nicht zufriedengeben. Doch ihre Forderungen und die
ähnlicher Initiativen -greifen ohnehin zu kurz.
War am Ende alle Mühe umsonst? Vor wenigen Tagen erklärte der Berliner
Senat das Volksbegehren »Schluss mit Geheimverträgen û Wir Berliner w
ollen
unser Wasser zurück« aus »verfassungsrechtlichen Gründen für unzu
lässig«.
Dabei hatten die Initiatoren um den »Berliner Wassertisch« und die Gr
üne
Liga statt der erforderlichen 20.000 genau 36.062 Unterschriften
gesammelt. Doch der Senat stößt sich insbesondere an der Forderung nach
einer nachträglichen Veröffentlichung der Kaufverträge. Denn 1999 war
beim
Verkauf von je 24,95 Prozent der Berliner Wasserwerke an den
Energiekonzern RWE aus Essen und den Mischkonzern Veolia aus Frankreich
vertraglich festgehalten worden, dass ȟber den Inhalt des Vertrags
absolutes Stillschweigen zu bewahren ist«. Zwar bestreitet niemand mehr,
dass in diesem Vertrag den beiden Großkonzernen auf 29 Jahre eine
garantierte Rendite von mindestens sechs Prozent auf das eingesetzte
Kapital zugesagt wurdeàô Artikel von Christoph Villinger in Jungle World
vom 20. März 2008
http://jungle-world.com/seiten/2008/12/11660.php
VI. . Diskussion > Wipo > GATS, Privatisierung und Gegenkämpfe >
Privatisierung und Widerstand allg.
Privatisierungsgegner wollen sich in Leipzig bundesweit vernetzen
äDie Gegner einer Privatisierung öffentlicher Unternehmen wollen am 3.
Mai
in Leipzig zu einem bundesweiten Treffen in Leipzig zusammenkommen.
Darunter sind bislang neben der Initiative aus Leipzig, die Anfang des
Jahres mit einem Bürgerentscheid den angepeilten Teilverkauf der
Stadtwerke verhindert hatte, auch Initiativen aus Freiburg, Mülheim an der
Ruhr sowie Berlinàô ddp-Meldung vom 18. März 2008
http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/15959495/Privatisierungsgegner+wo
llen+sich+in+Leipzig+bundesweit
Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die äÜberlegungen zu einem
Arbeitskongress gegen Privatisierung û an alle, die bei der Vorbereitung
mitmachen möchtenô der Redaktion LabourNet Germany
http://www.labournet.de/diskussion/wipo/gats/labournet.html
VII. Branchen > Auto: DaimlerChrysler > Werke in den USA:
Daimler-Chrysler's Freightliner LLC in den USA
Solidarity Letter: Gerechtigkeit für die Freightliner Fünf
äLiebe Kollegen, Brüder und Schwestern, Wir haben davon erfahren, dass
das Management von Freightliner in Cleveland, North Carolina, aufgrund
eines Streiks von Mitgliedern des UAW Locals 3520 über Arbeitssicherheit,
Arbeitsschutz und andere Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen im April
2007 fünf UAW Streikführer entlassen hat. Alle fünf sind Mitglieder d
es
gewerkschaftlichen Verhandlungskomitees, drei sind Mitglieder des
Vorstands des Locals. Wir finden dies empörend. Es ist notwendig,
Gewerkschaftsführer vor Vergeltung zu schützen, denen sie für ihre
Handlungen zur Verteidigung von Gewerkschaftsmitgliedern ausgesetzt sind.
Wir verstehen dass dies nicht nur zum Schutz von Gewerkschaften gilt,
sondern dass es auch darum geht, allen Beschäftigten im US Süden zu
versichern, dass für die Arbeiterbewegung éein Angriff gegen Einen, ein
en
Angriff gegen Alle' darstellt. (à) Eure Entlassung ist ein klarer Versto
ß
gegen die eigene Unternehmensrichtlinie der Daimler AG. Deshalb fordern
wir von Freightliner die sofortige Wiedereinstellung der entlassenen UAW
Local 3250 Gewerkschaftsmitglieder Robert Whiteside, Allen Bradley,
Franklin Torrence, Glenna Swinford, and David Criscoàô Die deutsche und
englische Fassung des Solidaritätsschreibens vom März 2008
http://www.labournet.de/branchen/auto/dc/usa/freightliner_soli.html
VIII. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > BVG Be
rlin
- Streik komplett ausgesetzt
äDer Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird über die
Osterfeiertage komplett ausgesetzt. Ab Freitag, 0.00 Uhr, sollen die
Werkstätten und Leitstellen wieder ihre Arbeit aufnehmen, entschied am
Mittwoch die Große Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di. Über eine
Fortführung des Streiks wird nach Angaben eines Sprechers am
Dienstagmorgen entschieden. Bereits seit Montag rollen Busse und Bahnen
wieder, allerdings mit Einschränkungen. ver.di-Verhandlungsführer Frank
Bäsler begründete die Entscheidung damit, dass die Fahrzeuge schneller
«knapp» geworden seien als erwartet. Es gebe erhebliche Ausfälle bei
Bussen und Straßenbahnen. Bereits ab Dienstagabend hätten Straßenbahn
züge
geteilt werden müssen, um den geplanten Verkehr anbieten zu können.
«Einen angemessenen Fahrplan über die Osterfeiertage - wie versprochen -
hätten wir nicht anbieten können», sagte Bäsler. In dieser Zwickm
ühle
hätten die Kollegen gesteckt.
Der Streik werde «schweren Herzens ausgesetzt», betonte der
Gewerkschafter. Die Pause sei «aber auch eine Chance für den Arbeitgebe
r,
ein neues, verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen». Bäsler wollte die
Entscheidung nachdrücklich nicht als Schwäche ausgelegt wissen. Der
Beschluss sollte nicht als «Einknicken der Kollegen» bewertet werden.
ô
ddp_meldung bei yahoo-news vom 19.03.2008
http://de.news.yahoo.com/ddp/20080319/tde-streik-komplett-ausgesetzt-e50271
2_1.html
b) »Man sollte Anfang April nochmal richtig loslegen«
Ver.dis Streiktaktik bei den Berliner Verkehrsbetrieben läuft ins Leere.
Ein Interview von Rainer Balcerowiak mit Gerd Rainer Giese, Betriebsrat
bei Berlin Transport und Organisator der GDL-Gruppe Nahverkehr, in der
jungen Welt vom 19.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-19/053.php
c) Ver.di streikt ... nur die Streikenden hört und sieht man nicht
äàDie heutigen Gewerkschaften haben kein Interesse daran, dass wir als
Mitglieder aktiv werden. Ihre Kämpfe sind längst Show-Kämpfe, ihre
Organisation und vor allem die Tatsache, dass wir es sind, die da die
ganzen Profite erwirtschaften, aber sind das einzige, was wir gegen die
Organisationen der Arbeitgeber in der Hand haben. Wenn also die
Gewerkschaften wie jetzt ver.di im BVG-Streik, sich einfach über unsere
Forderungen hinwegsetzen und so Pseudo-Streiks machen, die nicht weh tun,
weder wirtschaftlich noch politisch, dann müssen wir als Belegschaft und
Mitglieder das tun und selber aktiv werden. Statt wie im BVG-Streik vor
den Depots zu stehen, auf in die Öffentlichkeit. Vor die Zentralen der
Parteien und des Senats, vor die Zentralen der Arbeitgeber. Und vor allem
auf die Bahnhöfe und in die Stadt, um die Bevölkerung zu mobilisieren
àô
Kommentar von Vera Musmann, ver.di -Mitglied, vom 17.03.2008 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/strasse/bvg_musmann.pdf
IX. Internationales > Iran > Gewerkschaften > Freiheit für Mahmud Salehi
Mahmoud Salehi im Durst- und Hungerstreik
äNachdem ein erneuter Haftbefehl seine für den 23. März bevorstehende
Freilassung aus dem Knast zu verhindern scheint, ist Mahmoud Salehi,
Vorsitzender der Gewerkschaft der Bäckerei-ArbeiterInnen in der Stadt
Saqez in Iranisch-Kurdistan in den Hunger- und Durststreik getreten. Die
nachfolgende Meldung stammt von der Homepage der GenossInnen von IASWI, wo
mensch auch ein Muster-Protestschreiben findet.ô Meldung auf
Entdinglichung mit den entsprechenden Links
http://entdinglichung.wordpress.com/2008/03/18/mahmoud-salehi-im-durst-undhungerstreik
/
X. Internationales > Griechenland > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe:
Streiks gegen die Rentenreform
- Streik in Griechenland: Beschäftigte gegen Kassenfusionen
Proteste richten sich gegen Rentenreform der Regierung. Versicherte
fürchten um Ansprüche und Privilegien. Artikel von Niels Kadritzke in d
er
Taz vom 18.03.2008
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/beschaeftigte-gegen-kassenfusi
onen/?src=SZ&cHash9c8e5cfd2
Aus dem Text: äIn Griechenland ging am Mittwoch gar nichts mehr. Ein
Generalstreik legte das öffentliche Leben weitgehend lahm. Kein
Flugverkehr, kein Bahnverkehr, keine öffentlichen Verkehrsmittel in den
großen Städten. Auch Bankangestellte, Tankstellenbesitzer und Journalis
ten
gingen nicht zur Arbeit. Mit dem Generalstreik protestieren die
Werktätigen gegen die große Rentenreform, die von der konservativen
Regierung Karamanlis diese Woche im Parlament eingebracht wird. Eine
solche Reform ist überfällig. Alle Regierungen der letzten Jahre waren
sich im Klaren, dass das Rentensystem zusammenbrechen wird, wenn es nicht
saniert wird. Auf institutioneller Ebene geht es um die Flurbereinigung
eines Systems, das in 133 Berufsklassen zersplittert ist. Nach dem
Gesetzentwurf der Regierung sollen daraus 13 große Sozialkassen entstehen.
Damit könnten beträchtliche Verwaltungskosten eingespart werden, denn d
ie
Berufskassen arbeiten sehr personalintensiv. Aber die Versicherten vieler
gesunder Branchenkassen fürchten, dass ihre Rentenansprüche verwässert
werden, wenn sie unter staatlicher Regie mit schwächeren Kassen fusioniert
werdenàô
b) Streik im Öffentlichen Dienst in Griechenland: ver.di solidarisch
Anlässlich des landesweiten Streiks im Öffentlichen Dienst Griechenlands
hat die ver.di-Landesleiterin Leni Breymaier im Auftrag ihres
Landesbezirksvorstands die folgende Solidaritätserklärung an Yannis
Panagopoulos , den Vorsitzenden der zuständigen griechischen Gewerkschaft
GSEE geschickt. (pdf)
http://www.labournet.de/internationales/gr/verdi_soli2008.pdf
XI. Internationales > Venezuela
Mehr als 50 streikende Stahlarbeiter verhaftet: Auseinandersetzungen um
Lohn, Nationalisierung und Arbeiterkontrolle
äDie Leitung der United Steel Workers Union (SUTISS) hat die Aktionen von
120 Beamten der Nationalgarde und 60 Polizisten verurteilt, die eine
Protestaktion von Arbeitern des argentinisch kontrollierten Sidor
Stahlfabrik attackiert und aufgelöst haben. Die Arbeiter blockierten am
frühen Freitag die Hauptstrasse von Cuidad Guayana im Bundesstaat Bolivar,
im Südosten Venezuelas. Der Protest wurde aufgelöst mit Tränengas und
Gummigeschossen. Er entwickelte sich mitten in einem 80-Stundenstreik von
12 000 Arbeitern (als Teil einer langwierigen Auseinandersetzung über
einen Kollektivvertrag im Stahlwerk)àô Bericht von
www.venezuelanalysis.com/ in der Linkezeitung vom 17.03.2008
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&i
dB65&Itemid#1
XII. Internationales > Kolumbien > Gewerkschafter in Lebensgefahr
Solidarität mit Indymedia-Kolumbien
äDie paramilitärische Gewalt in Kolumbien spitzt sich wieder einmal zu.
Angesichts der Massenproteste gegen die Gewalt des Staats haben die Paras
nicht eben wenige deren GegnerInnen zu "militärischen Zielen" erklärt,
darunter auch Indymedia- Kolumbienàô Meldung mit weiteren Informationen
aif Indymedia vom 19.03.2008
http://de.indymedia.org/2008/03/210963.shtml
XIII. Internationales > Großbritannien > Arbeitskämpfe: Streik im
öffentlichen Dienst in Großbritannien 2007/2008
Tarifvertrag verweigert
Streik im öffentlichen Dienst in Großbritannien. Protest gegen von der
Regierung geplante Gehaltskürzungen, die per Dekret durchgesetzt werden
sollen. Artikel von Christian Bunke, Manchester, in der jungen Welt vom
19.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-19/036.php
Aus dem Text: äIn Großbritannien haben am Montag und Dienstag 80 000
Beschäftigte des »Departments of Work and Pensions (DWP)« gegen die v
on
der Labour Regierung geplanten Gehaltskürzungen gestreikt. Das DWP ist die
für Arbeitsämter, die Verwaltung von Arbeitslosengeldern und Sozialhilfe
sowie Renten zuständige Behörde. Es war bereits der zweite Arbeitskampf
seit Dezember in dieser Auseinandersetzung. Die Regierungspläne sehen
keine Gehaltserhöhung für dieses Jahr, und jeweils rund ein Prozent mehr
Lohn für die kommenden zwei Jahre vor. Die Inflationsrate in
Großbritannien liegt derzeit bei knapp unter fünf Prozent, die
Teuerungsraten für Grundnahrungsmittel, Gas, Wasser und Stromversorgung
liegen im zweistelligen Bereich. Berufsanfänger verdienen gerade 12 500
Pfund pro Jahr. Das liegt nur sehr knapp über dem gesetzlich
vorgeschriebenen Mindestlohn. Außerdem sollen im DWP 12 000 Stellen
abgebaut werdenàô
Bis Dienstag, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
--
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
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